Gartenbeleuchtung

Das Licht dosieren

Die Gartenbeleuchtung ist eine Kunst - sie soll weder Strom verschwenden noch die Nachtruhe der Nachbarn oder die der nachtaktiven Gartentiere stören.

Fahren Sie mit der Maus über die Lampen.

Lichterketten

An Winterabenden, zum Zeitpunkt des grössten Stromverbrauchs, erhöhen Lichterketten den Strombezug noch zusätzlich. Die meisten handelsüblichen Modelle benötigen 15 Watt pro Meter - möchte man sein Haus oder seinen Garten dekorieren, summiert sich der Stromverbrauch schnell. Neuerdings sind auch LED-Modelle erhältlich (Leuchtdioden), die zwar einen höheren Kaufpreis haben, dafür aber zehnmal weniger Strom verbrauchen als kleine Glühbirnen und ausserdem länger halten.

5-mal weniger Strom

Es gibt auch Kompaktleuchtstoffröhren (so genannte Energiesparlampen), die problemlos im Freien funktionieren. Einige Modelle sind mit einem Lichtdetektor ausgerüstet und gehen automatisch aus, wenn es Tag wird. Am besten ist es aber, das Aussenlicht zu löschen, wenn man schlafen geht, und Bewegungsmelder zu installieren, die das Licht beim Näherkommen automatisch einschalten.

Das nächtliche Leben weniger stören

Die nächtliche Kunstbeleuchtung ist zu einer richtiggehenden Lichtverschmutzung geworden, die nicht nur für Hobby-Astronomen verhängnisvoll ist, sondern auch für nachtaktive Tiere wie Insekten, Vögel und kleine Säugetiere. Das Ausbleiben von dunklen Nächten stört ihre Aktivitäten und ihren gesamten Lebensrhythmus. Das wird deutlich, wenn man Nachtfalter beobachtet, die bis zur tödlichen Erschöpfung um Lichtquellen kreisen. Verschwinden aber Insekten aus zu stark beleuchteten Gebieten, werden auch ihre Fressfeinde - zum Beispiel Vögel - seltener. Um die Lichtverschmutzung in Grenzen zu halten, sollten Lampen gewählt werden, die den Weg und nicht die Sterne beleuchten.

Wann ist Nacht?

Amphibien (Frösche, Kröten, Molche etc.) werden durch die zunehmende nächtliche Beleuchtung der ruhigen Wasserflächen und Flüsse gestört. Ihre Gewohnheiten verändern sich: Sie sind abends länger aktiv und quaken weniger. Biologen befürchten, dass die Zunahme der nächtlichen Beleuchtung sie noch seltener werden lässt, als sie es ohnehin schon sind, da naturbelassene Gebiete verschwinden und sie auch von der Wasserverschmutzung bedroht sind.

Dunkelheit für Glühwürmchen

Stark beleuchtete Wohngebiete nehmen immer mehr zu. Ihre Fläche hat sich innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, und selbst in den Bergen werden die Nächte zum Tag. Möchte man Glühwürmchen in seinem Garten beobachten (sie kommen an vielen Orten im Nordwesten der Schweiz vor), sind unnötige Beleuchtungen zu vermeiden.

Solar aber nicht sehr ökologisch

So genannte "Solar-Leuchten" sind billig im Set erhältlich, haben aber einen grossen Fehler, den die Werbung verschweigt. Natürlich funktionieren sie mit einer Solarzelle, aber um die tagsüber gesammelte Energie bereitzustellen, benötigen sie einen Akku. Diese Akkus bestehen meist aus Nickel-Cadmium (NiCd), also aus äusserst umweltschädlichen Schwermetallen, die keinesfalls in den Abfall gehören. Das alles für eine schwache Beleuchtung und eine Lebensdauer von knapp einem Jahr!

Akku