Verglasung / Fenster
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Den "U"-Wert der Verglasung kennen
Ein Fenster mit geringer Isolation kann bis zu zehn Mal mehr Wärme entweichen lassen als das umliegende Mauerwerk. Dies hängt von der Qualität des Rahmens, der Dichtung und - in der Hauptsache - von der Verglasung ab.
Kennt man den "U"-Wert einer Verglasung (früher "K"-Wert), kann man die Energie bestimmen, welche nach Aussen entweicht. Je kleiner das U, desto besser die Dämmwirkung der Verglasung. Auf dem Markt sind unterschiedliche Verglasungen mit Wärme- und Schallschutz erhältlich.
Fahren Sie mit Ihrer Maus über die "U =" und das "g".
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Einfachverglasung
Eine solche Verglasung lässt enorm viel Energie passieren: umgerechnet etwa 40 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Sitzt man im Winter neben einem einfachverglasten Fester, spürt man die unangenehme Kälte, die von der Scheibe abstrahlt. Steigt die Feuchtigkeit im Zimmer (zum Beispiel während der Zubereitung von Mahlzeiten oder beim Waschen), führt die tiefe Temperatur bei einer solchen Verglasung zur Kondenswasserbildung: Der Dampf schlägt sich auf der Scheibe nieder, Wassertropfen bilden sich und rinnen auf den Fensterrahmen, was ein Grund für das Kaputtgehen der Dichtungen ist.
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Doppelverglasung
Zwei Scheiben sind besser als eine. Der Wärmeverlust wird im Verhältnis zur Einfachverglasung halbiert: bei einem Fenster von einem Quadratmeter entspricht dies im Durchschnitt etwa 20 Liter Heizöl pro Jahr. Hermetisch abgedichtete Zweifachverglasungen lassen weder Schmutz noch Kondensationswasser zwischen die Scheiben gelangen.
Je grösser der Abstand zwischen den beiden Scheiben ist, desto besser ist die Dämmwirkung. Es gibt auch Doppelverglasung mit Edelgasfüllung wie z.B. Argon (absolut unschädlich), was die Isolationswirkung zusätzlich erhöht.
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Doppelverglasung + Wärmeschutzbeschichtung
Optisch vergleichbar mit einem gewöhnlichen Doppelglasfenster, aber viel wirksamer: Der jährliche Energieverlust sinkt umgerechnet auf jährlich 8 Liter Heizöl pro Quadratmeter Fensterfläche. Das Geheimnis: Die Aussenseite des Innenglases wurde mit einer metallisch reflektieren Schicht überzogen. Diese Wärmeschutzbeschichtung lässt die Sonnenstrahlen von Aussen eintreten, bremst aber den Austritt der Infrarotstrahlen: Die Sonnenwärme wird zu einem grossen Teil ins Zimmer zurückgeworfen.
Die Dämmwirkung der Verglasung hängt von der Qualität der Scheiben, der Beschaffenheit der Wärmeschutzbeschichtung und dem Gas zwischen den Fensterscheiben ab (Argon, Krypton, Gasmischung). Der U-Wert der besten Doppelverglasungen erreicht inzwischen die Werte von Dreifachverglasungen aus den Jahren 1995-2000, das heisst, ihr U-Wert liegt unter 1.
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Dreifachverglasung + 2 Wärmeschutzbeschichtungen
Drei Scheiben! wovon zwei mit einer Wärmeschutzschicht versehen sind, die die Wärme ins Rauminnere zurückstrahlt. Der Energieverlust pro Quadratmeter Verglasung sinkt auf weniger als 5,5 Liter Heizöl pro Jahr.
Die effizientesten Dreifachverglasungen mit Krypton-Gasfüllung erreichen einen U-Wert von 0,5.
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g-Wert
Bei der Wahl der Fenster sollte auch der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) in Erwägung gezogen werden: Er zeigt ihre Durchlässigkeit für die Sonnenenergie an. Das ist eine wichtige Grösse, denn die Sonne - als kostenlose Energielieferantin - ist an der Heizung des Gebäudes und gleichzeitig auch an seiner Beleuchtung beteiligt. Der g-Wert erstreckt sich von 0 bis 1 (0 bis 100%). Eine Verglasung mit einem g-Wert von 0,65 lässt 65% der Sonnenenergie passieren.
Eine gute Verglasung weist demzufolge einen kleinstmöglichen U-Wert und einen grösstmöglichen g-Wert auf. Die Wärmedämmeffizienz geht allerdings auf Kosten einer geringeren Energiedurchlässigkeit. Das heisst, je kleiner der U-Wert ist, desto kleiner ist auch der g-Wert (die sehr teuren Weissglasscheiben mit Krypton-Gasfüllung sind davon ausgenommen). Man sollte also einen Kompromiss zwischen diesen beiden Werte suchen, und zwar je nach Ausrichtung des Fensters. Ein nach Süden ausgerichtetes Fenster (das nicht im Schatten liegt) sollte möglichst viel Sonnenlicht durchlassen, um mehr Energie ins Gebäudeinnere einzulassen, als wieder nach Aussen dringt. Ein nordexponiertes Fenster hingegen sollte vor allem eine gute Wärmedämmung aufweisen.

Hat mein Fenster eine Wärmeschutzbeschichtung ?
Ob ein Fenster eine Wärmeschutzbeschichtung hat oder nicht, kann einfach überprüft werden: Halten Sie ein brennendes Streichholz vor das Fenster und beobachten Sie die gespiegelten Flammen. Es sind vier Hauptflammen zu sehen (und ihre zahlreichen Wiederspiegelungen). Bei einer Wärmeschutzbeschichtung erscheint die zweite Flamme in einer anderen Farbe.
Scheibentemperatur













