Öffentlicher Verkehr

Öffentlicher Verkehr

Zug, Tram, Bus, Postauto, Schiff, Stand- und Luftseilbahn: Die Schweiz besitzt ein weltweit einzigartiges, dichtes Netz von öffentlichen Transportmitteln mit hervorragenden Verbindungen und regelmässigen Abfahrtszeiten nach Taktfahrplan. Insgesamt wird von privaten, öffentlichen oder gemischten Betreibern eine Gesamtstrecke von 24'500 km betreut. Auf dem 3000 km umfassenden Schienennetz der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verkehren im Verhältnis zu seinem Umfang die meisten Reisenden und Güter von ganz Europa.

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Globale Auswirkungen

Die meisten Züge, Trams und Trolleybusse, die in der Schweiz verkehren, werden mit Strom betrieben. Da dieser Strom hauptsächlich aus Wasser- und Atomkraftwerken stammt, tragen diese Fahrzeuge kaum zur Luftverschmutzung und zur Klimaerwärmung bei - ausser natürlich indirekt durch den Bau und die Wartung der Busse, Fahrspuren und Haltestellen. Im Verhältnis zu den Kilometern, die ein Passagier zurücklegt, verbraucht ein Auto rund 5-mal so viel Energie wie ein Zug, ein Flugzeug 8-mal mehr. Dieser Vergleich gilt für jene Strecken, auf denen man die Wahl des Transportmittels hat. Dabei darf man nicht vergessen, dass von der Romandie aus direkte Züge bis nach Barcelona, Marseille, Mailand, Montpellier, Nizza, Paris usw. fahren. Auch von der Deutschschweiz aus sind Paris und Mailand ohne Umsteigen zu erreichen, ebenso z.B. Berlin und Wien.

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Kosten

Die weltweit einmalige Institution des Generalabonnements, das auf sämtlichen Zugstrecken und für alle städtischen Verkehrsbetriebe (Bus, Tram, Schiff) der Schweiz gültig ist, kostet monatlich rund 300 CHF. Das ist günstiger als ein Kleinwagen, für den man etwa 500 CHF pro Monat hinblättern muss. Es lohnt sich, das breite Angebot an verschiedenen Tickets und Abonnements zu studieren. Wenn man nur selten verreist, ist es vielleicht sinnvoller, sich für Mehrfahrten- oder Prepaidkarten zu entscheiden. Mit dem Halbtax-Abonnement wiederum kann man das Streckennetz der SBB und der Postautos zum halben Preis benutzen. Es berechtigt in einigen Städten auch zu Preisreduktionen auf Busbilletten sowie zu Ermässigungen bei Seilbahnen.

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Dauer der zurückgelegten Strecken

Die Schweiz führte als eines der ersten Länder überhaupt bereits 1982 den Taktfahrplan ein. Die Abfahrtszeiten werden jede Stunde auf dieselbe Minutegelegt, z.B. auf 8.13 Uhr, 9.13 Uhr, 10.13 Uhr usw. Die Anschlüsse werden nach dem Prinzip der Eisenbahnknotenpunkte garantiert: In den grossen Bahnhöfen treffen die Regionalzüge und -busse kurz vor der Abfahrt der Direktzüge oder InterCitys ein und fahren kurz nach deren Ankunft ab.

Ebenfalls bemerkenswert ist die Tatsache, dass 96% der Schweizer Züge weniger als 5 Minuten Verspätung aufweisen.

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Auswirkungen auf die Gesundheit

Das Benutzen des öffentlichen Verkehrs ist gesund. Zunächst, weil die Nutzerinnen und Nutzer von Bussen und Zügen längere Strecken zu Fuss zurücklegen als Motorradfahrer und Automobilistinnen. Zudem ist die Luft, die sie im Zug oder im Bus einatmen, besser: Sie enthält fünf- bis achtmal weniger Benzol als die Luft in einem Auto. Benzol ist eine flüchtige Substanz, die als krebserregend gilt und auch in Tabakrauch auftritt. Benzol stammt in erster Linie aus dem nicht verbrannten Benzin in den Autoabgasen. Was das Risiko eines tödlichen Unfalls pro zurückgelegtem Kilometer angeht, so sind die öffentlichen Transportmittel 22-mal sicherer als das Auto.

Lärm

Ein Bus oder ein Zug erzeugen mehr Lärm als ein Wagen. Doch im Schnitt sitzen in der Schweiz nur 1,3 Personen in jedem Auto! In einem Bus hingegen nehmen locker und bequem 50 Personen Platz, in einem Zug gar 300 Menschen - dies entspricht den Insassen von über 200 Autos. Die Lärmemissionen der öffentlichen Transportmittel werden von den Verkehrsbetrieben und den Behörden ernst genommen. Verschiedene Gegenmassnahmen sind bereits eingeführt worden, wie geräuschärmere Motoren und Räder oder leisere Bremsklötze. Ein nationales Programm für die Lärmsanierung von Eisenbahnen sollte bis im Jahr 2015 etappenweise abgeschlossen sein.

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