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Fernseher

Der Fernseher kann zum Stromfresser werden

Auch wenn ein Flachbildfernseher bei gleicher Bildschirmgrösse weniger Energie verbraucht als ein älterer Ferseher mit Bildröhren, finden sich in den Haushalten immer öfter immer grössere Apparate, so dass die Energiesparvorteile der Flachbildschirme zunichte gemacht werden. Denn die Bildauflösung steigt nicht linear mit der Bildschirmgrösse an. Ein "Full HD" Fernseher mit 60 cm Bildschirmdiagonale weist dieselbe Anzahl Bildpunkte auf wie ein herkömmlicher Bildschirm mit 1,20 Meter Diagonale – also 1920 x 1080 Pixel. Aber der grosse Fernseher verbraucht viermal mehr Strom, und da seine Bildpunkte grösser sind, muss man sich in grösserer Entfernung hinsetzen, um ein gutes Bild zu erhalten.

Je nach Fernsehpparat, Empfangs- und Aufzeichnungsgeräten (Settop-Box), kann der Stromverbrauch eines Fernsehers sehr hoch werden – selbst dann, wenn man gar nicht fernsieht.

Berühren Sie die Bildchen am oberen Rand.

 

 

Mit Kollektivantenne oder Kabel

Der Fernseher wurde mit der Fernbedienung ausgeschaltet. Aber da er im Stand-by-Modus bleibt, verbraucht er weiterhin Strom. Soll er überhaupt keine Elektrizität mehr verbrauchen, schaltet man ihn mit dem Geräteschalter aus.

Steht die eigene Empfangsantenne auf dem Dach, ist es sehr gut möglich, dass sie mit einem Signalverstärker ausgerüstet ist, der ununterbrochen Strom verbraucht. Befindet sich der Stecker für diesen Verstärker auf dem Dachboden, ist es nicht immer einfach, diesen zusammen mit dem Fernseher auszuschalten. Verreist man aber in die Ferien, kann man ihn jedoch während dieser Zeit auszustecken. Es kann auch sein, dass der Zählerkasten einen Schalter für die Antenne besitzt, was es einfacher macht, den Verstärker vom Strom zu trennen.

 

Mit einem DVB-T-Empfänger (Aussen- oder Innenantenne)

Seit 2007 werden die Schweizer Programme nur noch digitalisiert ausgestrahlt (DVB-T = Digital Video Broadcasting – Terrestrial). Bei neueren Fernsehgeräten ist der DVB-T-Empfänger bereits integriert, um jedoch die Sendungen auf einem älteren Gerät anschauen zu können, muss ein DVB-T-Decoder angeschlossen werden.

Möchte man nicht unnötigerweise Strom verbrauchen, sollte man nicht nur den Fernsehapparat mit seinem Geräteschalter ausschalten, sondern auch den DVB-T-Decoder, denn in Stand-by-Position verbrauchen einige Modelle mehr als 100 Watt. Um sicher sein zu können, dass er keine Elektrizität verbraucht, steckt man ihn am besten gleich in einer Steckerschiene mit einem Kippschalter ein (denn einige Apparate verbrauchen sogar dann ein bisschen Strom, wenn sie mit dem Geräteschalter ausgeschaltet werden). Die meisten DVB-T-Decoder behalten die Programmierung auch dann bei, wenn sie während mehrerer Monate ausgeschaltet bleiben. Um herauszufinden, ob Ihr Gerät die Programmierung verlieren könnte, lesen Sie die Gebrauchsanleitung – oder wagen Sie einen Versuch.

 

Mit Kabel und einem Decoder

Die meisten Schweizer Haushalte haben einen Kabelanschluss für das digitalisierte Fernsehprogramm. Mit der Bezahlung eines Abonnements stehen einem eine grosse Auswahl an Programmen zur Verfügung. Wenn der Fernseher nicht mit einem CI-Slot (Karte) ausgerüstet ist, oder wenn der Programmanbieter dies verlangt (HD zum Beispiel), wird ein spezieller Decoder benötigt. Der Stromverbrauch dieses Decoders kann sehr hoch sein (mehr als 30 Watt), nicht nur wenn er in Betrieb ist, sondern auch wenn man ihn mit der Fernbedienung im Stand-by-Modus lässt (mehr als 10 Watt). Es lohnt sich also, ihn mit einer Mehrfachsteckdose mit Kippschalter vom Strom zu trennen (dies hat in der Regel keinen Programmierungsverlust zur Folge).

Informieren Sie sich beim Kauf eines neuen Fernsehers beim Händler, ob sie auf einen Decoder verzichten können, wenn Sie einen Apparat mit integriertem CI-Slot erwerben.

 

Mit Satellitenschüssel und Decoder

Schaltet man den Fernseher aus, muss man auch den Satelliten-Decoder ausschalten, da er sonst weiterhin Strom verbraucht, und zwar nicht nur für seine Funktionen, sondern auch, um die Satellitenschüssel zu versorgen – bei einigen älteren Modellen kann die Leistung bis 100 Watt betragen. 

Ein mit der Fernbedienung ausgeschalteter Decoder verbraucht ununterbrochen Strom (mehr als 15 Watt bei einigen Modellen). Um zu vermeiden, dass auch dann Strom verbraucht wird, wenn man nicht fernsieht, schalten Sie den Fernsehapparat und den Decoder mit den Geräteschaltern aus, und trennen Sie sie zusätzlich mit Hilfe einer Mehrfachsteckdose vom Stromnetz.

Die meisten Decoder behalten ihre Programmierung bei, wenn man sie vom Strom trennt. Sind Sie nicht sicher, lesen Sie erst die Gebrauchsanleitung – oder versuchen Sie es einfach einmal, dann wissen Sie es.

 

Ans Internet angeschlossen und mit einem Decoder (IPTV)

Fernsehen über Internet (das man auf seinem Computer mit einem Browser anschaut) ist nicht zu verwechseln mit IPTV. Für IPTV benötigt man nicht nur eine Internetverbindung mit einem DSL-Router, sondern zusätzlich auch einen Spezial-Decoder (TV-Box). Die Verwendung dieser zwei Apparate, die zusätzlich zum Fernsehgerät hinzukommen, macht diese Übertragungsart zum Stromfresser.

Um nicht unnötigerweise Strom zu verschwenden, wenn man nicht fernsieht, kann man die TV-Box in der Regel mit dem Geräteschalter an der Rückwand komplett ausschalten oder den "Deep Sleep-Modus" aktivieren. Letzteres ermöglicht es, die Programmierung von Aufnahmen beizubehalten. Schauen Sie doch einfach in der Gebrauchsanleitung nach (Papier oder Internet). Beachten Sie aber, dass beim darauf folgenden Einschalten der TV-Box die Bilder auf dem Fernseher erst nach einigen Minuten erscheinen.

Man kann auch den DSL-Router ausschalten, wenn man ihn nicht zum Surfen auf dem Internet oder für den Telephonempfang (IP-Telefon) benutzt. Schauen Sie in der Gebrauchsanweisung im Kapitel bzw. unter dem Stichwort "Stromsparen" nach, um herauszufinden, ob der Dienstanbieter verlangt, dass das Gerät während einiger Nächte für die Updates eingeschaltet bleiben muss.