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Fixtelefon

Telefonieren mit wenig Strom
und nicht zuviel Strahlung

Auf den ersten Blick gibt es nichts einfacheres als ein Fixtelefon. Aber in Sachen Stromverbrauch und Strahlung bestehen grosse Unterschiede zwischen den im Handel erhältlichen Apparaten.

Nehmen Sie die Hörer ab.

 

Ein einziges Kabel : der Stöpsel

Es wird oft vergessen, dass ein Fixtelefon nicht unbedingt an einer 230 Volt-Steckdose angeschlossen werden muss. Modelle, für welche die schwache Stromspannung des Telefonnetzes ausreicht, und zwar nicht nur für Klingelton und Gespräche, sondern auch für den Nummernspeicher, gibt es immer noch.

Zwei Kabel : der Stöpsel
und der 230 Volt-Anschluss

Die meisten in Katalogen angebotenen Telefonapparate funktionieren mit einem Adapter, der zusätzlich zum Telefonanschluss (oder Internetanschluss für IP-Telefone) an der Steckdose angeschlossen wird. Sie benötigen dauernd Strom, um Funktionen zu unterhalten, die man vielleicht gar nie braucht.

Bestimmte Telefone mit Kabel verfügen auch über die DECT-Technologie (Digital Enhanced Cordless Telecommunication), die bei schnurlosen Telefonen verbreitet ist: Sie geben Strahlung ab.

"Schnurlos" aber mit Strahlung

Moderne, schnurlose Telefone verwenden den DECT-Standard oder CAT-iq (high definition). Sie bestehen aus einer Basisstation, die an das Strom- und Telefonnetz (oder für IP-Telephone an das Internet) angeschlossen ist, sowie aus einem oder mehreren Handapparaten mit Akku. Der Handapparat gibt nur während der Gespräche Strahlung ab, die Basisstation hingegen immer.

Die Strahlungswerte des Handapparats liegen ungefähr 40-mal unter den empfohlenen Grenzwerten; diejenigen der Basisstation verringert sich mit zunehmender Distanz: Bei 20 cm Abstand liegt sie 25-mal unter den Grenzwerten, beträgt der Abstand einen Meter, ist sie 100-mal tiefer als die Grenzwerte.

Um die eigene Strahlenexposition gegenüber den elektromagnetischen Grenzfeldern zu reduzieren, ist es besser, die Basisstation mehr als 50 cm weit entfernt von dort, wo man sitzt, zu installieren. Die Strahlungen von Handapparaten lassen sich auch mit Headsets vermeiden (Kopfhörer und Mikrofon).

Schwache Strahlung und "Eco"-Modus

Gut zu wissen für den Kauf eines schnurlosen Telefons: Die Basisstationen bestimmter Modelle senden ununterbrochen Strahlungsimpulse aus, andere hingegen nur, wenn der Handapparat nicht in der Basisstation steckt.

Einige Geräte haben auch einen "Eco"-Modus: Der in der Basisstation eingesteckte Handapparat gibt eine reduzierte Strahlung ab. Aber man darf nicht vergessen, diesen Eco-Modus im Programm zu aktivieren.

Akku am Ende ?

Hat ein schnurloses Telefon Mühe, ein Gespräch aufrecht zu erhalten, sind vielleicht die Akkus ermüdet. Denken Sie daran: weder der Handapparat noch seine Akkus dürfen in den Abfalleimer geworfen werden, denn sie enthalten Schwermetalle und gefährliche Substanzen. Möchte man sein Telefon entsorgen, muss man es einem Telefonverkaufsgeschäft zurückgeben (kostenlose Rücknahmepflicht).

Klima und Gorilla

Telefonieren hat auch Auswirkungen auf die Umwelt. Ein Anruf auf dem Festnetz verbraucht zwischen 3 bis 5-mal weniger Energie als ein Anruf auf dem Mobiltelefon (GSM).

Der Wettlauf nach immer mehr Leistung bei Mobiltelefonen führt zu enormen "elektronischen" Abfällen. Gleichzeitig erhöht sich die Nachfrage nach Koltan, einem seltenen Erz mit aussergewöhnlichen elektrischen Eigenschaften. Diese Legierung aus Niob und Tantal wird hauptsächlich in Minen in der Republik Kongo abgebaut, und dies wiederum führt zur Ausrottung der letzten Berggorillas.