Abwasser und Sauberwasser

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"Getrennte" Kanalisation

Damit bei Regen das Niederschlagswasser nicht in Massen in die Kläranlagen gelangt – was die Wasserreinigung erschwert oder sogar komplett verhindert – schreibt das schweizerische Gewässerschutzgesetz getrennte Kanalnetze für Abwasser und Regenwasser vor. Diese doppelte Kanalisation wird "Trennsystem" genannt, im Gegensatz zum "Mischsystem" für verschmutztes und nicht verschmutztes Abwasser.

Das Trennsystem setzt sich in der Schweiz immer mehr durch. Aber einige Strassen sind so stark von Verkehrsstaub und Siedlungsabfällen verschmutzt, dass man dieses Regenwasser dennoch in eine Kläranlage leitet.

Berühren Sie das WC und die Regentropfen.

 

Abwasser

Der Toiletteninhalt und das zum Spülen gebrauchte Trinkwasser werden via die Kanalisation für Abwässer in die Kläranlage geleitet. Hier wird es in verschiedenen Becken gereinigt, unter anderem mit Hilfe von Mikroorganismen, die organische Materie zersetzen. "Klärung" bedeutet nicht, dass das Wasser, das aus der Kläranlage kommt, wirklich rein ist! Es ist viel schmutziger als die Gewässer, in die es zurückgeleitet wird. Und bestimmte Schadstoffe können nicht eliminiert werden. Deshalb sollte man nicht zu viel Reinigungsmittel verwenden und die Toilette nicht als Abfalleimer benutzen, wo Essensreste, altes Öl, Farbreste, Dünger, Pestizide etc. entsorgt werden.

 

Regenwasser (= Sauberwasser)

Der Regen, der auf Dächer und Strassen tropft, rinnt in die unterirdische Kanalisation.

Regenwasser ist grundsätzlich kaum verschmutzt und muss nicht gereinigt werden. Dennoch empfiehlt das Gesetz, es im Gelände oder über eine biologisch aktive Bodenschicht versickern zu lassen, bevor es in Flüsse oder Seen geleitet wird: Werfen Sie deshalb nichts in die Dolen und Rinnsteine, denn Sie könnten so die Natur direkt verschmutzen.