fbpx Zum Inhalt

Index der Farbwiedergabe (IRC oder Ra)

IRC (oder Ra)
– Farbwiedergabe-Index

8 Farbproben des standardisiertes Verfahrens Ra

Der IRC wird mit 8 Farbproben ermittelt
(standardisiertes Verfahren Ra)

Um den IRC-Farbwiedergabe-Index einer Lampe gemäss den Vorgaben der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) festzustellen, wird eine Palette von 8 Farben (R1 bis R8) verwendet. Für jede Farbe wird die jeweilige Farbwiedergabe unter der zu testenden Lampe und unter einem idealen Licht gemessen und anschliessend verglichen. Der IRC, welcher der Lampe schliesslich zugewiesen wird, ist ein Mittelwert aus den 8 Farbwiedergaben und den 8 Farbentests.
Da dieses Verfahren in den 1950er Jahren zum Testen der Leuchtstoffröhren und der Entladungslampen entwickelt wurde, ist es nur unzureichend für LED-Beleuchtungskörper geeignet, die erst seit kurzer Zeit zur Verfügung stehen. Um diesen Prüftest für LEDs gängig zu machen und ihn gleichzeitig zu optimieren, verwenden einige Berufsleute für Beleuchtungskörper zusätzlich zu den bereits erwähnten 8 Farben 7 weitere Farben (R9 bis R15).

Ra und R96a Farbproben

 

Alle Farben sehen (oder nicht sehen)

Dieser Index – der nicht mit der Farbtemperatur zu verwechseln ist – definiert die Farbwiedergabequalität einer Lampe bzw. bestimmt, ob wir unter dem Licht einer Lampe alle Farben unterscheiden können. Der IRC-Höchstwert ist 100.

Tageslicht besitzt einen IRC von 100. Der IRC von Glühbirnen und Halogenlampen (die ein kontinuierliches Lichtspektrum aufweisen) liegt nahe bei 100, auch wenn ihr Farbton ins Gelbliche weist. Der IRC der meisten im Handel erhältliche Leuchtstoff- und LED-Lampen, liegt etwa bei 80. Für beide Kategorien gibt es Modelle mit einem IRC grösser als 90 (ausgezeichnete Farbwiedergabe) oder unter 70 (mittelmässige Farbwiedergabe).

Der IRC von Leuchtstofflampen

Auf Leuchtstofflampen (Energiesparlampen und Leuchtstoff- bzw. Neonröhren) ist der IRC oft mit einem dreistelligen Code angegeben, der IRC und Farbtemperatur kombiniert. Nur die erste Zahl betrifft den IRC.

Leuchtstoffröhren, die mit einem IRC 90-100 eine ausgezeichnete Farbwiedergabe besitzen (Code 930, 940, 950...), weisen jedoch eine geringere Lichtausbeute auf und sind auf der Energie-Etikette in der Kategorie B eingestuft. Leuchtstofflampen mit einem IRC 80-89 (Code 827, 830, 840...) bieten eine gute Farbwiedergabe und eignen sich für Wohnung und Büro. Ihr IRC ist jedoch ungenügend für Arbeiten, bei welchen die Bestimmung der einzelnen Farben wichtig ist (z.B. in der graphischen Gestaltung, für Stoffdruck und Kleideranfertigung, in Schmuckateliers oder medizinischen Berufen etc.)

Lampen mit einem IRC 70-79 (Code 730, 740... oder einem eigenen Herstellercode) sollten für Korridore und solche mit einem IRC 60-69 oder tiefer (Code 630, 640... oder einem eigenen Herstellercode) für die Beleuchtung von Garage oder Keller verwendet werden. Leuchtstoffröhren mit einem kleinen IRC sind oft mit den Hinweis "Standard" versehen.

Der IRC von LED-Lampen

Der IRC von LED-Lampen, wie sie in grossen Warenhäusern angeboten werden, liegt meistens zwischen 75 und 85 – einige Lampen mit einem Standardsockel erreichen sogar Werte von 90-92. Im Fachhandel findet man LED-Beleuchtungskörper mit einem IRC bis 98.

Das Normverfahren zur Bestimmung des IRC von Lampen wurde in den 1950er Jahren festgelegt, um die Beleuchtung mit Leuchtstoffröhren und Entladungslampen, die hauptsächlich für die öffentliche Beleuchtung eingesetzt wurden, zu kennzeichnen. Es ist für die LEDs wenig geeignet, da diese ein ganz anderes Lichtspektrum aufweisen (siehe Lichtspektrum der Glühlampen). Deshalb kann eine LED-Lampe mit einem IRC von 80 ein sehr viel angenehmeres Licht bieten als eine Leuchtstoffröhre mit demselben IRC. Das fällt einem erst zu Hause beim direkten Vergleich zwischen den beiden Lampen auf.

Weitere Informationen über den IRC

  • Der IRC wird nicht besser, wenn man zwei gleiche Lampen mit mittelmässigem IRC statt einer einzigen installiert.
  • Die Farbtemperatur und der Farbwiedergabe-Index sind zwei verschiedene Dinge, obwohl sie zusammengehören: Trägt eine Leuchtstoffröhre oder eine LED-Lampe die Bezeichnung "Tageslicht", bedeutet dies nicht unbedingt, dass sie die Farben gut wiedergibt.
  • Ein kleiner IRC bedeutet nicht, dass alle Farben pauschal weniger gut wiedergegeben werden: einige Farben können untereinander nicht mehr unterschieden werden (zum Beispiel verschiedene Grün-Nuancen), andere hingegen sind gut wahrnehmbar.
  • Zwei verschiedene Lampen mit demselben IRC weisen nicht unbedingt die gleichen Schwächen bei der Farbwiedergabe auf. So können eine Kompaktleuchtstoffröhre und eine LED-Lampe zusammen ein angenehmeres Licht produzieren als zwei Lampen des gleichen Typs (ausprobieren mit Lampen mit gleicher Farbtemperatur).
  • Der IRC wird auch verwendet, um die Verglasung von Gebäuden und Fahrzeugen zu kennzeichnen. Glasscheiben sind nämlich nicht vollkommen durchsichtig, und sie können auch mit einer metallischen Schutzschicht versehen sein, die das Licht filtert – zum Beispiel um zu verhindern, dass Ausstellungsexponate in einer Vitrine durch Sonnenlicht beschädigt werden oder dass ein Büroraum oder ein Fahrzeuginnenraum zu stark erhitzt wird.

 

 Lumen und Lux

 Farbtemperatur

Das Lichtspektrum von Beleuchtungskörpern

Additive Farbmischung-RGB

Glühbirnen wählen – mit der Sonne als Vorbild