Zum Inhalt

Rasenmähen

Rasenmäher

Mähen, aber nicht zu kurz

Oft ist die Grösse und die Form des Geländes ausschlaggebend für die Wahl eines Rasenmähers. Als allgemeine Regel gilt: je grösser die Schnittbreite, um so schwieriger zu lenken und um so lauter der Motor. Es lohnt sich, den Kauf eines Rasenmähers mit "Mulchfunktion" in Betracht zu ziehen, denn ein solches Gerät hackt den Grasschnitt klein und wirft dieses Mulchmaterial gleich wieder aus: Das beste Mittel, um die Bodenfruchtbarkeit ohne Dünger und Pestizide zu erhalten. Beachten Sie auch die maximale Schnitthöhe: Bestimmte Modelle besitzen keine ausreichende Höhe um die Artenvielfalt zu fördern.

Berühren Sie die Rasenmähen.

 

Alkylatbenzin – ein Spezialtreibstoff

Alkylatbenzin ist heutzutage in vielen Geschäften erhältlich. Mit diesem Treibstoff können Verbrennungsmotoren von Gartengeräten mit einem etwa hundertmal geringeren Schadstoffausstoss betrieben werden. Er entwickelt vor allem viel weniger flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie z.B. Benzol (ein krebserzeugender Schadstoff).

Dieser Spezialtreibstoff eignet sich auch für Motorsägen und Laubbläser. Er wird besonders für 2-Takt-Motoren empfohlen, da diese ungefähr einen Drittel des Treibstoffs unverbrannt in die Luft abgeben! Ein weiterer Vorteil ist, dass er weniger Ablagerungen im Motor verursacht.

Aufsitzmäher / Rasentraktor

Benötigt man eine solche Maschine, hat man eine grosse Fläche zu unterhalten – und demnach die Möglichkeit, ein bisschen Platz für naturnahe Stellen einzuräumen. Ein Verstellung der Schnitthöhe lässt Streifen mit etwas höherem Gras stehen, in denen sich niedrig wachsende Blumen entwickeln: Gänseblumchen, Veilchen, Primeln... Wählen Sie einen 4-Takt-Motor und Spezialtreibstoff: Die Emissionen des Mähers sind deutlich weniger schädlich, und sie atmen weniger giftige Gase ein.

Motormäher

Modelle mit einem 2-Takt-Motor sind sehr umweltschädlich und meist auch die lautesten. Mit Verwendung von Alkylatbenzin wird die Toxizität der Abgase zwar deutlich verringert, besser ist es jedoch einen 4-Takt-Motor zu wählen. Informieren Sie sich über die Lärmemissionen: Schon 3 Dezibel weniger halbieren nämlich den Lärmpegel, d.h. ein Rasenmäher mit 94dB macht nur halb soviel Lärm wie ein Modell mit 97dB.

Es gibt auch Rasenmäher mit vom Motor angetriebenen Rädern, was das Stossen erleichtert (allerdings erhöht der Radantrieb den Treibstoffverbrauch). Rasenmäher mit „Mulchfunktion“ häckseln den Grasschnitt klein, der auf dem Rasen verbleibt und ihn auf natürliche Weise düngt.

Elektrischer Rasenmäher

Dieser Mäher muss mit einem Kabel an eine Steckdose angeschlossen werden. Während dem Mähen ist zwar etwas Beweglichkeit gefordert, dafür setzt aber man keine Schadstoffe frei. Informieren Sie sich über den Lärmpegel: Ein elektrischer Rasenmäher kann fast ebenso laut sein wie einer mit einem 4-Takt-Motor. Ursache des Lärms ist die Luftumwälzung durch das Schneideblatt.

Wählen Sie ein Modell mit mindestens 6 cm Schnitthöhe, um die Artenvielfalt des Rasens zu fördern und ihn vor Austrocknung im Sommer zu schützen.

Elektrischer Spindelmäher

Dies ist ein elektrischer Rasenmäher – mit oder ohne Kabel -, der das Gras gekonnt schneidet und es als Mulch auswirft. Er kann mit einem Grasfangkorb ausgestattet werden. Der Kabellose ist etwas schwerer, denn er ist mit einer aufladbaren Batterie ausgerüstet, was nicht unbedingt praktisch ist, denn die Batterie muss immer wieder aufgeladen werden. Gleichzeitig ist ihre Lebensdauer relativ kurz. Vergessen Sie nicht, die gebrauchte Batterie in einem Geschäft, das sie auch verkauft, (kostenlos) zurückzugeben, damit sie für die Umwelt gefahrlos rezykliert werden kann. Das ist wichtig, denn eine Batterie enthält giftige Schwermetalle und Säuren.

Mechanischer Spindelmäher

Hat nie eine Panne und kann sogar am Sonntag benutzt werden, denn er macht wenig bis fast gar kein Lärm. Bei selbstschleifenden Modellen ertönt beim Drehen der Spindel ein metallisches Geräusch, da die Klingen ein Schleifblech touchieren. Die Lautlosen müssen alle 4-5 Jahre geschliffen werden. Der Vorteil dieses Rasenmähers ist, dass er das Gras sehr klein schneidet (Mulch), so dass es auf dem Rasen liegen gelassen werden kann, wo es die Bodenaktivität verbessert. Es kann auch ein Grasfangkorb angehängt werden.

Bevor Sie einen Kauf tätigen, informieren Sie sich über die Schnitthöhe, denn einige Modelle haben nur eine sehr kurze von maximal 2,5 cm Schnitthöhe. Ein Spindelmäher kann auch als Zweitmäher für die Fitness-Tage in Betracht gezogen werden.

Sense und Blumenführer

Warum nicht einen Teil des Rasens wachsen lassen und ihn mit der Sense mähen, wenn die Blütensaison beendet ist (im August-September)? Dies kommt auch den Schmetterlingen und Vögel zugute. Als Ergänzung zur Sense oder Sichel kann ein guter Blumenführer dabei helfen aufzuzeigen, welche (noch) unbekannte Pflanzen auf der Wiese bleiben dürfen.

Rasenmäher-Roboter

Er funktioniert vollautomatisch mit Akku und kehrt selbstständig zu seiner Ladestation zurück. Der Grasschnitt muss nicht zusammengenommen werden, denn der Mähroboter kürzt das Gras nur wenig, dafür häufig (Mulch). Allerdings muss vor seiner Inbetriebnahme ein langes Begrenzungskabel verlegt werden, das die Flächen, die zu mähen sind bzw. die Bereiche, die nicht zu mähen sind (z.B. Blumenbeete und -rabatten), eingrenzt. Das Kabel wird entweder mit Haken befestigt oder im Boden verlegt (~20 cm tief). Ist der Mähroboter in Betrieb, steht das Kabel unter Spannung und sendet hochfrequente Funksignale aus.

Erkundigen Sie sich über den Geräuschpegel (die Lautstärke ist im Allgemeinen schwächer als bei einem klassischen elektrischen Rasenmäher) und welche maximal mögliche Steigung er bewältigen kann. Informieren sie sich zudem über die Schnitthöhen (die Mindesthöhe von 6 cm begünstigt die Artenvielfalt) und ob er mit einem Schlafmodus ausgestattet ist, in den er bei Inaktivität übergeht. Die Klingen müssen regelmässig ersetzt werden, die Akkus alle 2 bis 4 Jahre (gehören unbedingt ins Recycling).