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Goldfisch und Schildkröte

Zwei grosse Räuber

Oft entscheidet man spontan, einen kleinen Goldfisch oder eine junge Floridaschildkröte zu kaufen. Natürlich sind sie niedlich und angesichts ihres tiefen Kaufpreises ist es verlockend, einem Kind, das einen "kleinen" Gefährten pflegen möchte, eine Freude zu bereiten. Aber diese Tiere wachsen...

Berühren Sie die Tiere.

 

Stinkend und gefrässig

Sie ist wirklich niedlich, solange sie klein ist – aber eine Floridaschildkröte wird schnell gross. Sie wird aggressiv werden und beissen – ganz zu schweigen vom Geruch, der ihrem Aquarium entweicht, wenn man es nicht regelmässig von den Exkrementen säubert.

Möchte man sich so einer Schildkröte entledigen, darf man sie auf keinen Fall in die Natur entlassen. Sie überdauert unsere Winter, rottet andere Wassertiere durch ihre Gefrässigkeit aus und ist mit ein Grund für das Aussterben der Europäischen Sumpfschildkröte, einer in Mitteleuropa heimischen Wasserschildkröte (aber ja, das gibt es!), die bereits so schon Mühe hat, zu überleben.

Ein richtiger Haifisch!

Der Goldfisch ist aus dem Giebel (Carassius gibelio) gezüchtet worden, ein Fisch, der ursprünglich aus Asien stammt und bis 40 cm lang werden kann. Möchte man seinen Goldfisch nicht mehr haben, darf er auf keinen Fall in die freie Natur entlassen werden: weder in Seen, noch Flüsse oder Teiche. Denn er frisst alles, was sich bewegt: Kaulquappen, kleine Fische und Wasserinsekten. So hungert er einheimische Arten aus, die aufgrund der Umweltverschmutzung und Zerstörung ihrer Habitate auch so schon Mühe haben, zu überleben. Findet sich kein neuer Besitzer für den Goldfisch, und bringt man es nicht übers Herz, ihn zu töten (indem man ihm den Kopf abschneidet), werfen Sie ihn nicht in die Toilette, sondern versuchen Sie ihn im Verkaufsgeschäft zurückzugeben...

Andere exotische Aquarienfische wie Welse und Sonnenbarsche sind für die einheimische Tierwelt ebenfalls problematisch.