Goldfisch und Schildkröte

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Rotwangen-Schmuckschildkröte und Goldfisch: Zwei grosse Räuber

Oft erwirbt man aus einer Laune heraus einen kleinen Goldfisch oder eine junge Rotwangen-Schmuckschildkröte (in der Schweiz ist der Umgang mit diesen Tieren seit 2008 verboten und ihre Haltung reglementiert ist). Es stimmt, dass diese Tiere sehr niedlich sind, und es ist verlockend, einem Kind eine Freude zu bereiten, das sich einen "kleinen" Gefährten wünscht, um den es sich kümmern kann. Aber diese Tiere werden gross...

Berühren Sie die Tiere.

 

Rotwangen-Schmuckschildkröte: Stinkend und gefrässig

Sie ist wirklich niedlich, solange sie klein ist – aber eine Floridaschildkröte wird schnell gross. Sie wird aggressiv werden und beissen – ganz zu schweigen vom Geruch, der ihrem Aquarium entweicht, wenn man es nicht regelmässig von den Exkrementen säubert.

Möchte man sich so einer Schildkröte entledigen, darf man sie auf keinen Fall in die Natur entlassen. Sie überlebt unsere Winter, rottet andere Wassertiere durch ihre Gefrässigkeit aus und ist mit ein Grund für das Aussterben der Europäischen Sumpfschildkröte, einer in Mitteleuropa heimischen Wasserschildkröte (aber ja, das gibt es!), die bereits so schon Mühe hat, zu überleben.

Handel und Haltung von Rotwangen-Schmuckschildkröten sind in der Schweiz seit 2008 verboten. Personen, die eine solche Schildkröte seit mehreren Jahren halten, können sie dennoch behalten, sofern sie einen Vertrag über Gebrauchsleihe mit einer registrierten Einrichtung abschliessen.

Goldfisch: Ein richtiger Haifisch!

Der Goldfisch ist aus dem Giebel (Carassius gibelio) gezüchtet worden, ein Fisch, der ursprünglich aus Asien stammt und bis 40 cm lang werden kann. Möchte man seinen Goldfisch nicht mehr haben, darf er auf keinen Fall in die freie Natur entlassen werden: weder in Seen, noch Flüsse oder Teiche. Denn er frisst alles, was sich bewegt: Kaulquappen, kleine Fische und Wasserinsekten. So hungert er einheimische Arten aus, die aufgrund der Umweltverschmutzung und Zerstörung ihrer Habitate auch so schon Mühe haben, zu überleben. Findet sich kein neuer Besitzer für den Goldfisch, und bringt man es nicht übers Herz, ihn zu töten (indem man ihm den Kopf abschneidet), werfen Sie ihn nicht in die Toilette, sondern versuchen Sie ihn zurück in den Laden oder in einen Zoo zu bringen...

Andere exotische Aquarienfische wie Welse und Sonnenbarsche sind für die einheimische Tierwelt ebenfalls problematisch.