Öffentlicher Verkehr

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Zug, Tram, Bus, Postauto, Schiff, Stand- und Luftseilbahn: Die Schweiz besitzt ein weltweit einzigartiges, dichtes Netz von öffentlichen Transportmitteln mit hervorragenden Verbindungen und regelmässigen Abfahrtszeiten nach Taktfahrplan. Insgesamt wird von privaten, öffentlichen oder gemischten Betreibern eine Gesamtstrecke von 28'000 km betreut. Auf dem 3265 km umfassenden SBB-Schienennetz der Schweizerischen Bundesbahnen (www.sbb.ch) verkehren im Verhältnis zu seinem Umfang die meisten Reisenden und Güter von ganz Europa.

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Globale Auswirkungen

Die meisten Züge, Trams und Trolleybusse, die in der Schweiz verkehren, werden mit Strom betrieben. Da dieser Strom hauptsächlich aus Wasser- und Atomkraftwerken stammt, fallen bei der Produktion wenig CO2-Emissionen an. Aber die Schweiz importiert auch Strom aus Heizkraftwerken, welche Erdöl, Erdgas oder Kohle verbrennen (siehe Strom-Mix): öffentliche Verkehrsmittel tragen deshalb ebenfalls zur weltweiten Klimaerwärmung bei. Berücksichtigt man allerdings die pro Fahrgast zurückgelegten Kilometer, verbraucht ein Auto etwa 12-mal mehr und ein Flugzeug sogar 20-mal mehr Energie als ein Zug.

Kosten

Die weltweit einmalige Institution des Generalabonnements, das auf sämtlichen Zugstrecken und für alle städtischen Verkehrsbetriebe (Bus, Tram, Schiff) der Schweiz gültig ist, kostet monatlich rund CHF 332.- (16-25 Jahre: 232.-). Das ist günstiger als ein Kleinwagen, für den man etwa 500.- pro Monat hinblättern muss. Es lohnt sich, das breite Angebot an verschiedenen Tickets und Abonnements zu studieren. Wenn man nur selten verreist, ist es vielleicht sinnvoller, sich für Mehrfahrten- oder Prepaidkarten zu entscheiden. Mit dem Halbtax-Abonnement (185.-/Jahr) wiederum kann man das Streckennetz der SBB und der Postautos zum halben Preis benutzen. Es berechtigt in einigen Städten auch zu Preisreduktionen auf Busbilletten sowie zu Ermässigungen bei Seilbahnen.

Dauer der zurückgelegten Strecken

Die Schweiz führte als eines der ersten Länder überhaupt bereits 1982 den Taktfahrplan ein. Die Abfahrtszeiten werden jede Stunde auf dieselbe Minutegelegt, z.B. auf 8.13 Uhr, 9.13 Uhr, 10.13 Uhr usw. Die Anschlüsse werden nach dem Prinzip der Eisenbahnknotenpunkte garantiert: In den grossen Bahnhöfen treffen die Regionalzüge und -busse kurz vor der Abfahrt der Direktzüge oder InterCitys ein und fahren kurz nach deren Ankunft ab.

Die Schweizer Züge bleiben die pünktlichsten in Europa: Fast 89% der Passagiere kommen pünktlich am Zielort an.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Das Benutzen des öffentlichen Verkehrs ist gesund. Zunächst, weil die Nutzerinnen und Nutzer von Bussen und Zügen längere Strecken zu Fuss zurücklegen als Motorradfahrer und Automobilistinnen. Zudem ist die Luft, die sie im Zug oder im Bus einatmen, besser: Sie enthält fünf- bis achtmal weniger Benzol als die Luft in einem Auto. Benzol ist eine flüchtige Substanz, die als krebserregend gilt und auch in Tabakrauch auftritt. Benzol stammt in erster Linie aus dem nicht verbrannten Benzin in den Autoabgasen. Was das Risiko eines tödlichen Unfalls pro zurückgelegtem Kilometer angeht, so sind die öffentlichen Transportmittel 22-mal sicherer als das Auto.

Lärm

Ein Bus oder ein Zug erzeugen mehr Lärm als ein Wagen. Doch im Schnitt sitzen in der Schweiz nur 1,3 Personen in jedem Auto! In einem Bus hingegen nehmen locker und bequem 50 Personen Platz, in einem Zug gar 300 Menschen – dies entspricht den Insassen von über 200 Autos. Die Lärmemissionen der öffentlichen Transportmittel werden von den Verkehrsbetrieben und den Behörden ernst genommen. Verschiedene Gegenmassnahmen sind bereits eingeführt worden, wie geräuschärmere Motoren und Räder oder leisere Bremsklötze.

Alle öffentlichen Transportmittel

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