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Scooter und Motorrad

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Mit dem Scooter oder Motorrad unterwegs

Scooter und Motorräder zeichnen sich im Stadtverkehr durch gewisse Vorzüge aus: Sie sind schnell, wendig und leicht zu parkieren. Doch sie besitzen auch Nachteile: Die Lenker sind häufiger in Unfälle verwickelt, die Fahrzeuge dieser Kategorie gehören oft zu den lautesten und stossen am meisten Abgase aus.

Zurzeit gelten für Zweiräder weniger strenge Abgasvorschriften als für Autos. Dennoch haben einige Hersteller glücklicherweise damit begonnen, Motoren zu bauen, die der Umwelt und der Gesundheit weniger schaden.

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Globale Auswirkungen

Zweiräder mit kleinem Hubraum besitzen oft einen klassischen Zweitaktmotor, der mit einem Benzin-Öl-Gemisch betrieben wird und viele Schadstoffe ausstösst. Über ein Viertel des Brennstoffs wird unverbrannt in die Atmosphäre gepustet, das ist 100-mal mehr als bei einem Auto! Im Sommer tragen diese Emissionen – es handelt sich vor allem um flüchtige Kohlenwasserstoffe – zur Bildung von Ozon bei, das die Lunge reizt.

Der Zweitakter mit Direkt-Einspritzmotor ist viel effizienter und weniger umweltschädlich. Man kann ihn mit dem Viertaktmotor vergleichen, doch er besitzt keinen Katalysator und stösst mehr Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoffe aus als ein Automotor. Motorräder mit grossem Hubraum wiederum haben einen besseren Ruf als Scooter und Roller. Durch ihre Leistung verführen sie aber zu rasantem Beschleunigen, was den Brennstoffverbauch stark erhöht und grossen Lärm erzeugt.

Kosten

Amortisierung des Kaufpreises, Service beim Garagisten, Benzin, Steuern und Versicherungen: Berücksichtigt man wirklich sämtliche Kosten, muss man für einen Scooter oder ein Motorrad monatlich mehrere hundert Franken aufbringen. Legt man nur kürzere Strecken zurück und sitzt dabei allein im Sattel, würde sich die Anschaffung eines E-Bikes lohnen: Durch die Anstrengung beim Pedaletreten bleibt man fit und innerorts bewegt man sich fast gleich schnell voran. Ein Elektrovelo von bester Qualität kostet zwar zwischen CHF 3000 bis 4000.-, doch das Aufladen der Batterie mit einer Autonomie von 50 km macht weniger als zehn Rappen aus!

Dauer der zurückgelegten Strecken

Auf kurzen Strecken sind Scooter und Motorrad weiterhin unschlagbar, vor allem, wenn der Fahrer sich nicht an die Verkehrsregeln hält! Es wird nämlich oft vergessen, dass Scooter und Motorräder, aber auch Mofas mit kleinem Hubraum (50 cm3), den Fahrradstreifen nicht benutzen dürfen. Die Ausnahme: Das Fahren auf dem Velostreifen ist ihnen, wie auch den Autos, erlaubt, wenn dieser durch eine unterbrochene Linieabgetrennt ist, und falls der Fahrradverkehr nicht behindert wird.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Da die klassischen Zweitaktmotoren das Benzin nur unzureichend verbrennen, schaden die von ihnen ausgestossenen Abgase der Gesundheit. Diese enthalten insbesondere Benzol und andere flüchtige organische Verbindungen (engl. VOC), die erwiesenermassen krebserregend sind.

Ausserdem sind Lenkerinnen und Lenker von Motorrädern und Scootern häufiger Opfer von Verkehrsunfällen. Ihr Risiko, einen tödlichen Unfall zu erleiden, ist bei ihnen pro zurückgelegtem Kilometer 18-mal höher als bei Automobilisten (bei Radfahrern ist die Wahrscheinlichkeit 7-mal höher, bei Fussgängern 6-mal höher). Gemäss den Statistiken in der Schweiz stirbt ein Motorrad- (oder Scooter-)fahrer mit sieben- bis achtmal höherer Wahrscheinlichkeit pro Stunde im Sattel seines Gefährts als ein Velofahrer.

Elektroscooter (E-Roller)

Keine Abgasemissionen, fast kein Lärm und ein geringer Wartungsaufwand: Der Elektroscooter stellt eine interessante Alternative zum normalen Roller mit Motor dar, vor allem im Stadtzentrum, wo man mit weniger als 50 km/h unterwegs ist.

Gewisse ältere Modelle besitzen einen fixen Akku, der mit Hilfe einer Steckdose in der Nähe des Gefährts aufgeladen werden muss. Jüngere Modelle haben eine abnehmbare Batterie, die man zu Hause oder am Arbeitsplatz aufladen kann. Die Reichweite beträgt rund 50 km. Je nach Leistung und Gewicht des Geräts kommt der Energieverbrauch zwischen 4 bis 8 kWh pro 100 km zu liegen, was ungefähr 0,4 bis 0,8 Liter Benzin entspricht. Die Batterie hat eine beschränkte Lebensdauer und kostet mehrere hundert Franken, doch die Kosten pro Kilometer liegen immer noch weit unter denjenigen der motorisierten Roller. Auf die Lebensdauer gerechnet ist die CO2-Bilanz eines Elektroscooters weitaus vorteilhafter als diejenige eines benzinbetriebenen Rollers.

Verbrauch

Ein motorisiertes Zweirad verbraucht unabhängig vom Hubraum im Schnitt 5,4 Liter Treibstoff auf 100 km. Es sind aber bereits Motorräder mit 125 cm3 im Handel erhältlich, die nur knapp 3 Liter auf 100 km verbrennen, sowie grosse Motorräder mit 1000 cm3, die unter 5 Liter liegen. Diese Geräte haben etwas gemeinsam: Sie entwickeln schon bei niedriger Tourenzahl viel Leistung, so dass man gar nicht in den hohen Drehzahlbereich kommen muss, um in den nächsthöheren Gang zu schalten

Ein herkömmlicher Zweitakter verbraucht auch Öl, das entweder direkt dem Benzin zugesetzt wird (Zweitaktgemisch) oder aus einem Extratank in den Motor fliesst. Die Umweltbelastung wird um die Hälfte reduziert, wenn man ein synthetisches oder mineralisches Öl mit dem Vermerk JASO FC oder ISO EGC wählt.

Lärm

Wegen des Zweitaktmotors und ihrer automatischen Gangschaltung sind kleine Scooter sehr laut. Doch wie auch bei den Motorrädern ist ein Teil des Krachs auf das Verhalten des Lenkers oder der Lenkerin zurückzuführen. Das ungestüme Beschleunigen beim Anfahren – der sogenannte Kavalierstart – belästigt das Gehör der Nachbarn, Fussgänger und anderen Verkehrsteilnehmer am meisten. Dieses hochtourige Beschleunigen verbrennt besonders viel Treibstoff und sorgt in der Folge für eine stärkere Belastung der Umwelt durch Abgase.

Was viele nicht wissen: Ein Motorrad verursacht beim vernünftigen Anfahren im Schnitt weniger Lärm als ein Auto! Leider scheint es vielen besonderes Vergnügen zu bereiten, ihren Motor laut aufheulen zu lassen...