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Sorgfältiger Umgang mit Wasser

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Glühwürmchen
 
 
 
 
 
 

... alles fliesst in die ARA

Alle Abflussrohre aus den Haushalten laufen zusammen und leiten das Abwasser in eine Abwasserreinigungsanlage (ARA). Deshalb muss ALLES, was man in den Ausguss und ins WC leert, weiter unten wieder gereinigt werden, um zu verhindern, dass Seen und Flüsse zu stark verschmutzt werden. Trotz der Abwasserreinigung entdeckt man in unseren Gewässern eine immer grösser werdende Anzahl verschiedener synthetischer Substanzen, die nur schwer abbaubar sind: die Mikroverunreinigungen. Sie stammen aus unseren täglichen Aktivitäten: Kleiderwäsche, Geschirrspüler, Haushalt, Körperpflege, Schminke, Basteln, Gartenarbeiten...

Berühren Sie die Geräte und die sanitären Einrichtungen.

 

Sparsamer Einsatz von Reinigungsmitteln

Badewanne

Drei Anweisungen sind zu befolgen: Wählen Sie Putzmittel, die so gering umweltbelastend wie möglich sind (mit Ökolabel), verwenden Sie sie äusserst sparsam und benutzen Sie keine unnötige Substanzen. Verzichten Sie besonders auf schaumbildenden Badezusätze, die die Badewanne in einen Champagnerkelch verwandeln. Verwenden Sie Bade- und Duschmittel sehr sparsam. Und wenn Sie die Badewanne oder die Dusche reinigen, denken Sie daran, dass auch das ökologischste Putzmittel der Natur nicht gut tut.

3 erneuerbare Produkte

Lavabo

Einen Haushalt kann man mit nur 3 Produkten sauber halten: Flüssige Schmierseife, Putzessig und Putzalkohol. Diese Wahl steht im Einklang mit der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen, vorausgesetzt die Produkte sind auf Basis natürlicher Rohstoffe hergestellt. Um das Waschbecken zu entstopfen, können Sie es zuerst auch mit der Saugglocke versuchen, statt sofort auf ein chemisches Produkt zurückzugreifen. Nützt dies nichts, schrauben Sie den Siphon auf und lassen Sie den Schmutz in einen Eimer ablaufen.

"Schmutzige Wäsche" – oft gar nicht so schmutzig

Oft waschen wir Kleider, die nur kurz getragen wurden und kaum Flecken aufweisen. Was sie schmutzig macht, sind vor allem Absonderungen unserer Haut (Hautschüppchen, Schweiss, Talg), Körperpflegeprodukte (Bodylotion, Kosmetika), Staub und – wer hätte das gedacht? – Waschmittelrückstände. Genau darauf beruht auch die bedingt "magische Wirksamkeit" von Wäschekugeln: Sie kommen ohne Waschmittel aus, und ein Waschgang in reinem Wasser reicht oft schon aus, um die Kleider sauber zu machen.

Seit 1986 sind in der Schweiz Phosphate in Waschmitteln verboten, um der Verschmutzung von Seen entgegenzuwirken. Waschmittel enthalten aber noch andere, gewässerverschmutzende Substanzen: oberflächenaktive Tenside, optische Aufheller, Duftstoffe, Bleichmittel... Wählen Sie Produkte, die mit einem Ökolabel ausgezeichnet sind und verwenden Sie sie sparsam.

Das WC ist kein Abfalleimer

WC

Nicht ins WC werfen: Reinigungstücher, Binden, Wattestäbchen etc. verstopfen die Kanalisation und erschweren die Wasserreinigung. Dasselbe gilt für die Einstreu von Katzenkisten und Vogelkäfigen. All diese Abfälle gehören in den Abfalleimer. Flüssigkeiten wie altes Frittieröl, abgelaufene Medikamente, Restprodukte von Bastelarbeiten oder aus dem Garten gehören in eine Recyclingstelle. Sie stören nicht nur den Klärungsprozess des Abwassers, sondern landen teilweise auch in Seen und Grundwasser – woraus wir unser Trinkwasser beziehen!

Im Abflussloch verschwindet nichts für immer

Spülbecken

Wasser muss von allem, was man in das Spülbecken oder das WC giesst, gereinigt werden. Verwenden Sie deshalb wenig Abwaschmittel für die Geschirrwäsche, und wenig Reinigungsmittel für die Spüle und die Arbeitsflächen. Giessen Sie auf keinen Fall Lösungsmittel für Farben oder altes Öl in das Spülbecken oder das WC: Hierfür gibt es Sammelstellen und Geschäfte, in denen man diese Flüssigkeiten kostenlos zurückgeben kann. Denken Sie daran: Im Grunde ist der Abfluss direkt mit dem Wasserhahnen verbunden!

Geschirrspülen, ohne das Wasser zu stark zu belasten

Geschirrspülen

Im Verhältnis zu Tabs hat Geschirrspülmittel in Pulverform den Vorteil, dass es dosiert werden kann. Bei jedem Spülgang kann man ein bisschen weniger verwenden, bis man herausgefunden hat, wieviel Mittel wirklich nötig ist. Wählen Sie ein Spülmittel ohne Phosphate, um die Gewässer zu schonen. Gut zu wissen ist auch, dass auf den Klarspüler verzichtet werden kann, wenn man ein paar Wassertropfen auf den Gläsern nicht fürchtet. Vermeiden Sie auch Deodorants und Desinfektionsmittel. Es ist besser, den Filter und die Sprüharme des Geschirrspülers regelmässig zu reinigen, was die Waschkraft erhöht. Vergessen Sie auch nicht, regelmässig die Türdichtungen zu reinigen, an denen sich oft ekelerregende Verschmutzungen festsetzen.