Thermostatventil

Ein Thermostatventil ist kein einfacher Heizkörperhahn: In seinem dicken Einstellkopf verbirgt sich ein Mechanismus, der sich je nach Raumtemperatur ausdehnt oder zusammenzieht. Deshalb kann man mit solch einem Ventil die Temperatur jedes Zimmers individuell und optimal regeln. Es wird eine Position gewählt, die im Allgemeinen von 1 (am wenigsten warm) bis 5 (am wärmsten) reicht. Die Frostschutz-Stellung * befindet sich vor der Einstellung "0" (vollständig geschlossen).

Für Wohnzimmer und Küche werden die Thermostatventile normalerweise zwischen Position 3 und 4 eingestellt (20-22°C), für Badezimmer wird Position 4 (22°C) empfohlen, für Schlafzimmer zwischen 2 und 3 (18-20°C), für den Eingangsbereich 2 (17°C) und für andere, seltener benutzte Räume wie Gastzimmer, Waschküche etc. ist Position 1-2 (15-17°C) ausreichend.

Sinkt die Raumtemperatur, zieht sich der Mechanismus zusammen und lässt mehr Warmwasser in den Heizkörper, um die Heizleistung zu erhöhen. Steigt die Raumtemperatur, dehnt sich der Mechanismus aus und schliesst die Wasserzufuhr.

Bei richtiger Benutzung ermöglicht das Thermostatventil Energieeinsparungen, denn es schliesst sich automatisch, wenn zusätzlich zur Heizung Wärme in den Raum gelangt: z.B. Sonneneinstrahlung durchs Fenster, Ofen, Cheminée. Vergisst man aber, es beim Lüften zu schliessen, reagiert das Ventil auf die kühlere Temperatur und lässt den Heizkörper auf Hochtouren laufen.

Es wird empfohlen, die Thermostatventile im Sommer auf maximalen Durchfluss (auf 5) zu stellen, um den Dehnungsmechanismus zu entspannen (vergewissern Sie sich aber vorher, dass die Heizung ausgeschaltet ist).