Fahrradreifen wieder aufpumpen

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Fahrradreifen wieder aufpumpen

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Tipps und Tricks zum richtigen Aufpumpen von Fahrradreifen.
Fahrrad

Pro zurückgelegten Kilometer wendet ein Fahrradfahrer bis zu fünfmal weniger Energie auf als ein Fussgänger. Diese Effizienz kann aber schnell tiefer ausfallen, wenn die Reifen nicht genügend aufgepumpt sind.

Luftpumpe mit Manometer

Zu wenig aufgepumpte Reifen verlangen dem Fahrer eine grössere Anstrengung ab. Vielfach ist man sich dessen gar nicht bewusst und glaubt, dass man selber nicht mehr in Form ist! Derselbe "Leistungsrückgang" gilt auch für E-Bikes: Fehlt Luft in den Pneus, müssen Motor und Muskelkraft mehr Energie aufwenden. Deshalb wird mehr Strom zum Fahren benötigt...

3 Ventil‑Typen

Hat man sein Fahrrad mehrere Monate nicht mehr benutzt, kann es vorkommen, dass die Reifen so platt sind, dass man glaubt, sie seien kaputt. Es ist aber ganz normal, dass die Luft nach und nach aus den Pneus entweicht. Schwierigkeiten beim Aufpumpen können mit dem Ventil zusammenhängen, aber solche Probleme lassen sich meist ganz einfach lösen. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Ventil-Typen, und für alle drei einen Trick, um das Ventil, bevor die Luftpumpe angeschlossen wird, entweder zu lösen oder wieder Instand zu setzen (siehe unten oder auf der Seite Fahrradpneus aufpumpen).


Presta-Ventil (Sclaverand-Ventil): erst die kleine Mutter oben am Ventil etwas aufdrehen (aber nicht vollständig abschrauben), dann auf das Ventil drücken, um es zu lösen – ist noch Luft im Reifen, hört man es zischen.

Schrader-Ventil (Auto-Ventil): Vor dem Aufpumpen das Ventil lösen, indem man mit dem Finger, einem Schlüssel oder dem Rücken der Ventilkappe auf den kleinen Stift drückt – ist Luft im Pneu, hört man es zischen.

Dunlop-Ventil: Sollte die Luft beim Pumpen nicht im Reifen bleiben – oder verliert der Reifen während des Aufpumpens plötzlich die Luft, schrauben Sie das Ventil ab und überprüfen Sie den kleinen Gummischlauch, der über das Ventil gezogen ist. Er sollte das kleine Loch im Ventil verdecken. Ist er zerrissen, trocken oder in die Reifenkammer gefallen, muss er ausgewechselt werden (im Schlauch-Reparturset vorhanden). Manchmal kann auch der alte noch einmal verwendet werden: drehen Sie ihn, so dass die intakte Stelle das Loch verschliesst.
Achtung: schrauben Sie das Ventil nur ab, wenn die Luftkammer wirklich keine Luft mehr enthält, da es sonst durch den Druck weggeschleudert werden könnte!

Eine gute Luftpumpe mit Manometer

Zum Aufpumpen eines Fahrradreifens kann man selbstverständlich die kleine Pumpe verwenden, die man meistens beim Kauf eines neuen Fahrrads erhält. Sie dient hauptsächlich dazu, einen Platten während der Fahrt zu beheben, um das Fahrrad jedoch gut in Schuss zu halten, ist sie weniger geeignet. Benutzt man sein Fahrrad regelmässig, wird man den Kauf einer soliden Luftpumpe, die unkompliziert zu gebrauchen ist, nicht bereuen. Bewährt haben sich Modelle, die mit dem Fuss auf dem Boden gehalten werden (vgl. Foto oben). Vergewissern Sie sich, dass der Schlauch auswechselbare Ventilköpfe hat, die auf alle drei gängigen Ventil-Typen passen. Ein höchst nützliches Extra bieten Luftpumpen mit integriertem Manometer, also mit einer Druckanzeige, welche den Luftdruck im Reifen angibt. Der Luftdruck wird in der Regel in zwei Einheiten angegeben: in Bar und in PSI (Pounds per Square Inch)

Manometer

1 Bar entspricht ungefähr 14,5 PSI
100 PSI entsprechen ungefähr 7 Bar

Mit dem optimalen Reifendruck unterwegs

Je stärker ein Pneu aufgepumpt ist, desto weniger platten die Räder unter dem Gewicht des Fahrers ab. Dadurch wird die Kontaktfläche des Reifens auf dem Boden kleiner: das Fahrrad läuft gut, der Rollwiderstand auf dem Teer ist gering, und man fährt flott mit weniger Anstrengung. Sind die Reifen allerdings zu stark aufgepumpt, werden sie so hart, dass sie über Unebenheiten im Boden hüpfen statt sie abzufedern. Diese Erschütterungen sind nicht nur dem Komfort abträglich – sie verlangen auch mehr Anstrengung vom Fahrer und führen so zu einem Leistungsabfall. Hinzu kommt, dass das Fahrrad schwieriger zu lenken ist und auch weniger gut bremst, vor allem auf nassen Strassen.

Ein optimaler Reifendruck ist deshalb ein Kompromiss zwischen Leistung und Komfort. Er variiert je nach Pneu-Typ und Gewicht des Fahrers. Je schmaler der Reifen, desto weniger Luft kann er fassen, weshalb sein optimaler Reifendruck eher hoch ist. Je schwerer der Fahrer, desto stärker sollte auch der Reifen aufgepumpt sein.

Mountain-Bike-Fans pumpen die Reifen ihrer geländegängigen Velos hingegen nur schwach auf (zwischen 1,5 und 3 Bar, je nach Gewicht, Reifentyp und Gelände), denn sie sollen die Hindernisse abfedern, auf der Piste haften und gut bremsen. Rennvelofahrer wählen einen Druck, der bis zu viermal höher liegt (7 bis 9 Bar), denn sie müssen in erster Linie die Leistung ihrer Muskelkraft maximieren.

Fährt man in der Stadt Fahrrad, rollt man meist auf Teer. Der hierfür optimale Reifendruck liegt sich in der Regel zwischen 3,5 und 6 bar, je nach Pneu-Typ und Gewicht.

Angaben auf der Pneuflanke

Angaben auf der Pneuflanke

Der vom Hersteller vorgesehene minimale und maximale Reifendruck ist auf der Pneuflanke aufgedruckt. Meist ist er in zwei Einheiten angegeben: Bar und PSI (Pounds per Square Inch). Beachten Sie, dass "inflate" auf Englisch aufpumpen bedeutet. Je schwerer Sie sind, umso mehr profitieren Sie, wenn Sie die Pneus bis zum angegebenen Maximum aufpumpen. Seien Sie aber vorsichtig dabei, denn Reifen mit zu hohem Druck können platzen! Behalten Sie deshalb beim Aufpumpen das Manometer der Pumpe sowie den Pneu im Auge – so können Sie vermeiden, dass er Risse bekommt. Durch Abnützung, Sonneneinstrahlung und Umweltverschmutzung (Stickstoffoxid und Ozon) werden die Reifen mit der Zeit weniger strapazierfähig.

Sollten Sie nach dem Aufpumpen die Bodenunebenheiten unangenehm spüren, können Sie immer noch etwas Luft aus den Pneus lassen, um Ihren Fahrkomfort zu erhöhen. Dies empfiehlt sich auch bei einer Spazierfahrten auf Feldwegen.

Müssen Sie einen Pneu wechseln, vergleichen Sie den Reifendruck der verschiedenen Modelle und wählen Sie einen solchen, der bei gleicher Grösse mehr Bar oder PSI verträgt, vor allem, wenn Ihr Fahrrad mehr als 70 kg tragen muss. Das gilt besonders für Hinterradreifen von Stadtvelos, da sie fast zwei Drittel des Gewichts aufnehmen.

Pumpen Sie die Reifen regelmässig auf

Wie bereits oben erwähnt, können auch Fahrradreifen in gutem Zustand Luft verlieren, und zwar bis zu 0,5 Bar pro Woche. Um Ihre Anstrengungen in Grenzen zu halten, und auch damit Sie nicht das Vergnügen am Fahren verlieren, sollten die Reifen regelmässig, aber mindestens alle zwei Wochen aufgepumpt werden. Mit einer guten Pumpe ist dies im Handumdrehen erledigt.

Fahrradpneus aufpumpen, eine interaktive Seite auf dieser Internet-Site.

Merkblatt "Aufpumpen von Velopneus", das zum Beispiel im Veloraum aufgehängt werden kann.