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Wussten Sie schon?

Nur spezielle Kühl- und Gefrierschränke funktionieren gut in der Kälte

Ein Gefrierschrank im Schnee

«Kann ich meinen Kühl- oder Gefrierschrank im Winter in einem ungeheizten Raum (Keller oder Garage) oder sogar auf dem Balkon aufstellen? Das würde doch helfen Strom zu sparen, nicht wahr?»

– Auf den ersten Blick scheint dies eine gute Idee zu sein, denn man folgert aus der Feststellung, dass je kälter es ist, umso weniger Strom müsste das Gerät für seinen Betrieb verbrauchen. Grundsätzlich scheint es widersinnig zu sein, elektrischen Strom zu verbrauchen, um im Innen im Gerät Kühle zu erzeugen, wo es doch draussen winterlich kalt ist!

In der Praxis raten die Hersteller dringend davon ab, einen Kühl- oder Gefrierschrank ausserhalb des Bereichs seiner Klimaklasse aufzustellen (siehe weiter unten), d.h. nicht unter 10°C für die meisten in der Schweiz verkauften Geräte. Es gibt allerdings einige Modelle, die in kälteren Temperaturbereichen betrieben werden können. Hierunter fallen Gefrierschränke, die eine Temperatur von 5°C ertragen (Marke Liebherr) und sogar noch bis -15°C funktionstüchtig bleiben (Marke Beko, Modell Freezer Guard).

Alte Modelle ertragen die Kälte besser

Einige Kühl- und Gefrierschränke älteren Datums können ohne grosse Probleme im Bereich von 3-4°C funktionieren, auch wenn die Hersteller davon abraten. Moderne Geräte hingegen, die so optimiert worden sind, um eine besonders hohe Energieeffizienz zu erzielen, erfordern in den meisten Fällen, dass man ihre Klimaklasse berücksichtigt, ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Kompressor festsetzt oder dass der Kompressor vorzeitig altert. Wird es in der Kälte aufgestellt, könnte beim Gerät eine Panne auftreten, was für Lebensmittel in einem Kühlschrank nicht allzu schlimm wäre, da sie zwischen 2 und 8°C gelagert werden. Für tiefgefrorene Lebensmittel wäre dies hingegen einiges problematischer, müssen diese doch bei minus 18°C aufbewahrt werden.

Klimaklassen von Kühl- und Gefrierschränken

Die Klimaklassen von Kühlschränken und Gefrierschränken

Jeder Kühl- oder Gefrierschrank trägt in der Regel ein Geräte-Typenschild (oft an der Rückseite des Geräts angebracht), auf welchem nicht nur seine elektrischen Daten vermerkt sind, sondern auch die seiner Klimaklasse – oder anders gesagt: die minimalen und maximalen Umgebungstemperaturen, in der das Gerät betrieben werden soll. Denn ein Kühlschrank, der in den Tropen läuft, enthält eben nicht das selbe Gasgemisch wie ein Gerät, das für gemässigte Klimazonen vorgesehen ist. Beim Kauf eines Kühlschranks oder Gefriergeräts sollte man diese Information immer überprüfen. Und zwar nicht nur die Minimaltemperatur, denn im Zuge der Klimaveränderung müssen auch Kühl- und Gefriergeräte wärmere Temperaturen aushalten.

Ein Thermometer mit Memory-Funktion

Thermometer mit Speicher für Kühl- und Gefrierschrank

Entscheidet man sich dafür, seinen Kühlschrank oder seine Kühl-Gefrierkombination im Winter an einem ungeheizten Ort aufzustellen, sollte man sich bewusst sein, dass die Temperatur unter die empfohlene Umgebungstemperatur fallen kann und dass die im Kühlschrank gelagerten Lebensmittel gefrieren können.

Um festzustellen, ob die gekühlten oder tiefgefrorenen Lebensmittel längere Zeit zu tiefen oder zu hohen Temperaturen ausgesetzt waren, kann man einen digitalen Thermometer mit Memory-Funktion (Kostenpunkt zwischen CHF 10 und 25.-) zwischen die Lebensmittel legen, der nicht nur die Minimal- und Maximaltemperatur speichert, sondern auch die Dauer dieser Ober- und Unterbereiche. Es gibt auch Thermometer mit einer Sonde, die bei unerwünschten Temperaturen ein Alarmsignal an eine Empfängerbasis senden. So kann man in seiner Küche bleiben und wird trotzdem schnell gewarnt, falls der Tiefgefrierer in der Garage ein Problem hat...

Kaufen Sie keinen zu grossen Kühlschrank oder Tiefkühler

Beabsichtigen Sie ein neues Gerät zu kaufen, ist es wichtig, nicht nur die Grösse, sondern auch den Energieverbrauch zu bedenken. Auf der Energie-Etikette (obligatorisch für neue Geräte) sollten Sie sich nicht einfach von den A++ und A+++ verleiten lassen: Berücksichtigen Sie den Jahresverbrauch in kWh. Bedenken Sie auch, dass je grösser ein Tiefkühler ist, man umso mehr dazu neigt, Lebensmittel darin aufzubewahren, die man schliesslich für Jahre darin vergisst. Aber auch tiefgekühlte Lebensmittel besitzen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Hausgemachte Gerichte zum Beispiel sollten innert wenigen Monaten konsumiert werden.

Kleine Anmerkungen zu kalt und warm

  • Einen Kühlschrank (oder einen Gefrierschrank) kann man AUSGESCHALTET in der Kälte lassen. Bevor die Geräte in die Läden kommen, werden sie beim Transport oder während der Lagerung oft problemlos der Kälte ausgesetzt.
  • Wird ein Kühl- oder Gefrierschrank auf dem Balkon oder in der Garage aufgestellt, wo das Gerät der Sommersonne ausgesetzt ist, muss es auf Hochtouren laufen, um die Temperatur beizubehalten. Die Stromkosten können also sehr hoch ausfallen.
  • Kühlschränke und auch Gefrierschränke geben mehr Wärme ab als sie Kälte produzieren. Man sollte sie als einen kleinen Heizkörper betrachten, der sich sporadisch einschaltet. Diese Geräte neigen dazu, die Räume, in denen sie aufgestellt sind, aufzuwärmen.
  • Egal ob ein Kühlschrank mit Lebensmitteln vollgepackt oder fast leer ist: Er wird immer in etwa immer gleichviel Strom zur Kühlung benötigen (wenn seine Betriebsart mit einem Innenthermostat geregelt ist, wie dies in der Regel der Fall ist.)
  • Kühlschränke und Tiefkühler haben auf der Rückseite einen Radiator (manchmal hinter einer Abdeckung verborgen). Dieser Radiator ist dafür da, die Wärme des vom Kompressor komprimierten Gasgemischs abzuleiten. Er kann sehr heiss werden. Damit das Kühlgerät gut funktioniert, ist es sehr wichtig, dass (wenn möglich frische) Luft um den Radiator zirkulieren kann.

 

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Gebäude: Bei einem Fensterwechsel (oder wenn man das Dach oder die Wände wärmedämmt) sollten die Heizungseinstellungen angepasst werden

Régulateur de chauffage

Die alten Fenster mit Einfachverglasung sind durch moderne, stark isolierende Fenster ersetzt worden. Ab jetzt werden die neuen Fenster im Winter 4-mal weniger Wärme durchlassen. Und es gibt noch weitere Vorteile: da die Bewohner keine unangenehme Kälte mehr verspüren, wenn sie nahe bei den Fenstern sitzen, können sie sehr komfortabel mit einer viel niedrigeren Raumtemperatur als vor der Sanierung leben.

Auch wird der Heizenergieverbrauch des Gebäudes zudem geringer, wenn man die Wände und das Dach isoliert. In den Räumen, die neu wärmegedämmt sind, sind die Wandflächen der Aussenmauern ebenfalls weniger kalt: man fühlt sich jetzt bereits bei niedrigeren Temperaturen wohl als vor den Arbeiten.

Die Heizungseinstellungen anpassen

Hat die Heizung einen Wasserkreislauf, mit dem warmes Wasser durch die Radiatoren oder die Heizschlangen der Bodenheizung zirkulieren kann – und wurde die Heizung während der Sanierungsarbeiten nicht verändert – ist es von Vorteil, die Einstellungen der Heizung oder der Wärmepumpe nach der Renovation zu justieren. Denn behält man die Einstellungen von vor den Arbeiten bei, wird man die Ventile der Heizkörper (oder diejenigen der Bodenheizung) andauernd neu einstellen müssen, um die Temperatur in den Räumen einigermassen angenehm zu halten. Dies ist Energieverschwendung, denn das Wasser, das in den Heizungsrohren zirkuliert, ist nun im Verhältnis zum neuen Wärmebedarf des Gebäudes viel zu heiss – ganz abgesehen von den Schwierigkeiten der Einstellungen und der Verteilung der Heizungswärme im Gebäude, welche oft weitere Korrekturen nach sich ziehen können!

Ein Überblick der möglichen Einstellungen

Eine Zentralheizung ist selten einfach zu regulieren. Erschwerend kommt hinzu, dass viele verschiedene Systeme existieren. Die Hausbewohner können in der Regel zwar die Raumtemperatur selbst einstellen, ebenso die Tag- und Nachtstunden und die Abwesenheitszeiten, aber es gibt noch weitere wichtige Parameter anzugleichen, die jedoch den Fachleuten (oder den interessierten Laien) vorbehalten bleiben. Auch wenn man die Einstellungen nicht selber regelt, ist es dennoch nützlich zu wissen, auf welcher Ebene welche Veränderungen vornehmen werden können, denn es erleichtert unter Umständen das Gespräch mit dem Heizungstechniker, der die Regelungen ausführt. Nachfolgend aufgelistet finden sie die zu beachtenden Punkte:

1. Die Vorlauftemperatur senken

Heizungs-Thermometer

In der Regel kann man die Vorlauftemperatur, das heisst die Wassertemperatur gemessen am Anfang des Heizungskreislaufs, um einige Grad senken. Das hat den Vorteil, dass weniger Energie benötigt wird, um das Wasser zu erwärmen. Diese Massnahme kann bei allen Heizungsinstallationen vorgenommen werden: Gas, Öl, Wärmepumpe, automatische Holzheizung...

Besitzt man einen Brennwert-Heizkessel (auch Kondensationskessel genannt), so führt eine niedrigere Temperatur zu Beginn des Wasserkreislaufs auch zu einer niedrigeren Temperatur des Wasserrücklaufs – was wünschenswert ist, denn dies begünstigt die Kondensation der Abgase der Heizung, und demzufolge eine Wiederaufnahme der Wärme. Der Wirkungsgrad der Installation wird sich um einige Prozente verbessern. Das selbe gilt auch für Wärmepumpen: Je weniger stark sie das Wasser erwärmen müssen, um so grösser ist ihr Wirkungsgrad.

Bei einer Holzheizung, die an einen Wasserspeicher angeschlossen ist, ist es nicht immer wünschenswert, die Vorlauftemperatur zu senken, wenn der Boiler auch für die Herstellung von Brauchwarmwasser benutzt wird (heisses Wasser aus dem Wasserhahn).

2. Die Heizleistung reduzieren

Moderne Ölheizungen haben eine regulierbare Düse, die es ermöglicht, weniger Öl in die Brennkammer einzuspritzen – und somit die maximale Heizleistung zu verringern. Einige Modelle haben eine Ölpumpe, welche die Einspritzungen an den Verbrauch des Brenners anpasst. Bei Heizungen älteren Datums hingegen kann der Durchfluss der Düse nicht verändert werden. Theoretisch könnte man die Düse durch eine sparsamere ersetzen, allerdings kann nur der Heizungsfachmann sagen, ob dies sinnvoll ist.

Moderne Gasheizungen haben eine regulierbare Heizleistung, die sich automatisch an den Heizbedarf anpasst. Die maximale Heizleistung kann gedrosselt werden, indem die Gasdurchflussmenge, welche die Heizung verbrauchen kann, begrenzt wird. Man sollte jedoch wissen, dass die Gasrechnung nicht nur die tatsächlich verbrauchten m3 beinhaltet, sondern zusätzlich auch einen Tarif fakturiert, der in Zusammenhang mit dem maximalen Gasdurchfluss der Heizung steht (Leistungspreis): Je grösser der Gasdurchfluss der Heizung, umso höher ist dieser Tarif. Es lohnt sich zu überprüfen, ob diese Anschlussleistung gesenkt werden kann (mit dem Heizungsfachmann und dem Gasnetzbetreiber zu regeln). Meistens ist dies vorteilhaft für ein Einfamilienhaus, aber weniger ratsam für ein Mehrfamilienhaus, wo das auch das Brauchwarmwasser mit Gas erwärmt wird, denn wenn alle Bewohner zur gleichen Zeit duschen, kann die gewöhnliche maximale Anschlussleistung zur Bereitstellung von warmem Wasser dennoch benötigt werden.

3. Die Heizkurve angleichen

Beispiel für die Änderung einer Heizkurve nach Isolierarbeiten

Da die alten Fenster ersetzt oder das Dach, die Wände etc. wärmegedämmt wurden, verringert sich der Heizenergiebedarf des Gebäudes. Deshalb wurde die Heizkurve angeglichen, damit die Heizung dauerhaft weniger Wärme produziert. Nach den Sanierungsarbeiten (rote Heizkurve) ist die Temperatur des Vorlaufwassers (das zu den Heizkörpern oder in die Bodenheizung geschickt wird) weniger warm als zuvor und wird auch entsprechend weniger stark steigen, wenn die Aussenkälte zunimmt (der Kurvenverlauf ist weniger steil).

Die Heizkurve ist eine Funktion, die der Heizung oder der Wärmepumpe anzeigt, wie sie auf die zunehmende Aussenkälte reagieren muss, um die Temperatur im Gebäudeinneren zu halten. Meistens wird die Heizkurve durch eine mehr oder weniger geneigte gerade Linie dargestellt.

Wird es im Gebäude zu warm, wenn es draussen kälter wird, dann muss die Heizkurve abgesenkt werden. Diese Einstellung, die für jedes Gebäude individuell vorgenommen werden muss, erfordert oft mehrere, in Etappen auszuführende Justierungen, zwischen denen jeweils mindestens 48 Stunden liegen sollten. Es ist sehr wichtig, dass die Heizkurve gut parametriert ist, ansonsten das Gebäude während Jahren Energie verschwenden kann.

Informieren Sie sich und bilden Sie sich weiter

Es ist allerdings nicht immer einfach, einen Heizungsfachmann mehrmals kommen zu lassen, um die Feineinstellungen vorzunehmen. Aus diesem Grund ist es nützlich, wenn ein Hausbewohner weiss, wie man die Heizung reguliert. Um darüber Bescheid zu wissen, sollte man anwesend sein, wenn der Heizungstechniker die Regelung vornimmt, damit man ihn gleich um Rat fragen kann. Gleichzeitig kann man mit ihm die dazu notwendigen Seiten der Bedienungsanleitung der Heizungsinstallation bestimmen. Bei jeder Korrektur der Einstellungen sollte man nicht vergessen, die gewählten Parameter aufschreiben, damit man zum ursprünglichen Zustand zurückgelangen kann, wenn die neuen nicht befriedigend ausfallen.

In den Westschweizer Kantonen kann man auch einen von "Futé 5à7" organisierten Vortrag besuchen. Diese Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen und beabsichtigen, die Möglichkeiten der Heizungseinstellungen und das damit verbundene Energiesparpotential besser bekannt zu machen.

 

 Heizung regulieren

 Der Heizkompass für Hauswartinnen und Hauswarte, eine sehr nützliche Broschüre des Bundesamts für Energie, die sich auch für alle Nicht-Hauswarte lohnt.

www.fute.ch, öffentliche Vorträge zwischen 17 und 19 Uhr (nur in Westschweizer Kantonen), um die Heizungseinstellungen kennenzulernen.

 

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Ein Ventilator bringt den Menschen Kühlung, heizt aber die Räume leicht auf

Ventilator

Anders als man allgemein annimmt, kühlt ein Ventilator die Umgebungstemperatur nicht ab: Er erzeugt lediglich einen Luftstrom. Und da sein Motor Strom verbraucht, gibt er sogar ein bisschen Wärme an den Raum ab – dies ist der Grund, weshalb man ihn ausschalten sollte, sobald niemand mehr in seiner Nähe direkt mit der bewegten Luft angeblasen wird.

In den letzten Jahren hat sich der Markt für Ventilatoren um viele neue Geräte erweitert, die nicht nur Luftströme erzeugen, sondern auch andere Funktionen zur Luftaufbereitung aufweisen: Lufterfrischer, Luftreiniger, Verdunster, Duftzerstäuber, Luftbefeuchter, Heizlüfter etc., so dass man dazu neigt, Ventilatoren das ganze Jahr über zu nutzen. Die absoluten Spitzenverbraucher in Sachen Strom sind immer noch die kleinen mobilen Klimageräte, die im Vergleich mit den einfachen Ventilatoren ein Vielfaches an Elektrizität verbrauchen. Nachfolgend finden Sie eine kleine Übersicht über die verschiedenen im Handel erhältlichen Geräte, die Kühlung verschaffen – und wir empfehlen Ihnen auch die Lektüre unseres Beitrags Schutz an Hitzetagen, worin erklärt wird, wie man sich vor Hitze schützen kann, ohne dafür unbedingt Storm zu verbrauchen.


Einfache Ventilatoren

Ein Ventilator verschafft uns Kühlung auf zweierlei Weise. Erstens wedelt er die warme Luftschicht weg, die wie ein kleine Hülle direkt über unserer Haut liegt (denn unser Körper gibt ständig Wärme und Feuchtigkeit ab), und ersetzt sie durch weniger warme und trockenere Luft (Kühlung durch Konvektion). Zweitens erleichtert er die Verdunstung von Schweiss, was unsere Transpiration verbessert – das ist die natürliche Art, wie sich unser Körper vor Überhitzung schützt.

Damit unser Körper leben kann, muss er seine Temperatur immer im Bereich von etwa 37°C halten. Wird uns zu heiss, sondert unsere Haut Schweisströpfchen ab. Es ist aber weniger die Feuchtigkeit auf der Haut, die uns Kühlung verschafft, sondern vielmehr die Verdunstung dieser Feuchtigkeit. Wenn nämlich Wasser – oder in unserem Fall Schweiss auf der Haut – vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht, benötigt die Änderung dieses Aggregatszustands enorm viel Energie, die unserer Hautoberfläche in Form von Wärme entzogen wird (siehe am Textende unter latente Verdunstungswärme*). Ein Ventilator vereinfacht die Verdunstung von Schweiss, indem er die unsere Haut umgebende feuchte Luft durch trockene Luft ersetzt. Auch wenn die Umgebunstemperatur sehr hoch ist – zum Beispiel 38°C – kann ein Ventilator sehr effizient kühlen, denn er beschleunigt die Verdunstung von Schweiss auf der Haut.

4 Ventilatormodellen

Beachten Sie auch Stromverbrauch und Lautstärke

Für Ventilatoren gibt es keine Energieetikette, die dabei helfen kann, eine gute Wahl zu treffen. Es ist deshalb besser, das Gerät im Geschäft auszuprobieren, damit man sich eine Vorstellung darüber machen kann, wie sich der Luftstrom anfühlt und wieviel Lärm der Ventilator verursacht. Auskunft über den Stromverbrauch – in Watt – findet man auf dem Verpackungskarton oder manchmal steht die Angabe auch direkt auf den Apparat (die Deklaration ist obligatorisch). Meist steht der Stromverbrauch eines Ventilators im Verhältnis zur bewegten Luft (also zum Luftstrom, den er produziert). Deshalb sollte man sich vor dem Kauf überlegen, ob er eine Person allein kühlen soll, (zum Beispiel am Arbeitsplatz im Büro) oder mehrere Personen. Und für die Wahl eines geeigneten Gerätes ist es natürlich auch wichtig zu wissen, ob der Luftstrom über den ganzen Körper fliessen oder nur den Oberkörper anblasen soll (z.B. wenn die Beine unter dem Bürotisch versteckt sind, wo der Luftstrom nicht hinkommt)

Brushless-Motoren (sogenannte "bürstenlose Gleichstrommotoren") verbrauchen ungefähr 40% weniger Strom als herkömmliche Elektromotoren, und sie sind auch viel leiser. Die Wärme, die ein Ventilator abgibt, steht in direktem Zusammenhang mit seinem Stromverbrauch. Als Vergleich mag dieses Beispiel dienen: Ein Ventilator mit 100 Watt Leistung gibt soviel Wärme ab wie eine erwachsene Person.

Die im Handel erhältlichen Ventilatoren unterscheiden sich durch ihr Design und ihre Technologie. Bei einigen sind die Propeller im Gerätefuss verborgen und lassen den Luftzug durch eine Ringöffnung verströmen. Solche Ventilatoren haben verschiedene Regulierungsmöglichkeiten: variable Geschwindigkeit, oszillierender Luftstrom, automatische Abschaltvorrichtung nach einer vom Benutzer vordefinierten Laufzeit, Fernbedienung, Handling via Smartphone etc.

Stromverbrauch und Tipps für den Gebrauch: Die meisten Ventilatoren für den Hausgebrauch verbrauchen zwischen 20 und 80 Watt. Schalten Sie den Ventilator immer aus, wenn niemand direkt von seinem Luftstrom profitiert, denn sein elektrischer Motor erzeugt Wärme und wärmt dadurch den Raum ein bisschen auf.

Die energieeffizientesten Ventilatoren auf www.topten.ch


2 Deckenventilatoren

Deckenventilatoren

Mit einem Durchmesser, der viel grösser ist als derjenige gewöhnlicher Ventilatoren, drehen die Rotorblätter von Deckenventilatoren natürlich viel langsamer, was das Unfallrisiko senkt. Voraussetzung für solche Ventilatoren sind hohe Räume: Der Abstand vom Boden bis zu den Rotorblättern muss mindestens 2,30 m betragen. Die meisten Modelle können an der Deckenlichtinstallation angebracht werden, und einige sind sogar mit Lampen ausgerüstet und verbinden so die Ventilation mit der Beleuchtung. Gemäss der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV) sollte ein Deckenventilator von einem Elektriker installiert werden.

Deckenventilatoren mit einem Brushless-Motor besitzen (sogenannte "bürstenlose Gleichstrommotoren") verbrauchen nur etwa rund die Hälfte der Elektrizität eines vergleichbaren Modells mit gewöhnlichem Elektromotor. Wählt man einen Ventilator mit Beleuchtung, so sollte auch der Stromverbrauch der Lampen berücksichtigt werden. Es gibt Deckenventilatoren mit einer Zugschnur, mit der die Geschwindigkeitsstufen (manuell) verändert und das Gerät ein- bzw. ausgeschaltet werden kann, andere Modelle funktionieren mit Fernbedienung (mit Batterien).

Einsatz des Deckenventilators im Winter

Es gibt auch Deckenventilatoren, die in beide Richtungen laufen können, was während vor allem in der Heizperiode nützlich sein kann. In sehr hohen Räumen tendiert die warme Luft dazu, sich an der Decke zu stauen. Läuft der Deckenventilator in der entgegengesetzten Richtung (also in der umgekehrten Drehrichtung), kann er die kalte Luft vom Boden an die Decke ziehen und die dort angesammelte warme Luft gegen den Boden leiten. Je nachdem wie der Raum gebaut ist, kann ein Deckenventilator auf diese Weise dazu beitragen, den Wärmebedarf für diesen Raum zu verringern und so Heizkosten einzusparen.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 20 und 120 Watt (ohne Beleuchtung). Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Deckenventilators über die Installationsmöglichkeiten (Deckenhöhe und -stärke, Lage des elektrischen Anschlusses). Bei Gebrauch im Sommer sollte der Ventilator immer ausgeschaltet werden, wenn keine Person im Raum ist, denn sein elektrischer Motor erzeugt Wärme und trägt so zur Erwärmung des Raumes bei.


Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilator

Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilatoren

Ein Luftkühler-Ventilator (oder ein Lufterfrischer-Ventilator) funktioniert nach demselben Prinzip wie unsere eigene Körpertranspiration. Der Ventilator fächelt Luft auf poröses und befeuchtetes Material, was die Verdunstung des Wassers bewirkt: Indem das Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übertritt, entzieht es der Umgebungsluft Wärme, die sich um einige Grad abkühlt (siehe auch latente Verdunstungswärme*). Das Prinzip funktioniert sehr gut in einem sehr warmen und trockenen Raumklima, und man erhält kühle Luft mit einem Stromverbrauch, der weit unterhalb demjenigen eines mobilen Klimagerätes liegt. Allerdings kann man die Temperatur nicht genau regeln. Es gilt: Je feuchter die Umgebungsluft ist, umso weniger effizient sind diese Geräte.

Bei einem kleinen, mobilen Luftkühler-Gerät nimmt man das Frischegefühl vor allem dann gut wahr, wenn man sich mitten im kühlen Luftstrom des Ventilators befindet. Beträgt die Luftfeuchtigkeit des Raumes bereits um die 60%, wird die Verdunstung sehr schwach ausfallen und die dadurch erzeugte Kühlung natürlich ebenfalls. Damit ein solches Gerät effektiv arbeitet, sollte der Raum nicht geschlossen werden, denn die Luftfeuchtigkeit kumuliert sich. Idealerweise steht ein Luftkühler-Ventilator mit dem Rücken zu einer Frischluftquelle (z.B. offene Türe oder Lüftungseintritt) und die feuchte Luft, die er nach vorne hin ausstösst, sollte aus dem Raum abgeleitet werden (z.B. durch eine andere Türe oder den Lüftungsaustritt). Wenn man ein Fenster öffnen muss, um die Luftfeuchtigkeit entweichen zu lassen, empfiehlt es sich, sicherzustellen, dass die warme Aussenluft nicht in grossen Mengen wieder in den zu kühlenden Raum eintreten kann!

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 70 und 150 Watt. Lassen Sie den Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilator nicht laufen, wenn niemand im Raum ist. Wenn die Umgebungsluft im Raum bereits sehr warm und feucht ist, ist es besser einen herkömmlichen Ventilator zu benutzen, statt zusätzlichen Dampf in die Luft einzubringen – denn dies erschwert die Körpertranspiration der anwesenden Menschen. Lesen Sie die Gebrauchsanleitung gut durch und achten Sie darauf, dass sich keine Schimmelpilze und Keime entwickeln können.


 Vernebler-Ventilator

Vernebler-Ventilatoren

Diese Geräte benutzen einen Ventilator, um einen feinen Nebel aus kleinsten Wassertröpfchen in die Luft zu stäuben. Je kleiner die Wassertröpfchen, umso grösser fällt der Kühlungseffekt aus, denn die kleinen Tröpfchen verdunsten sehr schnell (siehe auch latente Verdunstungswärme*). Da es nicht auszuschliessen ist, dass sich Mikroorganismen im Wasserbehälter entwickeln können, wird das Wasser in einigen Geräten desinfiziert, bevor es zerstäubt wird.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 80 und 150 Watt. Lesen Sie die Gebrauchsanleitung hinsichtlich der Wartung des Gerätes durch (Mikroorganismen und Kalk). Geben Sie acht, dass Wände und Möbel nicht durch den feuchten Nebel beschädigt werden.


3 Ventilatoren mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung

Ventilatoren mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung

Im Handel sind zahlreiche verschiedene Ventilatoren erhältlich, die mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung ausgestattet sind und die man das ganze Jahr über (!) benutzen kann: Ventilatoren, Luftreiniger (von Pollen, Staub, flüchtigen organischen Verbindungen etc.), Dunstvernebler, Luftbefeuchter, Heizventilatoren, Parfümvernebler...

Luftreiniger: Sie verwenden verschiedene Technologien, manchmal sogar kombiniert: Luftfiltration (mit einem oder mehreren Luftfiltern), Ionisator-Technik (Emission von negativ geladenen Ionen) und Photokatalyse (ultraviolettes Licht trifft auf Metallkatalysator und löst chemische Reaktion aus). In einer im Januar 2017 veröffentlichten Studie stellt die Agence nationale de sécurité sanitaire (ANSES, eine Behörde in Frankreich für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz) fest, dass die Wirksamkeit von kleinen Luftreinigern unter normalen Betriebsbedingungen zu Hause oder im Büro nicht erwiesen ist. Diese Geräte filtern zwar die Luft, aber der korrekte Gebrauch der Geräte bedingt eine regelmässige Wartung der Filter, was meistens nicht gemacht wird. Was die Ionisation und die Photokatalyse betrifft, so sind diese Technologien nur teilweise wirksam, um Schmutzpartikel aus der Luft zu entfernen, oft entstehen so sogar weitere "Abfall"-Partikel, die sich schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Les purificateurs d'air, von der ANSES durchgeführte Studie (auf Französisch)

Regelmässig Lüften

Das beste Mittel für frische Raumluft ist regelmässiges Lüften: Indem man mehrmals pro Tag die Fenster für einige Minuten öffnet, wird die verbrauchte Luft durch frische ersetzt. Besitzt man allerdings eine automatische Lüftung (wie in Minergie-Häusern), erübrigt sich das manuelle Lüften. Man sollte wenn möglich darauf achten, dass die Luft in den Innenräumen nicht übermässig verschmutzt wird: am besten nicht rauchen, beim Kochen das Entstehen von starken Fettdämpfen vermeiden und beim Putzen keine stark parfümierten Putzmittel verwenden (Böden, Möbel und Fenster lieber mit warmem Wasser und Mikrotüchern reinigen). Es ist auch wichtig, den Staub regelmässig zu entfernen, der sich auf dem Boden, den Teppichen, Vorhängen und den Möbeln ansammelt. Die Raumluft bleibt sauberer mit regelmässigem Staubsaugen, wenn möglich mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), damit der eingesaugte Staub nicht mit der austretenden Luft wieder in die Räume gelangt. Lüften Sie nach dem Staubsaugen sofort gut, damit die aufgewirbelten Feinstäube hinausbefördert werden.

Parfümzerstäuber: Vom Zerstäuben von Duftstoffen in der Raumluft – auch wenn es sich um natürliche Stoffe handelt – ist unbedingt abzuraten. Kleine Kinder, empfindliche Personen und solche, die unter Asthma leiden, fällt das Atmen ohne diese Duftststoffe leichter.

Ätherische Öle und Raumdüfte auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG)

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Der Stromverbrauch dieser Kombigeräte hängt von den verschiedenen Wahlmöglichkeiten ab, die zugeschaltet sind. Im Heizmodus kann er bis auf mehr als 1000 Watt steigen. Vor dem Kauf eines solchen Geräts lohnt es sich zu überdenken, ob die Raumluft nicht mit einfacheren Mitteln ohne Stromverbrauch verbessert werden kann.


Mobile Klimaanlagen

Mobile Klimaanlagen

In den meisten Kantonen der Schweiz unterliegt die Installation von fix installierten Klimaanlagen – d.h. ortsfest angebrachte Anlagen – einer Bewilligung. Mobile Klimaanlagen hingegen sind frei im Handel erhältlich. Diese kleinen Klimageräte enthalten Ventilatoren, einen Kompressor und einen Kühlgaskreislauf, der an einen Wärmetauscher angeschlossen ist. Um ein bisschen kühle Luft zu produzieren, verbrauchen diese Geräte sehr viel mehr elektrischen Strom als die oben beschriebenen Ventilatoren, da sie eine Leistung zwischen 1000 und 2000 Watt haben. Selbstverständlich bringen sie kühle Luft in den Raum, aber sie produzieren noch mehr warme Luft und leiten diese nach draussen. Auf diese Weise tragen sie wie all die anderen Klimageräte – zusammen mit dem Autoverkehr und der Akkumulation der Sonnenwärme im Teerbelag der Strassen und den Betonwänden – dazu bei, die Innenstäde im Verhältnis zum Land, welches die Städte umgibt, um mehrere Grad zu erwärmen.

Es gibt zwei Arten von mobilen Klimageräten:

  • Mobile Monoblock-Klimageräte (links) leiten die warme Luft mit einem grossen Luftschlauch von etwa 12 cm Durchmesser aus dem Raum (wird in der Werbung selten gezeigt). Da dieser Schlauch durch ein geöffnetes Fenster oder eine geöffnete Türe gelegt werden muss, dringt die warme Aussenluft in den zu kühlenden Raum ein (!), was natürlich die Leistung dieses Klimagerätes erheblich reduziert.
  • Mobile Split-Klimageräte (rechts): Diese Geräte sind über einen dünneren Schlauch mit einem Aussengerät verbunden. Ihre Energieeffizienz ist ein bisschen besser als bei Monoblock-Klimageräten.

Mobile Klimageräte produzieren kühlere, aber trockenere Luft. Ihr Auffangbehälter für das Kondenswasser, dass sich bei der Luftkühlung bildet, muss täglich geleert werden. Einige Modelle sind auch "umgekehrt nutzbar", d.h. sie können auch Wärme produzieren.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Mobile Klimageräte sind zwar nicht ununterbrochen in Betrieb, sind sie aber eingeschaltet, verbrauchen sie zwischen 800 und 1500 Watt, also rund 20- bis 50-mal mehr als ein Ventilator. Bevor man sich für den Kauf entscheidet, sollte man die obligatorische Energieetikette studieren. Vergessen Sie nicht, dass ein Klimagerät, auch wenn es in einer guten Energieklasse eingestuft ist, sehr viel Strom verbraucht und gerade dann zusätzliche Wärme produziert, die es an die Umgebung abgibt, wenn die Lufttemperatur bereits sehr hoch ist.

Aufgepasst: Manchmal ist die Rede von "mobilen Klimageräten ohne Warmluftableitung". Dabei handelt es sich aber lediglich um einfache "Lufterfrischer- oder Luftkühler-Ventilatoren", die mit Wasserverdunstung arbeiten (siehe weiter oben).

Vergleich des Stromverbrauchs (in Kilowattstunden) für eine Betriebsstunde: Ventilator (links), Lufterfrischer-Ventilator (mitte), mobiles Klimagerät (rechts)
Vergleich des Stromverbrauchs (in Kilowattstunden) für eine Betriebsstunde. Links: ein Ventilator, Mitte: ein Lufterfrischer-Ventilator, rechts: ein mobiles Klimagerät.

 

Die energieeffizientesten Ventilatoren auf www.topten.ch

Mobile Klimageräte

Energie-Etikette für mobilen Klimageräten

Schutz an Hitzetagen

 


*Latente Verdampfungswärme

Wenn Wasser vom flüssigen in gasförmigen Zustand wechselt, verändert sich seine Temperatur nicht. Aber es absorbiert viel Energie bei dieser Umwandlung. Damit ein Liter kochendes Wasser (100°C) vollständig verdampft braucht es 5,4-mal mehr Energie als einen Liter Wasser von 0°C auf 100°C zu erwärmen.
Allerdings kann Wasser bei allen Temperaturen verdampfen. Um bei 37°C – also bei unserer Körpertemperatur – zu verdampfen benötigt Wasser etwa 10% mehr Energie als beim Verdampfen bei 100°C. Diese sogenannte latente Verdampfungswärme wird unserem Körper entzogen. Deshalb ist die Verdunstung von Schweiss auf unserer Haut – die Transpiration – eine sehr effiziente Methode, um unseren Körper abzukühlen. Und aus diesem Grund ist es sehr wichtig, an Hitzetagen wirklich genug Wasser zu trinken und auch das mit den Schweiss verloren gegangene Salz zu ersetzen.

 

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