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Wussten Sie schon?

Ein Ventilator bringt den Menschen Kühlung, heizt aber die Räume leicht auf

Ventilator

Anders als man allgemein annimmt, kühlt ein Ventilator die Umgebungstemperatur nicht ab: Er erzeugt lediglich einen Luftstrom. Und da sein Motor Strom verbraucht, gibt er sogar ein bisschen Wärme an den Raum ab – dies ist der Grund, weshalb man ihn ausschalten sollte, sobald niemand mehr in seiner Nähe direkt mit der bewegten Luft angeblasen wird.

In den letzten Jahren hat sich der Markt für Ventilatoren um viele neue Geräte erweitert, die nicht nur Luftströme erzeugen, sondern auch andere Funktionen zur Luftaufbereitung aufweisen: Lufterfrischer, Luftreiniger, Verdunster, Duftzerstäuber, Luftbefeuchter, Heizlüfter etc., so dass man dazu neigt, Ventilatoren das ganze Jahr über zu nutzen. Die absoluten Spitzenverbraucher in Sachen Strom sind immer noch die kleinen mobilen Klimageräte, die im Vergleich mit den einfachen Ventilatoren ein Vielfaches an Elektrizität verbrauchen. Nachfolgend finden Sie eine kleine Übersicht über die verschiedenen im Handel erhältlichen Geräte, die Kühlung verschaffen – und wir empfehlen Ihnen auch die Lektüre unseres Beitrags Schutz an Hitzetagen, worin erklärt wird, wie man sich vor Hitze schützen kann, ohne dafür unbedingt Storm zu verbrauchen.


Einfache Ventilatoren

Ein Ventilator verschafft uns Kühlung auf zweierlei Weise. Erstens wedelt er die warme Luftschicht weg, die wie ein kleine Hülle direkt über unserer Haut liegt (denn unser Körper gibt ständig Wärme und Feuchtigkeit ab), und ersetzt sie durch weniger warme und trockenere Luft (Kühlung durch Konvektion). Zweitens erleichtert er die Verdunstung von Schweiss, was unsere Transpiration verbessert – das ist die natürliche Art, wie sich unser Körper vor Überhitzung schützt.

Damit unser Körper leben kann, muss er seine Temperatur immer im Bereich von etwa 37°C halten. Wird uns zu heiss, sondert unsere Haut Schweisströpfchen ab. Es ist aber weniger die Feuchtigkeit auf der Haut, die uns Kühlung verschafft, sondern vielmehr die Verdunstung dieser Feuchtigkeit. Wenn nämlich Wasser – oder in unserem Fall Schweiss auf der Haut – vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht, benötigt die Änderung dieses Aggregatszustands enorm viel Energie, die unserer Hautoberfläche in Form von Wärme entzogen wird (siehe am Textende unter latente Verdunstungswärme*). Ein Ventilator vereinfacht die Verdunstung von Schweiss, indem er die unsere Haut umgebende feuchte Luft durch trockene Luft ersetzt. Auch wenn die Umgebunstemperatur sehr hoch ist – zum Beispiel 38°C – kann ein Ventilator sehr effizient kühlen, denn er beschleunigt die Verdunstung von Schweiss auf der Haut.

4 Ventilatormodellen

Beachten Sie auch Stromverbrauch und Lautstärke

Für Ventilatoren gibt es keine Energieetikette, die dabei helfen kann, eine gute Wahl zu treffen. Es ist deshalb besser, das Gerät im Geschäft auszuprobieren, damit man sich eine Vorstellung darüber machen kann, wie sich der Luftstrom anfühlt und wieviel Lärm der Ventilator verursacht. Auskunft über den Stromverbrauch – in Watt – findet man auf dem Verpackungskarton oder manchmal steht die Angabe auch direkt auf den Apparat (die Deklaration ist obligatorisch). Meist steht der Stromverbrauch eines Ventilators im Verhältnis zur bewegten Luft (also zum Luftstrom, den er produziert). Deshalb sollte man sich vor dem Kauf überlegen, ob er eine Person allein kühlen soll, (zum Beispiel am Arbeitsplatz im Büro) oder mehrere Personen. Und für die Wahl eines geeigneten Gerätes ist es natürlich auch wichtig zu wissen, ob der Luftstrom über den ganzen Körper fliessen oder nur den Oberkörper anblasen soll (z.B. wenn die Beine unter dem Bürotisch versteckt sind, wo der Luftstrom nicht hinkommt)

Brushless-Motoren (sogenannte "bürstenlose Gleichstrommotoren") verbrauchen ungefähr 40% weniger Strom als herkömmliche Elektromotoren, und sie sind auch viel leiser. Die Wärme, die ein Ventilator abgibt, steht in direktem Zusammenhang mit seinem Stromverbrauch. Als Vergleich mag dieses Beispiel dienen: Ein Ventilator mit 100 Watt Leistung gibt soviel Wärme ab wie eine erwachsene Person.

Die im Handel erhältlichen Ventilatoren unterscheiden sich durch ihr Design und ihre Technologie. Bei einigen sind die Propeller im Gerätefuss verborgen und lassen den Luftzug durch eine Ringöffnung verströmen. Solche Ventilatoren haben verschiedene Regulierungsmöglichkeiten: variable Geschwindigkeit, oszillierender Luftstrom, automatische Abschaltvorrichtung nach einer vom Benutzer vordefinierten Laufzeit, Fernbedienung, Handling via Smartphone etc.

Stromverbrauch und Tipps für den Gebrauch: Die meisten Ventilatoren für den Hausgebrauch verbrauchen zwischen 20 und 80 Watt. Schalten Sie den Ventilator immer aus, wenn niemand direkt von seinem Luftstrom profitiert, denn sein elektrischer Motor erzeugt Wärme und wärmt dadurch den Raum ein bisschen auf.

Die energieeffizientesten Ventilatoren auf www.topten.ch


2 Deckenventilatoren

Deckenventilatoren

Mit einem Durchmesser, der viel grösser ist als derjenige gewöhnlicher Ventilatoren, drehen die Rotorblätter von Deckenventilatoren natürlich viel langsamer, was das Unfallrisiko senkt. Voraussetzung für solche Ventilatoren sind hohe Räume: Der Abstand vom Boden bis zu den Rotorblättern muss mindestens 2,30 m betragen. Die meisten Modelle können an der Deckenlichtinstallation angebracht werden, und einige sind sogar mit Lampen ausgerüstet und verbinden so die Ventilation mit der Beleuchtung. Gemäss der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV) sollte ein Deckenventilator von einem Elektriker installiert werden.

Deckenventilatoren mit einem Brushless-Motor besitzen (sogenannte "bürstenlose Gleichstrommotoren") verbrauchen nur etwa rund die Hälfte der Elektrizität eines vergleichbaren Modells mit gewöhnlichem Elektromotor. Wählt man einen Ventilator mit Beleuchtung, so sollte auch der Stromverbrauch der Lampen berücksichtigt werden. Es gibt Deckenventilatoren mit einer Zugschnur, mit der die Geschwindigkeitsstufen (manuell) verändert und das Gerät ein- bzw. ausgeschaltet werden kann, andere Modelle funktionieren mit Fernbedienung (mit Batterien).

Einsatz des Deckenventilators im Winter

Es gibt auch Deckenventilatoren, die in beide Richtungen laufen können, was während vor allem in der Heizperiode nützlich sein kann. In sehr hohen Räumen tendiert die warme Luft dazu, sich an der Decke zu stauen. Läuft der Deckenventilator in der entgegengesetzten Richtung (also in der umgekehrten Drehrichtung), kann er die kalte Luft vom Boden an die Decke ziehen und die dort angesammelte warme Luft gegen den Boden leiten. Je nachdem wie der Raum gebaut ist, kann ein Deckenventilator auf diese Weise dazu beitragen, den Wärmebedarf für diesen Raum zu verringern und so Heizkosten einzusparen.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 20 und 120 Watt (ohne Beleuchtung). Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Deckenventilators über die Installationsmöglichkeiten (Deckenhöhe und -stärke, Lage des elektrischen Anschlusses). Bei Gebrauch im Sommer sollte der Ventilator immer ausgeschaltet werden, wenn keine Person im Raum ist, denn sein elektrischer Motor erzeugt Wärme und trägt so zur Erwärmung des Raumes bei.


Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilator

Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilatoren

Ein Luftkühler-Ventilator (oder ein Lufterfrischer-Ventilator) funktioniert nach demselben Prinzip wie unsere eigene Körpertranspiration. Der Ventilator fächelt Luft auf poröses und befeuchtetes Material, was die Verdunstung des Wassers bewirkt: Indem das Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übertritt, entzieht es der Umgebungsluft Wärme, die sich um einige Grad abkühlt (siehe auch latente Verdunstungswärme*). Das Prinzip funktioniert sehr gut in einem sehr warmen und trockenen Raumklima, und man erhält kühle Luft mit einem Stromverbrauch, der weit unterhalb demjenigen eines mobilen Klimagerätes liegt. Allerdings kann man die Temperatur nicht genau regeln. Es gilt: Je feuchter die Umgebungsluft ist, umso weniger effizient sind diese Geräte.

Bei einem kleinen, mobilen Luftkühler-Gerät nimmt man das Frischegefühl vor allem dann gut wahr, wenn man sich mitten im kühlen Luftstrom des Ventilators befindet. Beträgt die Luftfeuchtigkeit des Raumes bereits um die 60%, wird die Verdunstung sehr schwach ausfallen und die dadurch erzeugte Kühlung natürlich ebenfalls. Damit ein solches Gerät effektiv arbeitet, sollte der Raum nicht geschlossen werden, denn die Luftfeuchtigkeit kumuliert sich. Idealerweise steht ein Luftkühler-Ventilator mit dem Rücken zu einer Frischluftquelle (z.B. offene Türe oder Lüftungseintritt) und die feuchte Luft, die er nach vorne hin ausstösst, sollte aus dem Raum abgeleitet werden (z.B. durch eine andere Türe oder den Lüftungsaustritt). Wenn man ein Fenster öffnen muss, um die Luftfeuchtigkeit entweichen zu lassen, empfiehlt es sich, sicherzustellen, dass die warme Aussenluft nicht in grossen Mengen wieder in den zu kühlenden Raum eintreten kann!

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 70 und 150 Watt. Lassen Sie den Luftkühler- oder Lufterfrischer-Ventilator nicht laufen, wenn niemand im Raum ist. Wenn die Umgebungsluft im Raum bereits sehr warm und feucht ist, ist es besser einen herkömmlichen Ventilator zu benutzen, statt zusätzlichen Dampf in die Luft einzubringen – denn dies erschwert die Körpertranspiration der anwesenden Menschen. Lesen Sie die Gebrauchsanleitung gut durch und achten Sie darauf, dass sich keine Schimmelpilze und Keime entwickeln können.


 Vernebler-Ventilator

Vernebler-Ventilatoren

Diese Geräte benutzen einen Ventilator, um einen feinen Nebel aus kleinsten Wassertröpfchen in die Luft zu stäuben. Je kleiner die Wassertröpfchen, umso grösser fällt der Kühlungseffekt aus, denn die kleinen Tröpfchen verdunsten sehr schnell (siehe auch latente Verdunstungswärme*). Da es nicht auszuschliessen ist, dass sich Mikroorganismen im Wasserbehälter entwickeln können, wird das Wasser in einigen Geräten desinfiziert, bevor es zerstäubt wird.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Zwischen 80 und 150 Watt. Lesen Sie die Gebrauchsanleitung hinsichtlich der Wartung des Gerätes durch (Mikroorganismen und Kalk). Geben Sie acht, dass Wände und Möbel nicht durch den feuchten Nebel beschädigt werden.


3 Ventilatoren mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung

Ventilatoren mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung

Im Handel sind zahlreiche verschiedene Ventilatoren erhältlich, die mit zusätzlichen Funktionen zur Luftbehandlung ausgestattet sind und die man das ganze Jahr über (!) benutzen kann: Ventilatoren, Luftreiniger (von Pollen, Staub, flüchtigen organischen Verbindungen etc.), Dunstvernebler, Luftbefeuchter, Heizventilatoren, Parfümvernebler...

Luftreiniger: Sie verwenden verschiedene Technologien, manchmal sogar kombiniert: Luftfiltration (mit einem oder mehreren Luftfiltern), Ionisator-Technik (Emission von negativ geladenen Ionen) und Photokatalyse (ultraviolettes Licht trifft auf Metallkatalysator und löst chemische Reaktion aus). In einer im Januar 2017 veröffentlichten Studie stellt die Agence nationale de sécurité sanitaire (ANSES, eine Behörde in Frankreich für Lebensmittelsicherheit, Umwelt- und Arbeitsschutz) fest, dass die Wirksamkeit von kleinen Luftreinigern unter normalen Betriebsbedingungen zu Hause oder im Büro nicht erwiesen ist. Diese Geräte filtern zwar die Luft, aber der korrekte Gebrauch der Geräte bedingt eine regelmässige Wartung der Filter, was meistens nicht gemacht wird. Was die Ionisation und die Photokatalyse betrifft, so sind diese Technologien nur teilweise wirksam, um Schmutzpartikel aus der Luft zu entfernen, oft entstehen so sogar weitere "Abfall"-Partikel, die sich schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Les purificateurs d'air, von der ANSES durchgeführte Studie (auf Französisch)

Regelmässig Lüften

Das beste Mittel für frische Raumluft ist regelmässiges Lüften: Indem man mehrmals pro Tag die Fenster für einige Minuten öffnet, wird die verbrauchte Luft durch frische ersetzt. Besitzt man allerdings eine automatische Lüftung (wie in Minergie-Häusern), erübrigt sich das manuelle Lüften. Man sollte wenn möglich darauf achten, dass die Luft in den Innenräumen nicht übermässig verschmutzt wird: am besten nicht rauchen, beim Kochen das Entstehen von starken Fettdämpfen vermeiden und beim Putzen keine stark parfümierten Putzmittel verwenden (Böden, Möbel und Fenster lieber mit warmem Wasser und Mikrotüchern reinigen). Es ist auch wichtig, den Staub regelmässig zu entfernen, der sich auf dem Boden, den Teppichen, Vorhängen und den Möbeln ansammelt. Die Raumluft bleibt sauberer mit regelmässigem Staubsaugen, wenn möglich mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air), damit der eingesaugte Staub nicht mit der austretenden Luft wieder in die Räume gelangt. Lüften Sie nach dem Staubsaugen sofort gut, damit die aufgewirbelten Feinstäube hinausbefördert werden.

Parfümzerstäuber: Vom Zerstäuben von Duftstoffen in der Raumluft – auch wenn es sich um natürliche Stoffe handelt – ist unbedingt abzuraten. Kleine Kinder, empfindliche Personen und solche, die unter Asthma leiden, fällt das Atmen ohne diese Duftststoffe leichter.

Ätherische Öle und Raumdüfte auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG)

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Der Stromverbrauch dieser Kombigeräte hängt von den verschiedenen Wahlmöglichkeiten ab, die zugeschaltet sind. Im Heizmodus kann er bis auf mehr als 1000 Watt steigen. Vor dem Kauf eines solchen Geräts lohnt es sich zu überdenken, ob die Raumluft nicht mit einfacheren Mitteln ohne Stromverbrauch verbessert werden kann.


Mobile Klimaanlagen

Mobile Klimaanlagen

In den meisten Kantonen der Schweiz unterliegt die Installation von fix installierten Klimaanlagen – d.h. ortsfest angebrachte Anlagen – einer Bewilligung. Mobile Klimaanlagen hingegen sind frei im Handel erhältlich. Diese kleinen Klimageräte enthalten Ventilatoren, einen Kompressor und einen Kühlgaskreislauf, der an einen Wärmetauscher angeschlossen ist. Um ein bisschen kühle Luft zu produzieren, verbrauchen diese Geräte sehr viel mehr elektrischen Strom als die oben beschriebenen Ventilatoren, da sie eine Leistung zwischen 1000 und 2000 Watt haben. Selbstverständlich bringen sie kühle Luft in den Raum, aber sie produzieren noch mehr warme Luft und leiten diese nach draussen. Auf diese Weise tragen sie wie all die anderen Klimageräte – zusammen mit dem Autoverkehr und der Akkumulation der Sonnenwärme im Teerbelag der Strassen und den Betonwänden – dazu bei, die Innenstäde im Verhältnis zum Land, welches die Städte umgibt, um mehrere Grad zu erwärmen.

Es gibt zwei Arten von mobilen Klimageräten:

  • Mobile Monoblock-Klimageräte (links) leiten die warme Luft mit einem grossen Luftschlauch von etwa 12 cm Durchmesser aus dem Raum (wird in der Werbung selten gezeigt). Da dieser Schlauch durch ein geöffnetes Fenster oder eine geöffnete Türe gelegt werden muss, dringt die warme Aussenluft in den zu kühlenden Raum ein (!), was natürlich die Leistung dieses Klimagerätes erheblich reduziert.
  • Mobile Split-Klimageräte (rechts): Diese Geräte sind über einen dünneren Schlauch mit einem Aussengerät verbunden. Ihre Energieeffizienz ist ein bisschen besser als bei Monoblock-Klimageräten.

Mobile Klimageräte produzieren kühlere, aber trockenere Luft. Ihr Auffangbehälter für das Kondenswasser, dass sich bei der Luftkühlung bildet, muss täglich geleert werden. Einige Modelle sind auch "umgekehrt nutzbar", d.h. sie können auch Wärme produzieren.

Stromverbrauch und Anwendungstipps: Mobile Klimageräte sind zwar nicht ununterbrochen in Betrieb, sind sie aber eingeschaltet, verbrauchen sie zwischen 800 und 1500 Watt, also rund 20- bis 50-mal mehr als ein Ventilator. Bevor man sich für den Kauf entscheidet, sollte man die obligatorische Energieetikette studieren. Vergessen Sie nicht, dass ein Klimagerät, auch wenn es in einer guten Energieklasse eingestuft ist, sehr viel Strom verbraucht und gerade dann zusätzliche Wärme produziert, die es an die Umgebung abgibt, wenn die Lufttemperatur bereits sehr hoch ist.

Aufgepasst: Manchmal ist die Rede von "mobilen Klimageräten ohne Warmluftableitung". Dabei handelt es sich aber lediglich um einfache "Lufterfrischer- oder Luftkühler-Ventilatoren", die mit Wasserverdunstung arbeiten (siehe weiter oben).

Vergleich des Stromverbrauchs (in Kilowattstunden) für eine Betriebsstunde: Ventilator (links), Lufterfrischer-Ventilator (mitte), mobiles Klimagerät (rechts)
Vergleich des Stromverbrauchs (in Kilowattstunden) für eine Betriebsstunde. Links: ein Ventilator, Mitte: ein Lufterfrischer-Ventilator, rechts: ein mobiles Klimagerät.

 

Die energieeffizientesten Ventilatoren auf www.topten.ch

Mobile Klimageräte

Energie-Etikette für mobilen Klimageräten

Schutz an Hitzetagen

 


*Latente Verdampfungswärme

Wenn Wasser vom flüssigen in gasförmigen Zustand wechselt, verändert sich seine Temperatur nicht. Aber es absorbiert viel Energie bei dieser Umwandlung. Damit ein Liter kochendes Wasser (100°C) vollständig verdampft braucht es 5,4-mal mehr Energie als einen Liter Wasser von 0°C auf 100°C zu erwärmen.
Allerdings kann Wasser bei allen Temperaturen verdampfen. Um bei 37°C – also bei unserer Körpertemperatur – zu verdampfen benötigt Wasser etwa 10% mehr Energie als beim Verdampfen bei 100°C. Diese sogenannte latente Verdampfungswärme wird unserem Körper entzogen. Deshalb ist die Verdunstung von Schweiss auf unserer Haut – die Transpiration – eine sehr effiziente Methode, um unseren Körper abzukühlen. Und aus diesem Grund ist es sehr wichtig, an Hitzetagen wirklich genug Wasser zu trinken und auch das mit den Schweiss verloren gegangene Salz zu ersetzen.

 

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Plug-&-Play-Solarinstallation: jetzt kann man Photovoltaikmodule direkt an eine Steckdose anschliessen

Ein Photovoltaikmodul am Balkon

In der Schweiz ist man als Kunde eines Stromanbieters dazu berechtigt, bei sich zu Hause eine kleine, mobile Photovoltaikanlage, auch "Plug-&-Play-Photovoltaikanlage" genannt, mit einer Leistung von maximal 600 Watt zu betreiben, die in eine Steckdose eingesteckt werden kann. Sie haben richtig gelesen: man spricht von einem bis drei Photovoltaikmodulen, die man direkt in eine Aussensteckdose auf dem Balkon, der Terrasse oder in der Garage einstecken kann. Es ist auch möglich, 3 solcher "steckerfertigen" Photovoltaikmodule in drei verschiedene Steckdosen einzustecken, vorausgesetzt die Gesamtleistung von total 600 Watt wird nicht überschritten.

Mit einer Plug‑&‑Play‑Photovoltaikanlage wird der Solarstrom direkt in den Stromkreislauf des Gebäudes eingespeist – ohne zuvor über ein spezielles Kontrollgerät oder einen Stromzähler zu laufen (wie dies für eine leistungsstärkere Installation der Fall ist). Dieser erneuerbare Energie versorgt dann elektrische und elektronische Geräte, die ständig in Betrieb sind: Kühlschrank, Modem, Batterieladegerät etc. Der Strom, der nicht sogleich verbraucht wird, geht nicht verloren: Er wird in das Stromnetz eingeleitet und steht den Stromkunden in der Nachbarschaft zur Verfügung. Jährlich kann eine Plug-&-Play-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 500 Watt ungefähr 500 kWh Strom produzieren, also in etwa ein Fünftel der Strommenge, die ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt verbraucht (~2500 kWh pro Jahr) – natürlich unter der Voraussetzung, dass sie gut auf die Sonne ausgereichtet sowie das ganze Jahr über angeschlossen ist.

Vorschriften müssen eingehalten werden

Für die Installation einer Plug-&-Play-Photovoltaikanlage müssen vier Bestimmungen eingehalten werden:

  1. Ihre Stromproduktionsleistung darf 600 Watt nicht überschreiten, um jedes Risiko einer Erwärmung der elektrischen Leitungen des Gebäudes zu vermeiden, wenn laufende Geräte bereits viel Strom verbrauchen.
  2. Sie muss eine Konformitätserklärung besitzen: alle Bestandteile müssen die in Artikel 6 NEV (Verordnung über elektrische Niederspannungserzeugnisse) aufgeführten Normen einhalten. Sie muss insbesondere über einen Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B verfügen.
  3. Sie muss "mobil", d.h. ohne grossen Aufwand umgestellt werden können.
  4. Sie muss dem Stromverteiler vor der Inbetriebnahme gemeldet werden. Am besten schickt man eine Kopie der technischen Merkmale der Anlage in einem eingeschriebenen Brief. Es ist möglich, dass der Stromverteiler besondere Bestimmungen geltend macht, zum Beispiel einen Wechsel des Stromzählers verlangt (siehe weiter unten).

Damit dürfte klar geworden sein, dass es sich lohnen kann, die Angebote im Internet aufmerksam zu verfolgen und einen seriösen Verkäufer zu wählen, der die Schweizer Vorschriften kennt. Es ist ebenfalls angebracht, sich vor dem Kauf bei seinem Stromverteiler zu informieren. Ist man Mieter und möchte man sein steckbares Photovoltaikmodul von der Strasse aus gut sichtbar oder auf dem Balkongeländer anbringen, wird empfohlen, bei der Verwaltung oder dem Hauseigentümer eine Genehmigung einzuholen.

Eines, zwei oder drei Photovoltaikmodule

Schéma d'une installation solaire plug and play

Eine Plug-&-Play-Photovoltaikanlage besteht im Minimum aus einem Photovoltaikmodul (A), einem Mikro-Wechselrichter (B) – das ist das Kästchen, das den Gleichstrom aus den Solarzellen in Wechselstrom 230V/50Hz umwandelt –, einem Fehlerstrom-Schutzschalter (C) und einem Stecker (D). Fehlerstrom-Schutzschalter und Stecker können kombiniert sein. Je nach Grösse und Leistung der Solarmodule (und ihrer Mikro-Wechselrichter), benötigt man 2 oder 3 Module, um die erlaubte Maximalleistung von 600 Watt zu erreichen.

Wattable –Solartisch

Eine kleine Photovoltaikanlage kann auf dem Flachdach einer Garage, am Balkongeländer, auf einem Geräteschuppen angebracht, oder auf einer Terrasse bzw. einfach direkt im Garten aufgestellt werden. In der Schweiz kann man sogar einen Aussentisch kaufen, dessen Tischplatte aus einem Solarmodul besteht (das Möbel nennt sich "Wattable").

In jedem Fall aber sollten die Module gut befestigt werden, damit sie nicht von Sturmwinden um- oder weggeblasen werden. Und falls Marder in der Gegend vorkommen, ist es sinnvoll, die Verkabelung mit einer Plastikummantelung vor Verbiss zu schützen.

Die geeignete Phase wählen und die Besonnung voll ausnutzen

Man sollte beachten, dass der ins Stromnetz eingespeiste Solarstrom nur für Geräte verfügbar ist, die sich auf der gleichen elektrischen Phase befinden (auf demselben grossen Schutzschalter des Sicherungskastens). In den meisten Fällen sind alle 230V-Stecker auf der gleichen Phase angeschlossen. Verteilt aber der Sicherungskasten Drei-Phasen-Wechselstrom, ist es allerdings möglich, dass die Stecker nicht untereinander verbunden sind. Man muss also auf dem Sicherungskasten nachschauen, denn er weist meistens die Angaben "Licht 1. Etage", "Keller", "Aussensteckdose" etc. Hat man die Wahl zwischen verschiedenen Aussensteckdosen, ist es besser, die Solaranlage an diejenige anzuschliessen, die sich auf der gleichen Phase befindet wie die Geräte, die den ganzen Tag ununterbrochen laufen: Kühlschrank und Tiefkühlgerät, Modem, Umwälzpumpe der thermischen Solaranlagen, Swimmingpoolpumpe, Einbruchmelder, Ladegeräte für Batterien etc.

Um die Besonnung maximal zu nutzen, kann man die Solarmodule je nach Jahreszeit an einem anderen Ort aufstellen. Hat man zwei Module, die jedes mit einem Mikro-Wechselrichter versehen sind, kann man sie im Sommer spitzdachförmig nach Süden ausgerichtet aufstellen, um die auf- und untergehende Sonne zu nutzen. Und besitzt man einen Solartisch, sollte man nicht vergessen, in von allen Gegenständen, die ihn verstellen, frei zu räumen, denn wenn eine einzelne Zelle des Solarmoduls weniger Sonne erhält, fällt die energetische Leistung aller Zellen des Moduls geringer aus.

Die Einspeisevergütung der Stromrücklieferung hängt vom Zähler ab

Mit einer Plug-&-Play-Photovoltaikanlage verzichtet man in der Regel darauf, all die nötigen Prozedere zu durchlaufen, um einen Stromrücklieferungsvertrag durch seinen Stromverteiler zu erhalten. Es ist im übrigen gerade der Wegfall von Nebenkosten und weiteren Akteuren, die diese Elektrizität wirtschaftlich konkurrenzfähig macht. Allerdings wird der nicht verbrauchte Strom dem Stromverteiler nicht automatisch "überlassen" – das hängt vom Stromzähler ab.

In der Tat drehen einige alte Drehstromzähler rückwärts, wenn die Solarmodule mehr Strom produzieren als die laufenden Geräte verbrauchen: Das bedeutet, dass die produzierten Kilowattstunden von der Stromrechnung abgezogen werden! Das kommt dem Netzbetreiber nicht unbedingt gelegen, denn aus seiner Sicht ist es, als würde er den Solarstrom zum gleichen Preis kaufen wie verkaufen, weshalb er vielleicht einen Wechsel des Stromzählers vorziehen wird.

Um die dezentralisierte Produktion von Strom und erneuerbaren Energien zu vereinfachen, verlangt der Bund, dass bis 2025 80% der Stromzähler durch "Smart-Meter" oder anders gesagt durch Stromzähler ersetzt werden, welche die von einem Kunden verbrauchte und produzierte Elektrizität gleichzeitig erfassen können. Dies wird es den Netzbetreibern ermöglichen, auch den Solarstrom von kleinen Produzenten zu vergüten.

2 thermische Sonnenkollektoren und 2 Photovoltaik-Solarmodule

Photovoltaik-Solarmodul und thermischer Sonnenkollektor auf dem Garagendach

Hinten: 2 thermische Sonnenkollektoren, welche die Wärme der Sonne nutzen, um warmes Brauchwasser zu produzieren.
Vorne: 2 Photovoltaik-Solarmodule, die das Licht der Sonne nutzen, um Strom zu produzieren. Sie können direkt an eine Steckdose eingesteckt werden. Da jedes Modul einen eigenen Mikro-Wechselrichter besitzt (unter dem Modul versteckt), können sie in unterschiedlicher Ausrichtung aufgestellt werden, um den Sonnelauf maximal zu nutzen. Solarstrom betreibt unter anderem die Umwälzpumpe der thermischen Sonnenkollektoren.

 

Eine kleine, mobile Plug-&-Play-Photovoltaikanlage ist am geeigneten Ort:

  • Wenn ihre Stromproduktion 600 Watt nicht überschreitet (maximal 2,6 Ampere unter 230 Volt).
  • Wenn das gesamte Material über eine Konformitätserklärung verfügt (vom Verkäufer verlangen).
  • Wenn sie mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B ausgerüstet ist (Sicherheit durch Erkennung glatter Gleichfehlerströme UND Wechselfehlerströme).
  • Wenn der Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme schriftlich informiert wurde.
  • Wenn der Hausbesitzer oder die Verwaltung ihre Zustimmung gegeben haben (für sichtbare Solarmodule auf Fassade oder Balkon).
  • Wenn die Installation sicher befestigt ist und unempfindlich für Windeinflüsse ist.
  • Wenn der Stecker der Anlage in eine Aussensteckdose eingesteckt wird, die den Sicherheitsnormen entspricht (jede Veränderung einer Steckdose muss von einem qualifizierten Elektriker vorgenommen werden).
  • Wenn die Installation an einer Steckdose angeschlossen ist, die mit der gleichen elektrischen Phase verbunden ist, wie die ständig laufenden Geräte (Kühlschrank, Tiefkühler, Modem, Ladegerät für Batterien etc.)
  • Wenn das bzw. die Solarmodule vollständig von der Sonne beschienen werden (ein kleiner Schattenfleck reduziert die Leistung aller Solarzellen des Moduls).
  • Wenn das bzw. die Solarmodule von Staub, altem Laub und Vogelkot gereinigt werden, und wenn man auch den Schnee entfernt.
  • Wenn man zudem nicht vergisst, Strom zu sparen, hauptsächlich während der Wintermonate.

 

Empfehlung der ESTI für Plug-&-Play-Photovoltaikanlagen

www.swissolar.ch, Schweizerische Fachverband für Sonnenenergie

Photovoltaikanlage (Solarmodule zur Stromerzeugung)

 

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Komfort und Gesundheit hängen auch vom Energieverbrauch und der Umgebung ab

Infrarot-Bild

Es lässt sich leicht erahnen, dass der Begriff "Komfort" in einer Wohnung oder in einem Büro individuell unterschiedlich bewertet wird. Aber wussten Sie auch, dass der Komfort nicht nur von der Gesundheit einer Person abhängt, sondern auch vom Energieverbrauch und der Qualität des Wohn- bzw. Arbeitsraums?

Nehmen wir zum Beispiel ein Fenster älterer Bauart mit Einfachverglasung. Wenn man im Winter neben einem solchen Fenster sitzt (siehe das Infrarot-Foto), spürt man die unangenehme Kälte der Scheiben, denn das Fenster ist nur wenige Grad wärmer als die Aussentemperatur – und auch sein alter Rahmen lässt in der Regel die kalte Luft ungemütlich durchziehen.

Ausserdem hält eine einfache Verglasung Lärm und Erschütterungen der Strasse nicht ab – ganz zu schweigen von den Heizenergieverlusten, die solche Fenster begünstigen. Kältegefühl, Durchzug, Lärm, übermässiger Energieverbrauch (und Umweltverschmutzung die damit einhergeht): diese Probleme im Bereich "Komfort-Gesundheit-Energie-Umwelt" können mit einem modernen Fenster mit Doppel- oder Dreifachverglasung gelöst werden.

Die nachstehende winterliche Raumszene hält eine ganze Reihe an nützlichen Informationen bereit. Entdecken Sie die Ratschläge (oder rufen Sie sie sich in Erinnerung), wie Sie Ihren Wohnkomfort und ihre Gesundheit verbessern können und gleichzeitig ihren Energieverbrauch sowie die damit einhergehenden schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt verringern können.

 

Berühren Sie die Nummern und Logos.

interactifstandard

Winterliche Raumszene Infobulle-1: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-2: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-3: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-4: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-5: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-6: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-7: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-8: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-9: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-10: Sprechblasen-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-11: Nase-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-12: Ohr-Icon, das ein Informationsfenster öffnet. Infobulle-13: Zugluft-Icon, das ein Informationsfenster öffnet.

1. Schimmel

Sind Wände, Decken und Fensterrahmen feucht, können Sie von Schimmelpilzen befallen werden. Die Gesundheitsgefährdung steigt mit dem Ausmass des Befalls. Schimmel entlässt winzig kleine Pilzsporen und giftige Substanzen in die Raumluft, was zu Reizungen der Augen, der Haut und der Atemwege führen kann. Auf lange Sicht können diese Irritationen zu Allergien und chronischer Bronchitis auswachsen und sogar Asthma verursachen.

Die Feuchtigkeit, die den Schimmelbefall begünstigt, stammt meistens von den Bewohnern selbst (aus der Atemluft und Transpiration) sowie von ihren Aktivitäten (Wasserdampf aus Dusche und Küche, Feuchtigkeit vom Wäschetrocknen). Sie schlägt sich auf den kältesten Flächen des Gebäudes nieder: schlecht isolierte Wände, einfache Fensterverglasung, Fensterrahmen aus Metall etc. Mit regelmässigem Lüften kann die Feuchtigkeit abgeführt werden.

Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmelbefall können in einem älteren Gebäude (ohne Lüftungssystem) nach dem Einbau von neuen Fenstern auftreten, die keine Luft mehr einlassen. Da moderne Fenster viel Luftdichter sind als alte, muss man die Fenster mehrmals am Tag für einige Minuten weit öffnen. Die Feuchtigkeit kann auch aus dem Boden stammen und in die Mauern hochsteigen; sie kann durch Regen verursacht werden, der durch Risse in den Mauern oder durch schadhafte Stellen im Dach eindringt und nicht zuletzt kann sie auch von einer undichten Wasserleitung verursacht werden.

Feuchtigkeitsprobleme und Schimmel • Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Lüften

2. Ausdünstungen von Reinigungsmitteln

Im Gegensatz zu dem, was die Werbung suggeriert, ist es ungesund, den "frischen" Duft von Putzmitteln und Haushaltsreinigern einzuatmen. Ausserdem tragen die den Reinigern zugefügten Duftstoffe, egal ob synthetisch oder natürlich, zur weiteren Verschmutzung der Raumluft bei, die vor allem bei nicht kontinuierlicher Lüftung oft bereits ziemlich mit Schadstoffen belastet ist.

Beachten Sie auch, dass nur Möbel aus unbehandeltem Holz Pflegeprodukte absorbieren können. Benutzt man solche Mittel auf lackiertem oder beschichtetem Holz (z.B. Melamin), setzt es sich auf der Oberfläche fest und verdunstet in den Raum.

Schmutz und Staub im Haushalt lassen sich sehr einfach mit einem guten Mikrofasertuch und lauwarmem Wasser entfernen: dies ist die beste Lösung für die eigene Gesundheit und die Umwelt. Im übrigen wird auch von Haushaltsreinigern, die Desinfektionsmittel enthalten, abgeraten, ausser wenn es der fragile Gesundheitszustand der Bewohner erfordert – ein Haushalt ist kein Spital.

Reinigungsmittel

Wohnhygiene und Haushaltprodukte • Bundesamt für Gesundheit (BAG)

3. Kerzenrauch

Keine Kerze reinigt die Luft. Im Gegenteil: das Verbrennen von Wachs, Farb- und Duftstoffen (falls enthalten) belastet die Raumluft mit zusätzlichen Schadstoffen und Feinstaubpartikeln. Sobald die Kerzenflamme an ihrem höchsten Punkt ausfranst (statt ruhig und abgerundet zu brennen), russt die Flamme und gibt an diesen Zackenspitzen Feinstaubpartikel ab. Und raucht die Kerze sogar gut sichtbar, ist die Verschmutzung beträchtlich.

Damit man das behagliche Ambiente geniessen kann, das Kerzen so gut schaffen, und gleichzeitig die Schadstoffbelastung im Raum so gering wie möglich hält, sollte man Kerzen ohne Duftstoffe, ohne Farbstoffe und ohne Pailletten sowie solche mit einem einzigen, dünnen Docht wählen. Wird der Docht beim Abbrennen immer länger, muss man ihn einkürzen, damit die Flamme nicht russt und Feinstaubpartikel absondert. Denn je länger der Docht ist, umso eher wird die Flamme russen.

Kerzen sorgfältig auswählen

4. Temperatur von Fenstern und Wänden

Im Winter kann man sogar frösteln, wenn das Thermometer in der Raummitte 22°C anzeigt. Denn das Thermometer misst nur die Temperatur der Umgebungsluft, sagt aber nichts aus über die Temperatur von Wänden, Boden, Decke und Fenstern, die uns umgeben. Unser Körper hingegen nimmt die Kälte von kalten Oberflächen in seiner Nähe sehr gut war, wie man leicht feststellen kann, wenn man in einem Lebensmittelgeschäft vor den grossen Schränken mit Tiefkühlprodukten vorbeigeht.

In einem schlecht isolierten Gebäude mit alten Fenstern können die Fensterscheiben und Aussenwände sehr kalt sein, während die Innenwände wohltemperiert sind. Um diesen Temperaturunterschied auszugleichen, der ein unbehagliches Kältegefühl verursacht, neigt man dazu, die Heizung höher zu stellen, um die Raumtemperatur zu erhöhen. Verbessert man die Wärmedämmung des Gebäudes, indem man moderne Fenster einsetzt, kann man nicht nur den Heizenergieverbrauch reduzieren, weil weniger Heizwärme durch die Mauern und Fenster entweicht, sondern auch weil sich die Bewohner bei niedrigeren Temperaturen (zum Beispiel 19°C statt 22°C) in dem behaglicheren Wohnklima wohlfühlen.

Thermische Behaglichkeit

Die richtige Wahl der Fenster

Isolation

5. Flickern von Glühbirnen und Lampen

In einem Raum hängt die visuelle Behaglichkeit zum grossen Teil von den Glühbirnen und Lampen ab, die installiert sind. Es gibt aber viele Gütemerkmale, die die Beleuchtungsqualität beeinflussen können: Lichtstärke, Farbtemperatur, Lichtspektrum etc. Ein sehr wichtiges Merkmal, das allerdings (noch) nicht auf der Verpackung angegeben ist, ist das Flickern (oder Flackern oder Flimmern), genauer gesagt: die Neigung einer Lampe oder einer Glühbirne, die Leuchtdichte sehr schnell zu wechseln, ohne dass wir dies bewusst wahrnehmen können. Das Flickern bestimmter Lampen und Girlanden kann Sehbeschwerden und Kopfschmerzen verursachen und sogar Epilepsieanfälle auslösen.

Flickern von Glühbirnen und Lampen

Glühbirnen gut wählen

6. Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Lufttemperatur und Feuchtigkeit hängen voneinander ab. Je wärmer ein Raum ist, umso trockener wird die Luft. Und senkt man die Temperatur, so steigt die Luftfeuchtigkeit. Wenn man nicht an bestimmten Krankheiten leidet, so empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 50%, also eine eher trockene Umgebungsluft. Denn wenn die Luft feucht ist (mehr als 50%), können Probleme entstehen – insbesondere Schimmel, der sich in den Ecken der kältesten Wände bilden kann. Bevor man sich einen Luftbefeuchter anschafft, empfiehlt es sich, ein Hygrometer aufzustellen (ein kleines Instrument, das die Luftfeuchtigkeit misst). Im Handel sind verschiedene kleine Messgeräte erhältlich, die Thermometer und Hygrometer kombiniert anbieten.

Feuchtigkeit und Luftbefeuchter

7. Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen bringen ein bisschen Natur in Wohnung und Büro. Sie können bestimmte Luftschadstoffe absorbieren, ihr Einfluss auf die Raumluft wird von der Werbung aber oft übertrieben. Wahr ist hingegen, dass bestimmte Pflanzen Allergien auslösen können, wie zum Beispiel Ficus benjamina, eine Pflanze, die Latexstaub absondert. Im Winter können einige Pflanzen mit der Verdunstung von Wasser die Luft um ein willkommenes Quäntchen Feuchtigkeit bereichern und vorteilhaft einen Luftbefeuchter ersetzen.

Zimmerpflanzen

8. Teppich und Spannteppich

Ausser dem dekorativen Aspekt kann ein Teppich (oder ein Spannteppich) Einfluss auf den Komfort und den Energieverbrauch des Gebäudes nehmen. Besitzt der Raum eine Bodenheizung, so hat ein dicker Teppich eine isolierende Wirkung und begrenzt die Wärmeabgabe der Heizschlangen im Boden. Wird der Raum hingegen mit einem Heizkörper geheizt und ist der Boden kalt, so trägt der Teppich als willkommene Wärmedämmung gegen die Bodenkälte bei.

Teppiche und Spannteppiche dämpfen den Lärm zwischen Nachbarn, hauptsächlich den Lärm von Schritten und vom Stühlerücken. Wenn man sie aber nicht regelmässig staubsaugt, können sie zu richtiggehenden "Staubnestern" werden. Ausserdem ist zu bedenken, dass bestimmte Textilien und Teppichleime von Spannteppichen Schadstoffe in die Luft abgeben können (besonders Formaldehyd) – deshalb ist es so wichtig, gut zu lüften.

Luftverschmutzung von Innenräumen durch Formaldehyd • Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Bodenheizung

9. Qualität der Bildschirmbeleuchtung

LED-Bildschirme von Fernsehern, Computern, Tablets und Smartphones senden oft Licht mit grossen Blauanteil aus. Unser Organismus ist allerdings auf natürliches Sonnenlicht eingestellt, dessen Blauanteil um die Mittagszeit sehr hoch, morgens und abends jedoch sehr niedrig ist. Diese Veränderungen innerhalb des Tages steuern in unserem Gehirn die Melatoninproduktion, ein Hormon, das uns schläfrig macht. Schaut man abends zu lange auf den Bildschirm, kann dies den Schlaf stören.

Um unsere Augen nicht übermässig blauem Licht auszusetzen, kann man auf den meisten Computern, Tablets und Smartphones ein kleine Software installieren (oder aktivieren*), welche die Bildschirmfarben automatisch anpasst sobald die Sonne untergeht (Twilight für Android, Night Shift* für iPhone und iOS, f.lux für Computer).

 Software f.lux -www.jusgetflux.com

10. Summende und brummende Adapter

Viele Lampen oder elektrische und elektronische Geräte sind mit einem Stromadapter ausgerüstet oder anders gesagt: haben einen im Stecker integrierten Transformator. Ein Adapter wandelt den Wechselstrom aus dem Stromnetz (230V/50Hz) in Niederspannungsgleichstrom um. Bei diesem Vorgang entsteht ein mehr oder weniger gut hörbares Brummen. Und dieser Brummton verschwindet in der Regel nicht, wenn man das Gerät oder die Lampe ausschaltet, denn der im Stecker integrierte Transformator bezieht weiterhin Strom (versteckter Verbrauch). Schwere, klobige Adapter älteren Datums verbrauchen stetig einige Watt Strom. Das merkt man übrigens auch daran, dass sie warm wie kleine Heizkörper sind, wenn man sie berührt.

Um den versteckten Stromverbrauch sowie die Brummtöne zu vermeiden, die unseren Wohnkomfort beeinträchtigen, kann man sich eine Mehrfachsteckdose mit Schalter anschaffen. Es gibt unzählige Modelle, von der kleinen Kompaktsteckdose für nur eine Lampe bis hin zur grossen Steckdosenleiste, in die man bis zu sechs Geräte einstecken kann.

Versteckter Stromverbrauch des Adapters

11. Luftqualität

Die Raumluft einer Wohnung ist oft stärker verschmutzt als die Luft im Freien, denn zu deren Schadstoffen kommen noch diejenige aus dem Wohnungsinnern hinzu: VOC – flüchtige organische Verbindungen (vom Braten mit Ölen und Fetten, aus Reinigungsmitteln, Geruch aus elektronischen Geräten, Farbanstrichen etc.); Staub von Textilien (Teppiche, Spannteppiche, Vorhänge, Kleider) und Absonderungen und Ausdünstungen von Mensch und Haustieren (CO2 und Feuchtigkeit aus Atemluft und Transpiration, Hautschüppchen, Tierhaare, Federn, Körpergerüche) etc.; Rauch und Russ von Zigaretten, Kerzen und Räucherstäbchen. Alles in allem Grund genug, die Räume Ihrer Gesundheit zuliebe regelmässig zu lüften.

Ist das Gebäude mit einer Komfortlüftung mit Zu- und Abluftkanälen ausgestattet, wird die Luft mit einem elektrischen System ständig erneuert: frische Luft wird in die Schlaf- und Wohnzimmer geleitet und die schlechte Luft aus Küche, Bad und WC wird abgeleitet. Hier muss man aufpassen, dass die Luftzirkulation nicht behindert wird, also die Lüftungsschlitze zwischen zwei Zimmern nicht mit Möbeln verstellen oder Bildern zuhängen.

Schadstoffe in Innenräumen • Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Lüftung

12. Lärm

Mehr als eine Million Einwohner in der Schweiz leiden unter Lärm, der hauptsächlich vom motorisierten Strassenverkehr, aber auch von Zügen und Flugzeugen stammt. Hinzu kommen auch die Lärmbelästigungen von Baustellen, Rasenmähern, Laubbläsern und vom Nachtleben etc.

Lärm führt nicht nur zu Gereiztheit und schlaflosen Nächten. Er verursacht Aufmerksamkeits- und Hörstörungen, begünstigt Bluthochdruck und lässt das Risiko für Herzattacken ansteigen. Er ist sogar einer jener Faktoren, welche die Lebensqualität am meisten reduzieren.

Moderne Gebäude sind nach Normen gebaut, welche die Bewohner vom Strassenlärm und den Geräuschen in den Nachbarwohnungen schützen. Eine Komfortlüftung erlaubt es, bei geschlossenem Fenster zu schlafen. Bei älteren Gebäuden, die in lärmigen Gegenden liegen, können die Lärmbelästigungen stark verringert werden, indem neue Lärmschutzfenster eingebaut werden. Für den Lärm im Innern der Gebäude gilt aber, dass nur die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Nachbarn Abhilfe schaffen kann: also Teppiche und Filzgleiter unter quietschende Möbel legen, Hausschuhe tragen, Ruhezeiten einhalten.

Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit • Bundesamt für Gesundheit (BAG)

13. Zugluft

Auch wenn jede Person unterschiedlich empfindlich auf Zugluft reagiert, so ist man sich darin einig, dass ein Luftstrom mit einer Geschwindigkeit von 0,2 Meter pro Sekunde von uns allen wahrgenommen wird. Je kühler die Luft im Winter ist, umso eher wird ein Luftzug als unangenehm empfunden. Anders gesagt: gibt es Durchzug, neigt man dazu, die Heizung höher zu stellen.

Zugluft hat verschiedene Entstehungsursachen. Am unangenehmsten empfunden wird kalte Luft, die durch undicht schliessende Fenster und Türen strömt (diesen Durchzug kann man abmindern, indem man klebbare Gummidichtungen anbringt, wie sie im Baumarkt verkauft werden). Es gibt auch Luftströme, der von sehr heissen Heizkörpern verursacht werden, die im Raum an einer kalten Aussenwand angebracht sind (wegen schlechter Gebäudeisolierung). Und dann gibt es auch den Durchzug zwischen den Etagen, z.B. wenn die Kellertüre offen steht (dieses Problem kann mit einem schweren Vorhang ganz wesentlich verbessert werden). Und schliesslich gibt es noch den Luftzug, der durch ein offenes Kaminfeuer verursacht wird: Das Feuer saugt die warme Raumluft an und befördert sie mit dem Rauch durch das Kamin nach draussen (das Problem kann mit der Modernisierung des Cheminées behoben werden).

In einem modernen oder sanierten Gebäude kann störende Zugluft auch aufgrund einer automatischen Komfortlüftung entstehen, die zuviel Luft ausstösst.

Radiator/Konvektor

Cheminee modernisieren

 

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