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Wussten Sie schon?

Je kleiner die Portionen, desto mehr Abfall

Eine sehr kleine Konservenbüchse mit nur einer Erbse

Bei den Haushaltsabfällen spielt ein Gesetz der Geometrie eine bedeutende Rolle, egal ob es sich um eine Konservenbüchse mit Erbsen, eine Getränkeflasche, ein Tetra Pak mit Fruchtsaft oder eine Schachtel Cornflakes handelt:

  • Je kleiner das Produkt, desto mehr Verpackung wird im Verhältnis zum Inhalt benötigt.

Man sich leicht selber davon überzeugen, indem man zwei Tetra Pak Orangensaft von je einem halben Liter aufeinanderlegt, um einen Liter nachzubilden: die beiden Flächen der Verpackung, die sich berühren, fallen bei der Verpackung von einem Liter nicht an (vergleiche Schema).

Gewicht und Bedeutung der Verpackung

Für einen Vergleich kann man auch eine Küchenwaage benutzen, indem man Produkte derselben Marke mit unterschiedlichen Inhaltsgrössen wiegt. Man stellt fest, dass je kleiner das Volumen der Getränkeflasche ist, umso mehr Verpackungsmaterial im Verhältnis zum Inhalt benötigt wird. Unter Berücksichtigung aller Unterschiede verursacht deshalb eine kleine PET-Getränkeflasche von 0,33 Liter zweimal mehr Plastikabfall als eine grosse PET-Getränkeflasche von 1,5 Liter. Der Unterschied zwischen einem normal grossen Konfitürenglas und den Einzelportionen in Miniaturgläschen ist aber noch viel grösser: Die mit Konfitüre aus solchen Kleinstgläschen bestrichene Brotschnitte verursacht dreimal so viel Abfall an Glas (das Töpfchen), Blech (der Deckel) und Papier (die Etikette) wie ein Konfibrot mit Konfitüre aus einem grossen Topf. Und schliesslich, um beim Frühstück zu bleiben, erzeugt die Schale Cornflakes aus dem Ein-Portionen-Karton (20 g) gar das Vierfache an Abfall (Karton und Plastik) wie eine Schale Cornflakes aus einem grossen Karton (500 g).

Verpackungen im Vergleich: Tetra Pak Orangensaft 0,5 Liter vs 1 Liter

Kleiner Haushalt, kleine Portionen

Familienpackungen sind auf den Inhalt bezogen billiger, da sie nicht nur weniger Verpackungsmaterial als kleine Einzelportionen benötigen, sondern auch weniger Aufwand für den Warenumschlag (z.B. Transport und Auffüllen der Verkaufsregale) sowie geringere Kosten in der Buchhaltung und im Verkauf verursachen. In der Schweiz und den sie angrenzenden Ländern werden aber immer mehr Waren in Form von Kleinportionen gekauft.

Dieses Phänomen erklärt sich dadurch, dass die Grösse der Haushalte stärker abnimmt, als die Bevölkerung wächst. Mit anderen Worten: Immer weniger Personen leben zusammen unter einem Dach. Während 1970 die Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte noch 40% der Gesamthaushalte ausmachten, sind es heute fast 70% – und mehr als ein Drittel der Wohnungen werden nur von einer Person bewohnt.

Das Glühwürmchen vergleicht 2 Flaschen von 0,5 Liter mit einer von 1 Liter

Mehr Recycling, aber auch mehr Abfälle

Dass die Menge der Siedlungsabfälle nach wie vor zunimmt (689 kg pro Einwohner im Jahr 2011) lässt sich nur teilweise durch die kleiner werdenden Haushaltsgrössen erklären. Der Zuwachs an Abfällen entsteht auch dadurch, dass heutzutage immer mehr verpackte Produkte konsumiert werden, besonders vorgekochte Gerichte. Erfreulicherweise wird das ständig wachsende Abfallvolumen etwas nivelliert, denn immer mehr Menschen in unserem Land recyclieren ihre Haushaltsabfälle immer sorgfältiger und entsorgen sie getrennt in den dafür vorgesehenen verschiedenen Containern und Sammelbehältern: Altglas, Altpapier und Karton, PET-Flaschen, Aluminium und Weissblech, Batterien und Akkus, Textilien etc. Gesamtschweizerisch betrachtet werden heute rund 50% der Siedlungsabfälle sortiert und zur Wertschöpfung in Recyclingprozesse überführt.

Abfallrecycling ist notwendig, das ist unbestritten. Um die Ressourcen und das Klima unserer Erde zu schonen, sollte aber auch viel weniger Abfall produziert werden. Hier deshalb einige Hinweise, wie dies im Bereich der Lebensmittel gelingen kann :

  • Lieber Grosspackungen wählen als Kleinstportionen, sofern man nicht riskiert, diese Lebensmittel wegwerfen zu müssen, weil die Haltbarkeit überschritten wird!
  • Keine übermässig verpackten Produkte kaufen.
  • Früchte und Gemüse lieber offen kaufen als solche, die in Plastikschalen angeboten werden.
  • Produkte bevorzugen, die nachgefüllt werden können (Kaffee, Kakao…)
  • Praktische Verpackungsdosen aufbewahren, denn sie können als Vorratsdosen wieder aufgefüllt werden oder andersweitig nützlich sein.
  • Zum Einkaufen eine Tragtasche oder einen Einkaufswagen (Shopping Trolley) benutzen, so braucht man wenig bis keine wegwerfbaren Plastikbeutel im Laden. Es gibt sehr leichte und trotzdem solide Einkaufstaschen, die zusammengefaltet weniger Platz benötigen als ein Brillenetui.
  • Lieber Leitungswasser trinken als Mineralwasser aus Getränkeflaschen. Sollte es nach Chlor riechen, einfach vor dem Servieren eine Stunde lang in einer Glasflache in den Kühlschrank (oder in einer Karaffe auf den Tisch) stellen.
  • Waren bevorzugen, deren Verpackung aus Recycling-Material hergestellt ist oder tatsächlich rezyklierbar ist.
    Logo du Grüne-PunktAchtung: Dieses kleine Logo (Der grüne Punkt) bedeutet nicht, dass die Verpackung rezyklierbar ist, und auch nicht dass sie recycelt wird, sondern dass der Hersteller eine Gebühr für die Abfälle entrichtet hat.

 

Einfach Sprühöffnungen säubern – und die Geschirrspülmaschine kann zu ihrer gewohnten Leistung zurückfinden

 Geschirrspülmaschine: Sprühöffnungen säubern

Ein paar wenige, einfache Handgriffe können einer Geschirrspülmaschine, die nicht mehr gut spült, ihre ursprüngliche Waschkraft zurückgeben: reinigen Sie die verstopften Sprühöffnungen der "Sprüharme" gründlich, damit sich diese wieder frei drehen und das Spülwasser über dem zu spülenden Geschirr und den Küchenutensilien versprühen können. Denn es passiert in der Tat ziemlich oft, dass von den Öffnungen für den Wasseraustritt entlang eines Sprüharms eine oder mehrere der Düsen mit Flusen von abgelösten Papierfitzelchen, Gemüsefasern, Fruchtkernen oder Fischgräten verstopft sind. Mit dem Ergebnis, dass der Sprüharm nicht nur das Geschirr nicht mehr an allen Stellen absprühen kann, sondern sich auch viel weniger kraftvoll dreht.

In einer Geschirrspülmaschine gibt es keine mechanische Vorrichtung, welche die Sprüharme rotieren lässt: wie bei einem Wassersprinkler für den Garten wird das Wasser unter einem präzisen Winkel mit Druck ausgestossen: so entsteht die Rotationskraft. Die an den äusseren Enden des Sprüharms gelegenen Öffnungen sind schräg angeordnet, um den Strahlantrieb zu unterstützen. Leider sind sie es auch, die am häufigsten verschmutzt sind, was die Rotationskraft verringert.

Einfach Sprühöffnungen säubern – und die Geschirrspülmaschine kann zu ihrer gewohnten Leistung zurückfinden

Das Wasser bewegt sich in einem geschlossenem Kreislauf

Während des Waschgangs wie auch während des Vorwaschens oder dem Spülen verbleibt sich das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf: hat es den im Boden der Maschine eingelassenen Filter passiert, wird es mit einer Pumpe in die Sprüharme gepumpt, bevor es dann wieder zum Filter zurückfliesst. Ist der Filter mit Speiseresten verschmutzt, beeinträchtigt dies auch den Wasserkreislauf und der Geschirrspüler verliert an Leistung. Damit die Maschine immer gut funktioniert, müssen deshalb die Öffnungen der Sprüharme sowie der Filter regelmässig gereinigt werden.

Gebrauchsanleitung zum Reinigen der Sprüharme einer Geschirrspülmaschine

  • Schauen Sie in Ihrem Geschirrspüler nach, wo die Sprüharme sind; in der Regel sind es 2 oder 3. Manche sind an der Maschine selbst angebracht, andere sind Bestandteile der Geschirrkörbe (im Allgemeinen muss man diese herausziehen). Besitzt Ihr Geschirrspüler ganz zuoberst eine Besteckschublade, ist meist ein kleiner Drehsprüharm oben an der Decke der Maschine befestigt.
  • Demontieren Sie einen Sprüharm aus der Maschine, aber merken Sie sich Ihre Vorgehensweise, damit Sie ihn später wieder richtig einsetzen können. Manchmal muss man ziehen, manchmal einen Ring oder eine Schraube drehen, manchmal muss man den Sprüharm nach oben drücken und nach Links drehen (normale Aufdrehrichtung)... Wenn Sie nicht herausfinden, wie Sie die Sprüharme entfernen können, schauen Sie in der Gebrauchsanleitung nach: dieser Arbeitsvorgang ist Teil des gebräuchlichen Unterhalts aller Geschirrspülmaschinen. Haben Sie keine Gebrauchsanleitung, schauen Sie im Internet auf der Website des Herstellers nach: oft kann man die Gebrauchsanleitungen im pdf-Format herunterladen. Die Kennzeichnung des Maschinenmodells kann man meist der Etikette am Türrahmen entnehmen.
  • Überprüfen Sie die Sprühöffnungen und reinigen Sie diejenigen, die verstopft sind mit einem Zahnstocher (Achtung, damit er nicht in der Düse abbricht), einem Spiess für Cornichons, einer aufgebogenen Büroklammer... ohne die Düsenöffnung zu beschädigen oder zu vergrössern.
  • Zur Kontrolle, ob alle Sprühöffnungen nach der Reinigung frei gelegt sind und um die Rückstände zu entfernen, halten Sie den Sprüharm unter den Wasserhahn und lassen Sie das Wasser in Richtung seiner Mitte fliessen, dahin wo das Wasser von der Maschine in den Sprüharm gepumpt wird: sind die Düsen schön freigelegt, sprudelt das Wasser aus dem grossen Loch hervor.
  • Setzen Sie den Sprüharm wieder in die Maschine ein und vergewissern Sie sich, dass er frei dreht.
  • ermeiden Sie es in Zukunft, dass Papier in den Geschirrspüler gelangt: keine Konfituren- und Konservengläser mit Etiketten, neue Küchenutensilien mit Preisetiketten oder kleine Reste von Papierservietten...
Der Glühwürmchen säubert seine Geschirrspülmaschine

Verstopfte Sprüharme brauchen mehr Strom und verleiten zum Überdosieren der Spülmittel

Wenn ein Geschirrspüler das Geschirr nicht mehr gut reinigt, weil sein Filter verschmutzt und die Düsen der Sprüharme verstopft sind, versucht man die schlechte Leistung dadurch zu kompensieren, indem man mehr Spülmittel benutzt, ein länger dauerndes Programm mit höheren Temperaturen wählt – oder sogar das Geschirr unter fliessendem Heisswasser (!) vorwäscht, bevor man es in Geschirrkörbe der Maschine einfüllt (was bei einer gut funktionierenden Geschirrspülmaschine überflüssig ist). Wenn das Geschirr nach der Reinigung der Sprühöffnungen sauber gewaschen wird, wählen Sie ein weniger intensives Programm und reduzieren Sie das Spülmittel. Ist das Spülresultat immer noch gut, können Sie die Pulvermenge weiter reduzieren, so lange, bis Sie die kleinstmögliche Dosierung gefunden haben. Nebenbei bemerkt: die Menge des Geschirrspülmittels lässt sich mit Pulver leichter verringern als mit Tabs. Um die Gewässer zu schützen, wählen Sie am besten ein Geschirrspülmittel ohne Phosphate, das mit einem Ökolabel ausgezeichnet ist.

Klarspüler : nicht unbedingt notwendig

Wussten Sie, dass der Klarspüler für den Betrieb der Geschirrspülmaschine nicht notwendig ist? Wenn man ein paar Kalkflecken auf den Gläsern nicht scheut, ist es besser darauf zu verzichten, so gelangen weniger Schadstoffe in unsere Gewässer. Weitere nützliche Ratschläge sowie ein Merkblatt (zum Aufhängen am Kühlschrank) finden Sie auf dieser Seite:

Geschirrspülmaschine

 

Ferien – oder Wochenendhaus: bereits ab 5 Tagen Abwesenheit lohnt es sich, die Heizung auf 6°C abzusenken

Wochenendhaus mit einer Winterkappe

Die meisten der Schweizer Ferien- und Wochenendhäuser liegen in den Bergen – Regionen also, in denen die Heizperiode 8 Monate dauern kann. Hausbesitzer haben jedoch keinen Nutzen davon, die Zweitwohnung ständig zu heizen, auch dann nicht, wenn sie regelmässig die Wochenenden dort verbringen. Entgegen der landläufigen Vorstellung benötigt es weniger Energie die Raumtemperatur von 6°C auf 20°C zu erwärmen als eine Temperatur zwischen 15°C und 20°C während fünf Tagen Abwesenheit aufrecht zu erhalten. Und der Energiegewinn ist natürlich umso grösser, je länger die Abwesenheit dauert.

Das Absenken der Temperatur schadet dem Komfort keineswegs, da mittlerweile verlässliche Systeme erhältlich sind, mit denen die Heizung auf Distanz geregelt werden kann – damit sie bei Ihrer Ankunft von einer angenehmen Wärme empfangen werden...

Technische Lösungen gibt es für praktisch alle Heizungen

Die meisten Heizungen können aus der Ferne eingeschaltet oder gesteuert werden:

  • über das Festnetz-Telefon oder das Handy
  • via SMS
  • mit dem Internet
Das Glühwürmchen regelt die Heizung auf Distanz

Bei zahlreichen automatischen Heizungen (Gas, Öl oder Pellets) und Wärmepumpen sind die nötigen Anschlussmöglichkeiten für Fernsteuergeräte bereits vorhanden (bzw. vorgesehen), über welche sie die Steuerbefehle empfangen können. Es lohnt sich deshalb, bereits beim Kauf an eine solche Option zu denken. Für andere Heizungen wie zum Beispiel direkte elektrische Fussbodenheizungen oder Elektroradiatoren ist es praktisch immer möglich, den Zählerkasten des Hauses mit einer speziellen Fernsteuereinheit nachzurüsten, die mit der Heizungsinstallation und dem Festnetz-Telefon oder dem Handy verbunden ist. Um die beste technische Lösung zu finden, empfiehlt es sich, sich von einem Elektriker oder einem Heizungsfachmann beraten zu lassen. Die Fernsteuereinheit inklusive Installation kostet in der Regel zwischen CHF800.- und 1500.-

Die Fernsteuergeräte bieten verschiedene Benutzungsmöglichkeiten. Die einfachsten schalten den Heizbetrieb von der "Frostschutzsicherung" auf normale Raumtemperatur und umgekehrt. Andere regeln auch den Warmwasserboiler. Dann gibt es auch solche, welche verschiedene elektrische Geräte und die Beleuchtung einschalten können. Die allerausgeklügeltesten sind an Sensoren gekoppelt, welche den Hausbesitzer über die Temperatur der Wohnräume oder auch über die Anwesenheit eines Einbrecher informieren können. Für direkte Elektroheizungen besteht die Möglichkeit, die Radiatoren in den verschiedenen Zimmern einzeln zu steuern.

Steuerbefehle via Festnetz-Telefon oder Mobilnetz

Ist bereits ein Festnetz-Telephon installiert, benötigt man kein spezielles Zusatzabonnement zur Fernsteuerung der Heizung. Möchte man das Mobilnetz verwenden, muss das Fernsteuergerät mit einer SIM-Karte mit eigener Telefonnummer ausgerüstet sein. Ein Abo-Abschluss ist nicht nötig, da nur wenige SMS versendet werden, reicht eine Prepaid-Karte aus. Man kann seine Heizung auch über das Internet steuern, aber dies ist in der Regel viel teurer, und zwar nicht nur was die reellen Kosten bzw. Ausgaben betrifft, sondern auch bezüglich des Stroms, der für das Funktionieren des Dispositivs nötig ist.

Unabhängig davon, ob das Fernsteuergerät die Steuerbefehle per Telefontasten, mittels SMS oder via Internet erhält, es ist immer durch einen Sicherheitscode geschützt, damit nur zuvor bestimmte Personen die Befehle übermitteln können. Fernsteuergeräte quittieren die Ausführung des Steuerbefehls zur Temperaturerhöhung bzw. Absenkung der Heizung entweder mit einer Sprachnachricht oder einer Antwort-SMS. Einige Geräte können auch Warnmeldungen an ausgewählte Personen versenden (per SMS oder E-Mail), zum Beispiel wenn die Heizung ausfällt oder die Temperatur unnatürlich stark absinkt, weil ein Fenster offen gelassen wurde.

Différents modèles de commande du chauffage à distanceFernsteuergeräte

Fernsteuergeräte für Heizungen -www.topten.ch

SMS-Steckdose

Nur ein Zimmer heizen

Für den Fall, dass kein Fernsteuergerät an die Heizung angeschlossen werden kann, kann man sich einen kleinen freistehenden elektrischen Heizkörper (sog. Ölradiator) zulegen, und diesen mit einer speziellen Steckdose einschalten, welche eine SMS-Karte für Mobiltelefone besitzt und ferngesteuert auf SMS reagieren kann. Dies ermöglicht es, einige Stunden vor der Ankunft im Ferienhaus einen einzigen Raum zu heizen (Türe schliessen), so dass man wenigstens ein warmes Zimmer zur Verfügung hat, bis die anderen mit der manuell eingeschalteten Heizung aufgewärmt sind. Mit solchen SMS-Steckdosen können alle Elektrogeräte, die einzig mit Strom und ohne weitere Zusatzsteuerungen laufen, via Fernsteuerung ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Heizersparnis macht den Preis des Fernsteuergerätes schnell wett

Welcher Art das Ferienhaus auch ist – es lohnt sich, die Wohnungstemperatur während der Abwesenheitszeiten abzusenken, vor allem, wenn man nicht sicher ist, ob man schnell wieder zurückkommt. Wird die Raumtemperatur um nur ein Grad gesenkt, entspricht dies einer Energieeinsparung von 5 bis 7% (was sich auch im Portemonnaie bemerkbar macht). Senkt man die Temperatur von 21°C auf 15°C ab, bewirkt dies eine Einsparung von ungefähr 30% der Heizkosten (rund CHF 300.- pro Jahr für ein durchnittliches Chalet). Geht man bis auf 6°C, kann eine Einsparung von rund 60% erreicht werden – und sogar noch mehr, wenn man die Sonnenenergie nutzt, um die Räume frostfrei zu halten (siehe unten).

Die Heiztemperatur senken bewirkt zudem weitere Einsparungen: der Kompressormotor des Kühlschranks oder des Gefriergeräts läuft weniger; die Lebensmittelvorräte in den Schränken halten länger; der Heizkessel oder die Wärmepumpe weisen einen kleineren Verschleiss auf, da sie weniger oft laufen...

Sobald dann die wärmere Jahreszeit anbricht, sollte man nicht vergessen die Heizung auszuschalten, wenn man die Ferienwohnung verlässt (auf "Frostschutz" stellen), denn eine Heizung, die das ganze Jahr über auf eine Temperatur von 10°C eingestellt ist, kann sich an kühleren Tagen auch mitten im Sommer einschalten!

Bei Abwesenheit ist es sinnvoll, das Boilerwasser auf 10°C zu senken

Ist man mehr als vier Tage nicht im Ferienhaus, ist es sinnvoll, die Wassertemperatur im Boiler auf 10°C (Frostschutz) zu senken und die Umwälzpumpe für die Verteilung des Warmwassers (falls vorhanden) auszuschalten, um Strom zu sparen. Es ist wichtig, das Boilerwasser nicht auf einer mittleren Temperatur zu halten: bei 10°C können sich Legionellen (Bakterien, die schwere Lungenentzündung verursachen) nicht entwickeln, sie können sich aber vermehren, wenn die Wassertemperatur über 20°C liegt. Ab 50°C werden sie von der Hitze abgetötet. Die Ansteckung erfolgt nicht durch das Trinken dieses Wassers, sondern beim Duschen durch Einatmen der zerstäubten Wassertröpfchen, die Legionellen enthalten.

Temperatur während der Abwesenheit sowie den Moment der Temperaturerhöhung klug wählen

Der sinnvolle Gebrauch eines Fernsteuergerätes für die Heizung bedarf ein wenig Erfahrung. Die Zeit, die benötigt wird, um die Raumtemperatur zu erhöhen, hängt von der Aussentemperatur, von der Leistung der Heizung und von der Hauskonstruktion ab: Ein Holz-Chalet ist schneller warm als ein Haus aus Stein oder Beton; ein Gebäude mit Aussenisolation wird langsamer auskühlen, aber auch mehr Zeit benötigen, um erwärmt zu werden. Am Anfang ist es sich hilfreich, sich einige Parameter aufzuschreiben: die tiefste Temperatur, welche für das Ferienhaus während der Abwesenheit gewählt wurde; die Zeit, die zur Erreichung der gewünschte Raumtemperatur benötigt wurde; die Aussentemperaturen der Region des Ferienhauses.

Vergessen Sie nicht, dass eine Bodenheizung 2 bis 3Tage benötigt, bis die Raumtemperatur ein komfortables Niveau erreicht hat. Nutzen Sie bei Elektroheizungen den günstigeren Nachttarif für Strom: schalten Sie sie mindestens eine Nacht vor Ihrer Ankunft ein!

Eine nach Süden ausgerichtete Fenster

In Gebäuden mit mehreren Wohnungen kann die Absenkung der Temperatur einer Wohnung auf 6°C die Wände oder den Fussboden einer angrenzenden Wohnung so auskühlen, dass die Bewohner sie kaum mehr heizen können. Aus diesem Grund wird generell empfohlen, die Temperatur in Mehrfamilienhäusern nur bis auf 12°C zu senken. Ausserdem: wenn alle Wohnungsbesitzer ihre Heizung während ihrer Abwesenheit absenken, aber am Wochenende alle gleichzeitig wieder einschalten (zum Beispiel am Freitagmorgen), braucht es natürlich länger, bis alle Wohnungen wieder warm sind.

Bei nach Süden ausgerichteten Fenstern kann es sich lohnen, die Läden offen zu lassen

Ist die Heizung auf 8°C oder tiefer eingestellt, ist es besser, die Läden der auf der Südseite gelegenen Fenster offen zu lassen, da die in den Raum eintretende und dort gespeicherte Wärme durch die Sonnenstrahlen höher sein kann (passiver Energiegewinn) als der Wärmeverlust, der bei geschlossenen Läden entsteht. Beachten Sie in jedem Fall die tatsächliche Sonneneinstrahlung (Schattenwurf durch Dach, Balkon, Bäume, Berge oder Nachbargebäude sowie Sonnenscheindauer) und natürlich auch die Einbruchsgefahr.

Sollen die nach Süden ausgerichteten Fenster neu gewählt oder ersetzt werden, lohnt es sich, nicht nur eine gut isolierende Verglasung zu wählen (kleiner U-Wert), sondern auch eine solche, die genügend Sonnenenergie durchlässt (grosser g-Wert), um den solaren Wärmegewinn in der kalten Jahreszeit möglichst gut zu nutzen.

Die richtige Wahl der Fenster

Temperaturabsenkung verursacht nur selten Feuchtigkeitsprobleme

Das Risiko von Kondensationsproblemen ist in der Regel gering, ausser wenn die Gebäudehülle sehr dicht ist und eine grosse Feuchtigkeitsquelle im Hausinnern vorhanden ist (z.B. Wassereinsickerungen, Schwimmbad). In den Bergen ist die Innenluft der Ferienhäuser im Winter in der Regel sehr trocken.

In einigen Kantonen sind Fernsteuergeräte per Gesetz vorgeschrieben

Die Kantone Neuenburg und Wallis sind zurzeit die einzigen in der Westschweiz, welche neue Ferienwohnungen (einzeln oder kollektiv) mit dem Energiegesetz zum Einbau von Fernsteuergeräten mit mindestens zwei Raumtemperaturniveaus verpflichten. Diese Anforderungen werden ebenfalls Pflicht für bereits existierende Ferienwohnungen (einzeln oder kollektiv), wenn ein Wechsel des Heizungsverteilsystems vorgesehen ist.

Renovation und Heizung