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Wussten Sie schon?

Die Batterie des Elektrovelos erträgt weder Kälte noch Wärme und auch keine längere Entladung

 Elektrovelos Batterie

Die technologischen Fortschritte kommen auch den elektrischen Fahrrädern zugute. Nicht nur ihre Motoren werden leichter und gewinnen an Stärke, auch die Batterien sind weniger schwer, weisen aber gleichzeitig eine grössere Energiekapazität auf. Bei gleichem Gewicht kann man mit einer Li-ion-Batterie (Lithium-Ion) 4-mal mehr Kilometer zurücklegen als mit einer Blei-Batterie, und auch im Vergleich mit einer NiMH-Batterie (Nickel-Metalhydrid) schneiden sie um wenigstens 30% besser ab.

Ausserdem benötigt eine gute Li-ion-Batterie wenig Unterhalt, bei Nichtgebrauch des Fahrrads entlädt sich sehr langsam und reagiert zudem wenig empfindlich auf den Memory-Effekt (Verringerung der Speicherkapazität durch unvollständige Entladungen vor dem Wiederaufladen der Batterie). Darüber hinaus besitzt sie einen sehr guten Wirkungsgrad von bis zu mehr als 90%: das bedeutet, dass die Batterie beim Aufladen von 1 kWh Strom mindestens 0,9 kWh in den Speicher einlagert.

Verschiedene Li-ion-Technologien

Die Li-ion-Batterien finden deshalb in Europa grossen Anklang und dies obwohl sie teurer sind, insbesondere weil ihre Ladegeräte ein höheres Mass an Sicherheitsaspekten erfordern: Lithium ist ein entzündliches Element.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind verschiedene Li-ion-Technologien auf dem Markt: Li-NMC (Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid), Li-Po (Lithium-Polymer, auch LiPoly oder LiPo), LiFePO4 oder LFE (Lithium-Eisen-Phosphat)… Der Kaufpreis einer Lithium-Batterie bewegt sich zwischen CHF 500.- und 1200.-. Er ist nicht nur abhängig von der Anzahl der Ladezellen und deren Qualität (Leistung und Reichweite), sondern hängt auch von der Elektronik ab, welche das Laden bzw. Entladen steuert (Lebensdauer und Sicherheit der Batterie).

Elektrovelos Batterie

Bestimmte Batterie-Modelle behalten sogar alle Lade- und Entladezyklen, die sie durchlaufen, gespeichert. Dieser Speicher kann mit Hilfe eines an die Batterie angeschlossenen Computers eingesehen werden. So kann der Hersteller die Ladedaten im Falle technischer Probleme oder bei Garantieansprüchen seitens des Kunden nachprüfen.

Die Batterie altert auch wenn man sie nicht benutzt

Batterien altern, selbst wenn sie gar nicht benutzt werden. Der Alterungsprozess ist unvermeidlich und geschieht durch chemische Umwandlung. Mehr noch als die Lade- und Entladezyklen ist es die Zeit, die verstreicht, welche ihre Leistung verringert. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich vor dem Kauf eines elektrischen Fahrrads über das Produktionsalter des E-Bikes zu informieren. Ein E-Bike aus dem Schlussverkauf, das lange Monate im Lager gestanden hat, ist nicht unbedingt ein guter Kauf: die Batterie wird in der Regel als ein "Verschleissteil" betrachtet und ihre Garantie beginnt mit ihrem Herstellungsdatum und nicht am Kauftag des Fahrrads!

Eine Batterie hat in der Regel eine Garantiedauer von 2 Jahren. Bei normalen Gebrauch verliert sie jedes Jahr bis zu 10% ihrer Lebensdauer. Ist die Batterie von guter Qualität und wird sie sachgemäss behandelt (siehe weiter unten), kann sie während 4 bis 5 Jahren benutzt werden (das entspricht rund 800 Lade- und Entladezyklen), manchmal sogar noch länger. Damit sie so lange wie möglich hält, ist es wichtig, dass sie weder Kälte noch Hitze ausgesetzt wird und dass man sie auch nicht lange in entladenem Zustand aufbewahrt.

Schliesslich sollte man sich auch in Erinnerung rufen, dass eine Fahrrad-Batterie, die alt, kaputt oder sonst wie nicht mehr gebrauchsfähig ist, wie alle anderen Batterien und Ladegeräte ein "Sonderabfall" ist: man ist dazu verpflichtet, sie entweder in eine Sammelstelle oder in ein Verkaufsgeschäft zurückzubringen. Übrigens ist im Kaufpreis eine vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) von CHF 20.- enthalten, die dazu dient, die Aufbereitung und das Recycling zu finanzieren.

 

Tipps, damit die Batterie Ihres Elektro-Fahrrads länger hält

Beim Kauf :

  • Denken Sie bereits beim Kauf des Elektro-Fahrrads an das Auswechseln der Batterie: stammt sie von einem bekannten Hersteller? Wer könnte die Batterie in einigen Jahren auswechseln? Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten?
  • Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Technologie der Batterie ab: Li-ion? NiMH? Blei? Welche Reichweite bei einer Akkuladung? Welche Leistung? Und welche Lebensdauer darf man von ihr erwarten?
  • Kaufen Sie wenn möglich kein Bike, das lange Zeit vor dem Verkauf im Lager gestanden hat: seine Batterie hat bereits einen Teil ihrer Lebensdauer verloren.
  • Bitten Sie Ihren Verkäufer, die Gebrauchsanleitung der Batterie und des Ladegeräts beizulegen (oder schauen Sie, ob sie im Internet verfügbar ist). Achtung: Fahrräder eines Modelltyps können mit unterschiedlichen Motoren und Batterien ausgerüstet sein.

 

Der Glühwürmchen ladet die Batterie seines Elektrovelos

Beim Gebrauch :

  • Lesen Sie die Gebrauchsanleitung (!), damit Sie wissen, wie die Batterien in Gebrauch genommen werden müssen. Beachten Sie, dass bestimmte Batterien bei den ersten 2 bis 3 Einsätzen vor dem Wiederaufladen erst vollständig entleert werden müssen, bevor sie zu 100% wiederaufgeladen werden können.
  • Verwenden Sie immer das mit der Batterie mitgelieferte Ladegerät: die Elektronik des Ladegeräts kommuniziert mit der Batterie, um ein Überladen und eine Überhitzen zu vermeiden. Ist das Ladegerät lange in der Steckdose eingesteckt, besteht in der Regel keine Gefahr, die Batterie zu überladen, aber es kann nicht schaden, den Stecker nach beendetem Aufladen zu ziehen (schon nur um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden).
  • Im Idealfall benutzen Sie Ihr Fahrrad regelmässig, und es ist auch am besten, wenn Sie die vollständige Wiederaufladung der Batterie vornehmen, bevor diese ganz entleert ist. Vermeiden Sie es jedoch, eine zu kalte oder zu warme Batterie aufzuladen (sie erwärmt sich beim Fahren): lassen Sie sie vor dem Aufladen auf Umgebungstemperatur abkühlen.
  • Wenn Sie im voraus wissen, dass Sie das Elektro-Fahrrad während einiger Monate nicht benutzen werden, lassen Sie sich die Batterie nicht ganz entleeren und lagern Sie sie an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur. Im Allgemeinen steht in der Gebrauchsanleitung, ob die Batterie zum Lagern ganz oder teilweise geladen sein muss (bestimmte Li-ion-Batterien zum Beispiel sollten zu 60% ihrer Ladekapazität aufgeladen sein). Überprüfen Sie regelmässig die Ladepegel (Akkustand) ihrer Batterie und laden Sie sie wenn nötig wieder auf (zum Beispiel einmal im Monat).
  • Setzen Sie Ihre Batterie nicht lange extremen Temperaturen aus. Kälte wie auch Hitze schaden ihrer Leistungsdichte und ihrer Lebensdauer. Nehmen Sie ihre Batterie im Winter zwischen den Fahrten wenn möglich mit ins Haus, statt sie draussen am Fahrrad zu lassen. Im Sommer sollten Sie die Batterie vor Überhitzung schützen: lassen Sie sie nicht im Auto oder im Haus hinter einem der Sonne ausgesetzten Fenster liegen.
  • Kann die Batterie nicht mehr aufgeladen werden, weil sie zu lange (unbenutzt) in der Kälte geblieben war, kann man sich an eine für E-Bikes spezialisierte Werkstatt wenden: es gibt sehr leistungsstarke Ladegeräte, welche sie vielleicht wieder zum "Leben" erwecken können.
  • Laden Sie die Batterie nicht im Freien auf. Oft trägt das Ladegerät den Hinweis "IP21 Indoor use only": das bedeutet, dass es nicht gegen Regen geschützt ist.
  • Da das Ladegerät beim Aufladen der Batterie sehr heiss werden kann, sollten Sie darauf achten, dass es an einem luftigen Ort sowie nicht neben einem Heizkörper steht.
  • Entfernen Sie die Batterie, wenn Sie an Ihrem Elektro-Fahrrad werkeln oder wenn Sie Ihr E-Bike auf dem Dach eines Autos transportieren.
  • Schützen Sie die Akkukontakte der Batterie vor Feuchtigkeit (nicht auf die Erde oder in feuchtes Gras legen) und vermeiden Sie den Kontakt mit Metallgegenständen (Ketten und Fahrradschloss): dies kann einen Stromkurzschluss auslösen (irreparable Schäden) oder sogar einen Brand oder eine Explosion.
  • Ist die Batterie beschädigt (nach einem Sturz zum Beispiel), laden Sie sie nicht auf, sondern fragen Sie einen Verkäufer um Rat.

Dunstabzugshaube effizient und clever nutzen

Dunstabzugshaube

Dunstabzugshauben spielen eine bedeutende Rolle für unsere Gesundheit, da sie den Küchendunst absaugen und filtern. Besonders wichtig sind sie beim Braten, da die Ausdünstungen von heissen Ölen und Fetten nicht eingeatmet werden sollten, weil sie giftige Substanzen enthalten – insbesondere Acrolein, ein atemwegsreizender Stoff, der bei empfindlichen Personen Asthma auslösen kann. Gleichzeitig sorgt die Dunstabzugshaube dafür, dass Küche und Möbel nicht mit der Zeit mit einem Fettfilm überzogen werden, was nicht nur unappetitlich, sondern auch ungesund ist.

Je nach Art der Funktionsweise kann eine Dunstabzugshaube auch Wasserdampf, der beim Kochen entsteht, oder Schadstoffe aus den Kochflammen von Gasherden ableiten. Es gibt zwei Arten von Dunstabzugshauben:

  • Abluft-Dunstabzugshauben leiten die im Gebäudeinnern angesaugte Luft durch einen Abluftkanal nach draussen. Sie benötigen nur einen Fettfilter (waschbares Metallgeflecht oder synthetische Vliesmatten, auswechselbar und mit dem Haushaltsabfall entsorgbar), um zu verhindern, dass der oder die Motoren sowie der Abluftkanal von den Fettdämpfen verschmutzt werden. Abluftabzugshauben haben den Nachteil, dass sie während der Heizperiode die warme Raumluft nach draussen blasen. Aber auch im nicht eingeschalteten Zustand kann die Raumwärme durch den Abluftkanal entweichen, wenn dieser nicht abgedichtet ist.
  • Umluft-Dunstabzugshauben leiten die gefilterte Luft in die Küche zurück. Sie sind nicht nur mit einem Fettfilter ausgerüstet (waschbar oder wegwerfbar), sondern auch mit einem Filter gegen Gerüche (in der Regel sind dies Aktivkohlefilter, wegwerfbar oder regenerierbar nach Wäsche im Geschirrspüler und Trocknen im Backofen). Die zwei Filter sind oft kombiniert.
    Der Vorteil von Umluft-Dunstabzügen während der Heizperiode ist, dass sie keine warme Raumluft aus der Wohnung entlassen. Nachteilig ist allerdings, dass sie auch Wasserdampf nicht nach draussen befördern: Im Winter, wenn die Fensterscheiben und die Wände kalt sind, kann der Dampf darauf kondensieren und Schimmelbildung begünstigen. Ausserdem können sie nicht alle Gerüche eliminieren. Umluft-Systeme sind für Gasherde nicht geeignet, das sie die Verbrennungsschadstoffe (NOx, CO, Feinstaub), nicht nach draussen leiten.
Abluft-Dunstabzugshaube vs Umluft-Dunstabzugshaube

Links: Abluft-Dunstabzugshaube nur mit Fettfilter.
Rechts: Umluft-Dunstabzugshaube, mit Fett- und Geruchsfilter (Aktivkohlefilter).

 

Abluft-Dunstabzugshauben verursachen während der Heizperiode einen Energieverlust, da sie die warme Raumluft nach draussen leiten

Abluft-Dunstabzugshauben verursachen während der Heizperiode einen Energieverlust, da sie die warme Raumluft nach draussen leiten.
 

Wenn keine Frischluftzufuhr vorhanden ist, der die abgesaugte Raumluft ersetzt, kann die Abluft-Dunstabzugshaube den Feuerungsvorgang im Ofen beeinträchtigen

Wenn keine Frischluftzufuhr vorhanden ist, der die abgesaugte Raumluft ersetzt, kann die Abluft-Dunstabzugshaube den Feuerungsvorgang im Ofen (oder im Cheminée oder im Gas-Boiler) beeinträchtigen. Achtung: giftige Dämpfe – geruchlos und unsichtbar – können in den Wohnraum gesogen werden.
 

Ein Lufteinlass ersetzt die von der Dunstabzugshaube abgeleitete Raumluft

Ein Lufteinlass ersetzt die von der Dunstabzugshaube abgeleitete Raumluft. Der Ofen wird mit Aussenluft versorgt, was verhindert, dass warme Zimmerluft für den Verbrennungsvorgang verbraucht wird und somit verloren geht.
 

"Abluft" braucht immer "Frischluft"

Die meisten Dunstabzugshauben sind entweder "Abluft-Systeme" oder "Umluft-Systeme". Einige wenige Modelle beinhalten beide Funktionsweisen und können zwischen den Systemen wechseln – dies ermöglicht, dass im Winter auf das Umluft-System zurückgegriffen werden kann, um keine Heizenergie zu verschwenden. In energieeffizienten Minergie-Häusern – das heisst gut isoliert, luftdicht und mit einer kontrollierten Zweiweglüftung (mit Wärmerückgewinnung) – werden in der Regel Umluft-Abzugshauben bevorzugt, denn das Abluft-System kann die Lüftung des ganzen Hauses stören. Für diese Art von Häusern gibt es Dunstabzugshauben mit sehr effizientem Fettfiltersystem, was es ermöglicht, die Abluft in die Wohnungslüftung zu leiten (nicht mit einer normalen Dunstabzugshaube machbar!).

In jedem Fall gilt, dass bei der Installation einer Abluft-Dunstabzugshaube die Konzeption der Lüftung eines Gebäudes berücksichtigt werden muss. Insbesondere sollte ein Lufteintritt vorgesehen werden, der so nah wie möglich bei der Abzugshaube liegt und so die abgeleitete Luft ersetzen kann. Darauf muss ganz besonders geachtet werden, wenn die Wohnung schornsteinabhängige Feuerstellen wie z.B. ein Cheminée, einen Holz- oder einen Ölofen besitzt oder ein Gasboiler installiert ist: fehlt der Eintritt für Frischluft, kann die Dunstabzugshaube den Luftstrom im Kamin umkehren und Verbrennungschadstoffe in die Wohnungsluft ziehen.

Bestimmte Abluft-Abzugshauben können mit einer elektrischen Klappe gekoppelt werden, welche automatisch eine Lüftung in der Küche öffnet, wenn der Dunstabzug eingeschaltet wird.

Dunstabzugshauben laufen vor allem zum Zeitpunkt des grössten Stromverbrauchs

Ist der Zeitpunkt gekommen, eine neue Dunstabzugshaube zu kaufen, ist es von Vorteil, ihre Energie-Etikette zu berücksichtigen, die seit Januar 2015 obligatorisch ist. Die Etikette gibt Auskunft über den jährlichen Energieverbrauch der Dunstabzugshaube bei Standard-Gebrauch, ihren Lärmpegel sowie die Effizienzklassen ihrer drei Funktionen, d.h. Saugleistung, Beleuchtung und Fettfiltertechnik.

Es ist wichtig, dass Küchendunstabzugshauben energieeffizient sind, denn sie laufen hauptsächlich dann, wenn der Stromverbrauch am grössten ist: nämlich um die Mittagszeit (Herde und Backöfen in Haushalten und Restaurants sind im Gebrauch, öffentliche elektrische Transportmittel sind in Vollbetrieb und in den Büros bleiben viele Computer eingeschaltet) und gegen 19 Uhr (fast alles, was mit Strom betrieben wird, ist um diese Zeit in den Haushalten eingeschaltet). Diese zwei Spitzenzeiten sind im Winter noch stärker ausgeprägt, denn zusätzlich zur kurzzeitig auftretenden hohen Leistungsnachfrage im Stromnetz werden die Beleuchtungen bereits gegen den späten Nachmittag eingeschaltet und auch die Heizungen sind in Betrieb. Hier deshalb einige Ratschläge, wie die Dunstabzugshaube geschickt genutzt werden kann:

Für eine bessere Reinigung der Küchenluft

  • Den Dunstabzug 2-3 Minuten einschalten bevor der Dampf der Kochtöpfe aufsteigt, damit sich der Luftkreislauf in der Küche einrichten kann. Nach dem Kochen, wenn kein Dampf und Küchendunst mehr entsteht, die Abzugshaube noch weitere 5 bis 10Minuten laufen lassen, um die Raumluft gut zu reinigen.
  • Es hilft oft nichts, die Dunstabzugshaube auf vollen Touren laufen zu lassen - ganz unabhängig vom System der Dunstabzugshaube. Wird bei einem Abluftsystem ein zu intensiver Luftstrom in den Abluftkanal geleitet, erhöht dies den Luftströmungswiderstand und verringert dadurch den Luftabzug, besonders wenn der Kanal Engstellen und Bögen aufweist. Bei einer Umluft-Dunstabzugshaube verkürzt eine zu starke Ansaugleistung die Zeit, während welcher der Luftstrom mit dem Aktivkohlefilter in Kontakt ist, weshalb die Gerüche des Küchendunstes nicht optimal ausgefiltert werden können.
  • Besitzt die Dunstabzugshaube einen Schirm zum Aufklappen, sollte dieser immer vollständig geöffnet werden: Der Dunstabzug funktioniert besser, wenn die Absaugfläche mindestens ebenso gross ist wie die Fläche der Kochfelder.
  • Vermeiden Sie Durchzug, denn er stört den Aufbau eines regelmässigen Luftstroms. Falls Sie eine Abluft-Dunstabzugshaube installiert haben und die Wohnung keine Frischluftzufuhr aufweist, mit welcher die abgesaugte Luft ersetzt wird, öffnen Sie ein Fenster einen Spalt breit, das nicht zu nahe bei der Abzugshaube liegt (im Idealfall 2 m oder mehr entfernt).
  • Reinigen oder ersetzen Sie den (die) Filter gemäss den Herstellerangaben: Ist der Filter mit Fett verschmutzt, kann die Luft nicht mehr ungehindert durchströmen und die Abzugsmotoren müssen stärker arbeiten. Ausserdem kann ein stark fettiger Filter Feuer fangen, wenn man mit Gas kocht.
  • Verwenden Sie bei einem Abluft-Dunstabzug keine Kohlefilter und auch keine kombinierte Fett-/Kohlefilter: Dies ist nicht nur unnötig und teuer, solche Filter beeinträchtigen den Luftabzug.
  • Bei einer Umluft-Dunstabzugshaube ist es sehr wichtig, dass die Öffnungen, durch welche die gefilterte Luft wieder in die Küche strömt, weder verstellt und noch verstopft sind.

Kochen ohne starken Küchendunst

  • Wenn Sie Öl in einer Bratpfanne erhitzen, geben Sie eine ganz kleine Menge Wasser dazu, bevor das Öl heiss ist. Sie können die Wärme reduzieren, sobald das Wasser kocht, denn dies zeigt an, dass eine Temperatur von 100°C erreicht ist. Diese Temperatur liegt weit unterhalb der Schwelle, ab welcher erhitztes Öl giftige, akroleinhaltige Dämpfe freisetzt (ungefähr bei 150°C).
  • Sprudelt das Wasser, hat es seine maximale Temperatur erreicht: es wird nicht heisser, wenn es weiter erhitzt wird, sondern die gesamte Energie, die weiterhin zugeführt wird, bewirkt nur, dass es verdampft. Man gewinnt also nichts, wenn man die Suppe, die Nudeln oder die Kartoffeln in stark sprudelndem Wasser kocht.

    Kochen ohne Übersprudeln / Wenn Wasser siedet, wird es nicht mehr heisser

  • Decken Sie die Kochtöpfe mit dem Deckel zu: so entweicht weniger Dampf und Küchendunst und ausserdem gewinnen Sie doppelt, denn der Deckel behält Wärme zurück (die sonst verloren ginge) und ermöglicht ein Kochen unterhalb des Siedepunkts. Falls das Kochgut überkocht, ist die Hitze immer noch zu gross.

    Kochen mit nur halb soviel Energie

Stromsparen bei der Beleuchtung

  • Berücksichtigen Sie beim Kauf einer Dunstabzugshaube ihre Energie-Etikette, die obligatorisch ist.
  • Wenn die Gebrauchsanleitung nicht davon abrät, ersetzen Sie die kleinen Röhrenglühlampen oder die Halogenspots durch sparsamere Lampen oder LEDs. Bevor sie die Lampen auswechseln, überprüfen Sie, ob für die neue Lampe genügend Platz vorhanden ist. Am besten nehmen Sie die alte Lampe ins Verkaufsgschäft mit, um eine passende neue mit derselben Entsprechung von Lichtstrom (Lumen) und Spannung (12V oder 230V) zu finden.

    Beleuchtung und Batterien

  • Sie können auch eine Glühlampe entfernen – manchmal ist die Beleuchtung so immer noch ausreichend.
  • Wenn die Glühlampen durch eine Scheibe (oder durchsichtiges Plastik) geschützt sind, empfiehlt es sich, diese regelmässig zu reinigen, damit das Licht gut durchfällt.

Filter nicht vergessen

Alle 3 bis 12 Monate – je nachdem, wie häufig Sie kochen – sollten die Filter gewechselt oder gewaschen werden. Um die Kosten oder den Arbeitsaufwand möglichst klein zu halten, sollte in der Küche so wenig Fettdampf wie möglich freigesetzt werden. Beim Kauf einer neuen Dunstabzugshaube ist es hilfreich, sich über die Filterkosten zu informieren: In manchen Modelle können Universalfiltermatten verwendet werden (die man selber auf die richtige Grösse zuschneiden kann), andere hingegen benötigen markeneigene Filter, die oft recht teuer sind. Waschbare Filter sind zwar teurer zu kaufen, ihr Unterhalt ist aber letztlich kostengünster.

Heizenergieverluste klein halten, auch im ausgeschalteten Zustand

Während der Heizperiode kann eine Abluft-Dunstabzugshaube Heizenergieverluste verursachen, selbst dann, wenn sie gar nicht eingeschaltet ist. Wenn nämlich der Abluftkanal auch geöffnet bleibt, wenn die Ventilation ausgeschaltet ist, kann die warme Raumluft durch den Abluftkanal entweichen (bzw. kalte Aussenluft eintreten). Ob der Kanal dicht ist oder nicht, kann mit dem Rauch einer Zigarette (!) überprüft werden: der Rauch wird abgezogen, auch wenn der Dunstabzug gar nicht läuft.

Rückstauklappe

Um den Abluftkanal abzudichten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die effizientesten Vorrichtungen sind elektrisch und an die Funktion des Dunstabzugs gekoppelt. Aber es gibt auch einfachere Systeme, wie z.B. die hier abgebildete Rückstauklappe: Unter dem Druck des Luftstroms öffnet sie sich (rechtes Bild), wenn dieser nachlässt, schliesst sie sich (Bild Mitte). Manche Modelle lassen sich leicht in einen bestehenden Abluftkanal bzw. Mauerkasten einbauen.

 

Die Energieetikette für Dunstabzugshauben

Die Energieetikette für Dunstabzugshauben

 

Kalkablagerungen im Warmwasserboiler erhöhen den Stromverbrauch für die Warmwasserbereitung

Wasserhahn mit Kalk

In den meisten Gebäuden wird das warme Wasser, das aus dem Wasserhahn strömt (das sogenannte Brauchwarmwasser), in einem Behälter aus Metall produziert, der gleichzeitig zum Erwärmen und Warmhalten von Wasser dient. Die verschiedenen Bezeichnungen wie "Brauchwassererwärmer", "Warmwasserbereiter" sowie "Warmwasserspeicher" weisen auf seine zwei Funktionen hin – meist nennt man das Gerät aber ganz einfach "Warmwasserboiler" oder kurz "Boiler".

Boiler gibt es in vielen verschiedenen Grössen: vom kleinen elektrischen Wandboiler mit einem Inhalt von fünfzehn Litern für den individuellen Kleinbedarf bis zum mehrere tausend Liter fassenden kollektiven Wasserspeicher, der an die Heizung eines grossen Mehrfamilienhauses gekoppelt ist.

Je nach Gebäude kann der Warmwasserboiler im gleichen Raum wie die Heizung untergebracht sein. Ist das Gebäude mit einer thermischen Solaranlage ausgerüstet, die gleichzeitig zur Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung dient, kann der Boiler aber beipielsweise auch in einem grossen Wasserspeicher eingelassen sein (ähnlich dem Prinzip der Matroschka-Puppen).

Unabhängig von ihrer Grösse und ihrer Funktionsweise haben alle Boiler ein und denselben Mineralstoff zum "Feind": Kalk. Kalkablagerungen entstehen, weil die im kalten Wasser gelösten Mineralsalze (insbesondere Kalzium und Magnesium, die wir für unsere Gesundheit benötigen) auskristallisieren, wenn das Wasser erwärmt wird. Man nennt diesen Vorgang ausfällen.

Serpentine des Wasserboilers, vor nach dem Entkalken

Serpentine des Wasserboilers, vor und nach dem Entkalken. In diesem gewundenen Rohr zirkuliert Wasser, das mit einem Heizkessel, einer Solarinstallation oder einer Wärmepumpe erhitzt wird.

Elektrischer Heizstab, vor und nach dem Entkalken

Elektrischer Heizstab, vor und nach dem Entkalken. Dieser elektrische Widerstand wird durch den Stromdurchfluss erwärmt.

Kalk isoliert die Heizstäbe

Jahr für Jahr schlägt sich der ausgefällte Kalk an den Wänden und auf dem Boden des Warmwasserboilers nieder. Diese Schichten können richtiggehende Kalkbrocken um die Heizstäbe bilden. Da Kalk ein schlechter Wärmeleiter ist, verlangsamt er die Wärmeabgabe der Heizelemente. Die Auswirkungen auf den Energieverbrauch fallen jedoch je nach Boiler unterschiedlich aus.

In einem an einen Heizkessel angeschlossen Boiler (Holz, Gas oder Heizöl) wird das Trinkwasser mit einer Serpentine erwärmt; das ist ein mehrfach gewundenes Rohr im Innern des Boilers, in welchem Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert. Die Energieeffizienz des Boilers sinkt mit zunehmender Verkalkung der Serpentine: 1 mm Kalk auf dem Wasserrohr verursacht einen Mehrverbrauch von Strom von ungefähr 8%, und 10 mm Kalk erhöhen den Verbrauch um ca. 50%. In einem Wärmepumpenboiler verursacht der festgesetzte Kalk sogar noch einen viel höheren Energieverbrauch.

In einem Elektroboiler hingegen wirkt sich der Kalk weniger stark auf den Energieverbrauch aus. Da die Kalkschicht die Wärmeabgabe verlangsamt, erwärmt sich der elektrische Widerstand stärker, was seine Leitfähigkeit reduziert wie auch den elektrischen Strom, der durch ihn hindurchfliesst: Der Boiler benötigt zwar mehr Zeit um das Wasser zu erwärmen, aber er braucht dafür nicht sehr viel mehr Strom. Allerdings können der Kalk und die Hitze den Widerstand beschädigen.

Je härter das Wasser und je stärker es erhitzt wird, umso öfter sollte der Boiler entkalkt werden

Damit der Warmwasserboiler nicht unnötig Energie verschwendet, aber auch um seine Lebensdauer zu verlängern, wird empfohlen, ihn in regelmässigen Abständen zu entkalken. Der Spezialist, der die Entkalkung entweder manuell oder mit Hilfe von Säure durchführt, wird im gleichen Arbeitsgang auch die Anode kontrollieren (oder auswechseln), die bei einigen Boilern als Korrosionsschutz eingebaut ist. Das Entkalken eines kleinen Wohnungsboilers kostet um die CHF 250.- (nicht miteingerechnet sind die Teile, die ausgewechselt werden müssen: Dichtung, Anode, etc. Je grösser und komplexer der Boiler ist, umso mehr kostet das Entkalken.

Ist der Boiler in der Wohnung installiert, so gehört es in der Regel zu den Pflichten des Mieters, dafür zu sorgen, dass er entkalkt wird, und es ist im Allgemeinen auch der Mieter, der die Kosten dafür trägt. Handelt es sich um einen Boiler für das ganze Miethaus, so sind die Kosten für das Entkalken anteilsmässig in der Heizkostenabrechnung enthalten.

Das Glühwürmchen inspektiert einen Boiler

Wie oft ein Boiler entkalkt werden sollte, hängt zum einen von der Menge des warmen Wassers ab, die verwendet wird, und zum anderen von zwei weiteren Eigenschaften des Wassers:

  • Die Wasserhärte : Mit dieser Masseinheit wird die Menge der im Wasser gelösten Mineralsalze angegeben. "Weiches" Wasser enthält wenig Mineralstoffe und verursacht wenig Kalkablagerungen; "hartes" oder "kalkreiches" Wasser ist stark mineralisiert und begünstigt vermehrte Kalkablagerungen. Bleibt am Boden des Kochtopfes jedes Mal nach dem Wasserkochen eine weisse Schicht zurück, so handelt es sich sicher um hartes Wasser, und man tut gut daran, den Boiler wirklich alle vier Jahre wenn nicht öfter zu entkalken.
    In der Schweiz hat jede Trinkwasserversorgung die Pflicht, die Wasserbezüger – wenigstens einmal pro Jahr – über die Wasserqualität zu informieren (gemäss der Verordnung des Eidgenössischen Departements des Inneren über Trink-, Quell- und Mineralwasser). Die Wasserhärte wird meistens in französischen Härtegraden (°f oder °fH) angegeben: zwischen 0 und 13°f ist das Wasser weich; zwischen 14 und 25°f ist es mittelhart und bei Härtegraden über 25°f handelt es sich um hartes Wasser.
  • Die Temperatur : Je stärker das Wasser erwärmt wird, umso mehr neigen die Mineralsalze zum Auskristallisieren, was sich als Kalkablagerungen niederschlägt. Bei hartem Wasser (26,5°f) bildet sich zweimal weniger Kalk, wenn es nur auf 55°C statt auf 65°C erhitzt wird (und sogar dreimal weniger Kalk, wenn es nur auf 55°C statt auf 75°C erhitzt wird). Stellt man die Wasserwärme des Boilers zwischen 55°C und 60°C ein, spart man nicht nur Strom, sondern reduziert auch die Entkalkungsintervalle auf ein vernüftiges Mass.
    Besitzt der Warmwasserboiler keine Temperaturanzeige und auch keine Sonde, mittels derer die Temperatur auf der Anzeigetafel der Heizungssteuerung angezeigt wird, kann man die Wassertemperatur am Ausgang des Wasserhahns überprüfen (idealerweise liegt sie zwischen 50 und 55°C). Für Warmwasser aus dem Boiler wird normalerweise eine Mindesttemperatur von 55°C empfohlen: dabei handelt es sich um eine Temperatur-Sicherheitsmarge, denn bei dieser Temperatur können sich keine Krankheitserreger im Wasser entwickeln (gilt besonders für Legionellen). Sicherheitshalber sind moderne Heizungsanlagen in der Regel aber so programmiert, dass sie regelmässig – aber nur für kurze Zeit – die Temperatur des Boilers auf über 60°C anheben, um die Bakterien abzutöten.

Solarboiler

In einem an Sonnenkollektoren angeschlossenen Warmwasserboiler kann die Wassertemperatur bis auf über 85°C steigen, was natürlich die Kalkbildung begünstigt. Zum Glück bleibt der Kalk im Allgemeinen nicht auf der "Serpentine" haften (ein spiralförmiges Metallrohr, über welches die Solarwärme an das Trinkwasser abgegeben wird): da sich die Serpentine bei Temperaturunterschieden stark zusammenzieht bzw. entspannt, wird der auf ihr aufliegende Kalk weggesprengt. Die Kalkstückchen setzen sich schliesslich am Boden des Boilers ab.

Im Gegensatz zu einem Warmwasserboiler muss ein Grossspeicher (der zur Beheizung eines ganzen Gebäudes dient) nicht regelmässig entkalkt werden, da hier das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert.