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Wussten Sie schon?

Wo leere Sprühdosen entsorgen?

 Sprühdose mit Recycling-Logos und Gefahrensymbole

Wo kann man denn nun seine alten Sprühdosen entsorgen und gleichzeitig sicher sein, dass sie in den geeigneten Recyclingprozess überführt werden? 

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten :

1. Auf der Sprühdose ist ein Gefahrensymbol  oder gleich mehrere davon aufgedruckt: das bedeutet, sie ist ein Sonderabfall

Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich Vorsicht gefährlich Gesundheitsschädigend Gewässergefährdend
Die Sprühdose enthält Produkte, die der Gesundheit und der Umwelt schaden. Im Allgemeinen sind dies Insektizide, Farben, Lacke, Isolierschaum, Leime, Schmiermittel, Backofenreiniger, Fleckenentferner für Möbel und Kleider etc. Ist die Spraydose aufgebraucht, muss man sie entweder in ein Verkaufsgeschäft zurückbringen, das solche Produkte verkauft (der Laden ist dazu verpflichtet, die leere Sprühdose kostenlos zurückzunehmen, selbst wenn man nichts kauft), oder man muss sie in einer Gemeindesammelstelle entsorgen. Auch wenn man meint, die Sprühdose sei komplett entleert, ist es dennoch ratsam, sie als Sonderabfall zu betrachten, denn sie enthält immer noch kleine Restmengen schädlicher Produkte.

Hochentzündlich Hochentzündlich
Das enthaltene Treibgas ist brennbar (Propan, Butan, Isobutan oder andere Gase). Für die oben genannten Spraydosen trifft dies in vielen Fällen zu, brennbar sind aber auch die Treibgase von Sprays bestimmter Kosmetikartikel (Haarlack, Rasierschaum, Deodorant, Mückenmittel, Sonnencreme etc.) sowie von Haushalts- und Reinigungsprodukten (Abstaubhilfe, Raumparfüm, Bügelhilfe). Gleiches gilt selbstverständlich auch für Sprühdosen, die Brenngas zum Nachfüllen von Feuerzeugen oder Rechauds oder Gas für kleinere Schweissgeräte sowie zum Abflammen von Unkräutern enthalten. Auch wenn die Sprühdose leer ist, kann sie immer noch Reste enthalten, die sie in Kontakt mit Wärme oder durch Druckeinwirkung explodieren lassen. Sie muss in ein entsprechendes Verkaufsgeschäft zurückgebracht oder in einer Gemeindesammelstelle entsorgt werden.

2. Auf der Sprühdose ist kein Gefahrensymbol aufgedruckt: das bedeutet, sie ist normaler, rezyklierbarer Metallabfall

Sie enthält keine Produkte, welche für die Gesundheit oder die Umwelt schädlich sind, und auch kein brennbares Treibgas. Hierzu zählen zum Beispiel Spraydosen für Schlagrahm: sie enthalten Lachgas (Distickstoffmonoxid) als Treibgas. Ist die Sprühdose einmal leer, kann sie im normalen Recycling-Metallcontainer entsorgt werden. Oft steht nur ein Container für Aluminium und Eisenmetalle bereit: beide Metalle werden gemischt gesammelt und von den Wiederverwertungsfirmen mit starken Magneten getrennt.

In den Empfehlungsschreiben einiger Gemeinden wie auch professionell geführter Recyclingbetriebe kann man lesen, dass Sprühdosen nicht in die Sammelcontainer gehören. Diese Anweisung soll Unfälle während der Recyclingprozesse vermeiden, die durch falsche entsorgte Sprühdosen verursacht werden können. Auch Sprühdosen, die im Abfalleimer entsorgt werden, können die Mitarbeiter der Müllabfuhr gefährden, zum Beispiel dann, wenn sie vom Müllwagen komprimiert werden. Deshalb ist es wichtig, die alten Spraydosen in den geeigneten Recyclingprozess zu übergeben.

Der Glühwürmchen beobachtet Sprühdosen

Verwirrende Logos   

Die auf den Sprühdosen aufgedruckten Recycling-Logos sind manchmal verwirrend. Denn für einen Produktetyp werden von verschiedenen Marken unterschiedliche Logos benutzt, von welchen nicht einmal alle in der Schweiz gebräuchlich sind. Der grüne-Punkt-Logo
Das Logo "Der grüne Punkt" zum Beispiel bedeutet nicht, dass die Sprühdose in den Container für Altmetalle gehört, sondern dass der Hersteller eine Gebühr auf die Abfälle entrichtet hat.

International Alu-Logo Swiss Alu-LogoGleiches gilt für das dreieckige "Alu"-Logo, mit welchem das Material bezeichnet wird, woraus die Spraydose besteht: es ist nicht gleichbedeutend mit dem runden Logo, das in der Schweiz verwendet wird und das auf den Verpackungen angebracht ist, welche man in den Aluminium-Sammelcontainer geben soll.

3 mechanische Zerstäuber

Mechanische Zerstäuber funktionieren mittels Fingerdruck – und kommen deshalb ganz ohne Treibgase aus. Sie haben zusätzlich den Vorteil, dass sie einfach nachgefüllt werden können.

Sprühdosen besser vermeiden

Die Schwierigkeiten, die sich beim Recycling der Sprühdosen stellen, widerspiegeln die ökologischen und gesundheitlichen Probleme, die sie verursachen können. Ihre Treibgase auf Basis von Kohlenwasserstoffen (Butan, Propan, Isobutan etc.) begünsten die Ozonbildung in Bodennähe im selben Masse wie die Abgase von Motorfahrzeugen und Lösungsmittel von Farben. Und was das Lachgas (Distickstoffmonoxid) betrifft, so handelt es sich um ein sehr starkes Treibhausgas.

Ausserdem ist es nicht gut für die eigene Gesundheit, den Sprühnebel von Spraydosen einzuatmen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Insektizide, Haarlack oder Raumdüfte handelt. Bei empfindlichen Leuten oder Asthmatikern können Sprühnebel sogar Asthmaanfälle (auch solche schweren Grades!) auslösen, zum Beispiel wenn diese Personen einen Sportumkleideraum betreten, in dem einige Minuten zuvor ein anderer Benutzer sein Deospray benutzt hat.

Der eigenen Gesundheit und der Umwelt zuliebe kann man statt Spraydosen mechanische Zerstäuber verwenden:

  • Statt Deospray: Deoroller
  • Statt Schmiermittelspray: Ölkännchen
  • Statt Abstaubspray: Mikrofasertuch und gewöhnliches Leitungswasser
  • Statt Lufterfrischer in Spraydosen: Räume und Gebäude gut lüften, Fruchtschalen (Potpourri, Duftmischungen), Lavendelblüten.
  • Statt Bügelspray: Sprühstärke und Bügelhilfe im mechanischen Zerstäuber
  • Statt Schlagrahm aus der Sprühdose: sehr kalten Rahm mit mindestens 30% Fettgehalt in einer ebenfalls sehr kalten Schüssel von Hand steif schlagen.

Chemische Gefahrensymbole

Der Stromverbrauch eines Fernsehgeräts hängt vor allem von seiner Bildschirmgrösse und seiner Hintergrundbeleuchtung ab

12 téléviseurs de toutes les couleurs

Der Fernseher ist wahrscheinlich das Haushaltsgerät, dessen Technologie und Einsatzmöglichkeiten sich im Laufe der letzten Jahre am meisten verändert haben. Er ist flach geworden, digital, hat eine sehr hohe Bildauflösung und kann sogar riesengross sein. Man kann nicht nur Sendungen anschauen, sondern - dank dem Internet - auch einen Fussballmatch mit Freunden teilen, die bei sich zu Hause geblieben sind, sich aber in einer Ecke des Bildschirms bei Ihnen im Fernseher zeigen...

Da Fernsehgeräte weit verbreitet sind – oft gibt es in einer Wohnung mehrere davon – verlangt die Europäische Union, dass die im Handel erhältlichen Geräte mit einer Energie-Etikette versehen sind. In der Schweiz ist diese Etikette seit Juli 2012 obligatorisch.

Energieetikette des Fernsehgeräts
    Auf der Energie-etikette für Fernsehgeräte findet man 3 besonders nützliche Informationen, welche berücksichtigt werden sollten :
  • 1. Der gesamte Stromverbrauch für ein Jahr bei einem Standard-Gebrauch von 4h pro Tag.
  • 2. Ob ein Schalter vorhanden ist oder nicht, mit welchem der Fernseher vollständig vom Stromnetz abgeschaltet werden kann.
  • 3. Die Länge der Bildschirm-Diagonale, aufgrund welcher bestimmt werden kann, ob die Grösse des Fernsehers in das Wohnzimmer passt.

Die Energieetikette bevorteilt grosse Bildschirme

Die Energieetikette klassiert die Fernesehgeräte auf einer Skala von A+++ (die beste Kategorie) bis E (die schlechteste Kategorie). Bei der Einteilung in die verschiedenen Klassen wird vor allem der Stromverbrauch im Verhältnis zur Bildschirmfläche berücksichtigt. Anders gesagt, wenn zwei verschieden grosse Fernseher denselben Stromverbrauch aufweisen, ist es der grössere, der in einer besseren Energieklasse eingestuft wird, und zwar obschon für seine Herstellung und seinen Transport mehr Material und mehr Energie benötigt werden und er natürlich auch am Ende seines Lebenszyklus mehr Abfall hinterlässt.

Stromverbrauch ?  

Wenn Sie dem Stromsparen höchste Priorität beimessen, so ist die wichtigste Angabe auf der Energie-Etikette der Stromverbrauch des Fernsehgerätes – und zwar egal wie gross er ist. Auf der Etikette ist der Stromverbrauch in "kWh/annum" (Kilowattstunden pro Jahr) angegeben, der für einen standardmässigen Gebrauch von 4 Stunden pro Tag und bei den Werkseinstellungen des Herstellers errechnet wird. kWh ist die Einheit für die Energiemenge; Sie sehen auf Ihrer Stromrechnung, wie viel Sie davon verbraucht haben. 1 kWh kostet in der Schweiz je nach Region zwischen 10 und 40 Rappen.

Kann man ihn vollständig ausschalten ?

SchalterGemäss den Vorschriften der Europäischen Union darf ein im Handel erhältlicher Fernseher nicht mehr als 0,5 Watt Strom verbrauchen, wenn er mit einer Fernbedienung ausgeschaltet wird und im Standby-Modus verbleibt. Dieser Standby-Verbrauch (auch "Schlafmodus" genannt), entspricht etwa 4 kWh pro Jahr. Besitzt das Fernsehgerät einen leicht zugänglichen Ein-/Aus-Schalter, mit welchem der Verbrauch auf 0 Watt (oder wenigstens auf 0,1 Watt) gesenkt werden kann, ist dies auf der Energie-Etikette mit diesem Symbol vermerkt.

Bildschirmdiagonale ?

BildschirmdiagonaleDie Grösse eines Fernsehers entspricht der Länge seiner Bildschirmdiagonale. Sie wird entweder in Zentimeter oder in Zoll (1 Zoll = 2,54 cm) angegeben. Die meisten Geräte haben ein Bildschirmformat mit einem Breiten/Höhen-Verhältnis von 16 : 9, dies entspricht dem Kino-Format, das auch für die Fernsehsendungen zur Norm geworden ist. Im Verkauf sind Geräte erhältlich, deren Diagonalen von 50 cm bis zu mehr als 2 Metern reichen. Bei einem 80 cm-Bildschirm (der heute bereits als klein eingestuft wird!) und einem Riesenbildschirm von 160 cm beträgt der Unterschied zwischen den beiden Diagonalen das Doppelte (Multiplikation mit Faktor 2), die Bildschirmfläche hingegen ist fast viermal so gross. Da nun aber die Bildschirmfläche für den Stromverbrauch massgeblich ist, bedeutet dies nichts anderes, als dass wenn man einen Fernseher mit 160 cm Bildschirmdiagonale kauft, dies einem Kauf von drei bis vier Fernsehern mit Diagonalenlängen von 80 cm gleichkommt… Hierbei muss allerdings noch präzisiert werden, dass wenn beide Fernseher über die "Ultra HD"-Eigenschaften verfügen, Sie genau die gleiche Anzahl von Bildpunkten (Pixel) besitzen. Das bedeutet, dass man sich beim grösseren Bildschirm für den gleichen Betrachtungskomfort etwas weiter entfernt von hinsetzen muss – da eben seine Pixel grösser sind.

Die Farbe der Wand hinter dem Fernseher verändert unsere Wahrnehmung der Helligkeit der Bildanzeige: bei gleicher Bildeinstellung erscheint uns das Bild umso schärfer und kontrastreicher, je dunkler der Hintergrund ist.

Die Hintergrundbeleuchtung (backlight) beeinflusst den Stromverbrauch

Hat man ein Fernsehgerät mit vernünftiger Grösse und einer guten Klassifizierung auf der Energieetikette gewählt, kann man den Stromverbrauch noch ein bisschen mehr verringern, indem man die "Hintergrundbeleuchtung" verändert. Bei den LCD-Monitoren (Liquid Crystal Display), die den Grossteil der Geräte im Handel ausmachen, ist die Hintergrundbeleuchtung die Vorrichtung, mit welcher die Flüssigkristalle, welche das Bild ergeben, beleuchtet werden - in etwa wie die Sonne, die durch die bunten Scheiben eines Kirchenfensters scheint. Um die Hintergrundbeleuchtung (backlight) zu gewährleisten, haben praktisch alle Fernseher im Verkauf LEDs, welche entweder flächig hinter den Flüssigkristallen angeordnet sind (Full LED) oder seitlich an zwei oder allen Rändern des Monitors (Edge LED) rund um einen Lichtleiter gruppiert sind, welcher das Licht nach vorne zu den Flüssigkristallen streut. Je höher die Hintergrundbeleuchtung eingestellt ist, um so stärker steigt der Stromverbrauch des Fernsehers: eine voll aufgedrehte Hintergrundbeleuchtung kann leicht die Kilowattstunden verdoppeln!

Die Einstellung der Hintergrundbeleuchtung ist bei jedem Fernseher anders

Es gibt Fernseher (eher von minderer Qualität), bei denen die Stärke der Hintergrundbeleuchtung direkt an die Helligkeit (brightness) gekoppelt ist: ein Erhöhen oder Verringern der Helligkeit erhöht oder verringert gleichzeitig den Stromverbrauch. Bei anderen (eher bessere Qualität) bewirkt eine Erhöhung der Helligkeit nur eine schwache Zunahme des Stromverbrauchs, denn die Hintergrundbeleuchtung wird gesondert geregelt, in einem anderen, "backlight" genannten Menü. Unter den verschiedenen vorgesehenen Einstellungen ist oft auch ein "Eco"-Modus vorhanden, welcher die Hintergrundbeleuchtung insgesamt herabsetzt. Bestimmte Fernsehgeräte haben einen Lichtdetektor, der sie automatisch dem Umgebungslicht angleicht – eine sehr wirksame Massnahme zum Stromsparen.

Hier noch ein zwei weitere Ratschläge, um den Bedarf an der Hintergrundbeleuchtung möglichst klein zu halten: Vermeiden Sie, dass die Sonne oder das Licht einer Lampe direkt auf den Bildschirm trifft und stellen Sie den Bildschirm besser vor einen dunklen als einen hellen Hintergrund (siehe Kasten).

Wählen Sie ein natürlicheres Bild

In allen Fällen erreicht man bessere Resultate, wenn man die Bildeinstellungen verändert, denn die Werkseinstellung sehr vieler Fernsehgeräte bewirkt zwar sehr farbige und kontrastreiche, jedoch oft wenig natürliche Bilder. Die Hersteller wollen so vermeiden, dass ihre Geräte neben denjenigen der Konkurrenz "blass" aussehen. Was aber den Energieverbrauch und die Bildästhetik betrifft, so ist es besser, die Bilder zu entsättigen und den künstlichen Schärfungseffekt aufzuheben, um wieder viel detailliertere Nuancen der Landschaften und menschlichere Hautfarben bei den Filmstars und Journalisten zu erlangen. Die Einstellungsoption "Kino" oder "Standard" liefert in der Regel gute Ergebnisse.

Den Fernseher gegen ein sparsameres Modell auswechseln ?

Die zur Herstellung, für den Transport und die Entsorgung eines Fernsehers notwendige graue Energie – unabhängig von der verwendeten Technologie – ist mindestens zwei- bis dreimal grösser als die Energie, die er während seiner gesamten Lebenszeit verbraucht. Aus energetischer Sicht ist es deshalb nicht sinnvoll, einen altes Fernsehgerät zu ersetzen, das noch funktioniert. 

Ein alter, ausrangierter Fernseher darf natürlich nicht mit dem Haushaltsabfall entsorgt werden. Gemäss der "Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte" (VREG) ist man dazu verpflichtet, den Fernseher in eine Gemeindesammelstelle oder in einen Laden zurückzubringen. Verkaufsgeschäfte nehmen das Gerät kostenlos zurück, auch wenn man kein neues kauft.

 

Festnetz-Telefonie, Internet und Fernsehen: man kann Stromverbrauch und Elektrosmog verringern

www.broadcast.ch, Erklärungen zu den verschiedenen Empfangsmethoden des Schweizer Fernsehens: Kabel, Internet, Satellit, etc.

Die Batterie des Elektrovelos erträgt weder Kälte noch Wärme und auch keine längere Entladung

 Elektrovelos Batterie

Die technologischen Fortschritte kommen auch den elektrischen Fahrrädern zugute. Nicht nur ihre Motoren werden leichter und gewinnen an Stärke, auch die Batterien sind weniger schwer, weisen aber gleichzeitig eine grössere Energiekapazität auf. Bei gleichem Gewicht kann man mit einer Li-ion-Batterie (Lithium-Ion) 4-mal mehr Kilometer zurücklegen als mit einer Blei-Batterie, und auch im Vergleich mit einer NiMH-Batterie (Nickel-Metalhydrid) schneiden sie um wenigstens 30% besser ab.

Ausserdem benötigt eine gute Li-ion-Batterie wenig Unterhalt, bei Nichtgebrauch des Fahrrads entlädt sich sehr langsam und reagiert zudem wenig empfindlich auf den Memory-Effekt (Verringerung der Speicherkapazität durch unvollständige Entladungen vor dem Wiederaufladen der Batterie). Darüber hinaus besitzt sie einen sehr guten Wirkungsgrad von bis zu mehr als 90%: das bedeutet, dass die Batterie beim Aufladen von 1 kWh Strom mindestens 0,9 kWh in den Speicher einlagert.

Verschiedene Li-ion-Technologien

Die Li-ion-Batterien finden deshalb in Europa grossen Anklang und dies obwohl sie teurer sind, insbesondere weil ihre Ladegeräte ein höheres Mass an Sicherheitsaspekten erfordern: Lithium ist ein entzündliches Element.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind verschiedene Li-ion-Technologien auf dem Markt: Li-NMC (Lithium-Nickel-Mangan-Kobalt-Oxid), Li-Po (Lithium-Polymer, auch LiPoly oder LiPo), LiFePO4 oder LFE (Lithium-Eisen-Phosphat)… Der Kaufpreis einer Lithium-Batterie bewegt sich zwischen CHF 500.- und 1200.-. Er ist nicht nur abhängig von der Anzahl der Ladezellen und deren Qualität (Leistung und Reichweite), sondern hängt auch von der Elektronik ab, welche das Laden bzw. Entladen steuert (Lebensdauer und Sicherheit der Batterie).

Elektrovelos Batterie

Bestimmte Batterie-Modelle behalten sogar alle Lade- und Entladezyklen, die sie durchlaufen, gespeichert. Dieser Speicher kann mit Hilfe eines an die Batterie angeschlossenen Computers eingesehen werden. So kann der Hersteller die Ladedaten im Falle technischer Probleme oder bei Garantieansprüchen seitens des Kunden nachprüfen.

Die Batterie altert auch wenn man sie nicht benutzt

Batterien altern, selbst wenn sie gar nicht benutzt werden. Der Alterungsprozess ist unvermeidlich und geschieht durch chemische Umwandlung. Mehr noch als die Lade- und Entladezyklen ist es die Zeit, die verstreicht, welche ihre Leistung verringert. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich vor dem Kauf eines elektrischen Fahrrads über das Produktionsalter des E-Bikes zu informieren. Ein E-Bike aus dem Schlussverkauf, das lange Monate im Lager gestanden hat, ist nicht unbedingt ein guter Kauf: die Batterie wird in der Regel als ein "Verschleissteil" betrachtet und ihre Garantie beginnt mit ihrem Herstellungsdatum und nicht am Kauftag des Fahrrads!

Eine Batterie hat in der Regel eine Garantiedauer von 2 Jahren. Bei normalen Gebrauch verliert sie jedes Jahr bis zu 10% ihrer Lebensdauer. Ist die Batterie von guter Qualität und wird sie sachgemäss behandelt (siehe weiter unten), kann sie während 4 bis 5 Jahren benutzt werden (das entspricht rund 800 Lade- und Entladezyklen), manchmal sogar noch länger. Damit sie so lange wie möglich hält, ist es wichtig, dass sie weder Kälte noch Hitze ausgesetzt wird und dass man sie auch nicht lange in entladenem Zustand aufbewahrt.

Schliesslich sollte man sich auch in Erinnerung rufen, dass eine Fahrrad-Batterie, die alt, kaputt oder sonst wie nicht mehr gebrauchsfähig ist, wie alle anderen Batterien und Ladegeräte ein "Sonderabfall" ist: man ist dazu verpflichtet, sie entweder in eine Sammelstelle oder in ein Verkaufsgeschäft zurückzubringen. Übrigens ist im Kaufpreis eine vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) von CHF 20.- enthalten, die dazu dient, die Aufbereitung und das Recycling zu finanzieren.

 

Tipps, damit die Batterie Ihres Elektro-Fahrrads länger hält

Beim Kauf :

  • Denken Sie bereits beim Kauf des Elektro-Fahrrads an das Auswechseln der Batterie: stammt sie von einem bekannten Hersteller? Wer könnte die Batterie in einigen Jahren auswechseln? Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten?
  • Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Technologie der Batterie ab: Li-ion? NiMH? Blei? Welche Reichweite bei einer Akkuladung? Welche Leistung? Und welche Lebensdauer darf man von ihr erwarten?
  • Kaufen Sie wenn möglich kein Bike, das lange Zeit vor dem Verkauf im Lager gestanden hat: seine Batterie hat bereits einen Teil ihrer Lebensdauer verloren.
  • Bitten Sie Ihren Verkäufer, die Gebrauchsanleitung der Batterie und des Ladegeräts beizulegen (oder schauen Sie, ob sie im Internet verfügbar ist). Achtung: Fahrräder eines Modelltyps können mit unterschiedlichen Motoren und Batterien ausgerüstet sein.

 

Der Glühwürmchen ladet die Batterie seines Elektrovelos

Beim Gebrauch :

  • Lesen Sie die Gebrauchsanleitung (!), damit Sie wissen, wie die Batterien in Gebrauch genommen werden müssen. Beachten Sie, dass bestimmte Batterien bei den ersten 2 bis 3 Einsätzen vor dem Wiederaufladen erst vollständig entleert werden müssen, bevor sie zu 100% wiederaufgeladen werden können.
  • Verwenden Sie immer das mit der Batterie mitgelieferte Ladegerät: die Elektronik des Ladegeräts kommuniziert mit der Batterie, um ein Überladen und eine Überhitzen zu vermeiden. Ist das Ladegerät lange in der Steckdose eingesteckt, besteht in der Regel keine Gefahr, die Batterie zu überladen, aber es kann nicht schaden, den Stecker nach beendetem Aufladen zu ziehen (schon nur um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden).
  • Im Idealfall benutzen Sie Ihr Fahrrad regelmässig, und es ist auch am besten, wenn Sie die vollständige Wiederaufladung der Batterie vornehmen, bevor diese ganz entleert ist. Vermeiden Sie es jedoch, eine zu kalte oder zu warme Batterie aufzuladen (sie erwärmt sich beim Fahren): lassen Sie sie vor dem Aufladen auf Umgebungstemperatur abkühlen.
  • Wenn Sie im voraus wissen, dass Sie das Elektro-Fahrrad während einiger Monate nicht benutzen werden, lassen Sie sich die Batterie nicht ganz entleeren und lagern Sie sie an einem trockenen Ort bei Raumtemperatur. Im Allgemeinen steht in der Gebrauchsanleitung, ob die Batterie zum Lagern ganz oder teilweise geladen sein muss (bestimmte Li-ion-Batterien zum Beispiel sollten zu 60% ihrer Ladekapazität aufgeladen sein). Überprüfen Sie regelmässig die Ladepegel (Akkustand) ihrer Batterie und laden Sie sie wenn nötig wieder auf (zum Beispiel einmal im Monat).
  • Setzen Sie Ihre Batterie nicht lange extremen Temperaturen aus. Kälte wie auch Hitze schaden ihrer Leistungsdichte und ihrer Lebensdauer. Nehmen Sie ihre Batterie im Winter zwischen den Fahrten wenn möglich mit ins Haus, statt sie draussen am Fahrrad zu lassen. Im Sommer sollten Sie die Batterie vor Überhitzung schützen: lassen Sie sie nicht im Auto oder im Haus hinter einem der Sonne ausgesetzten Fenster liegen.
  • Kann die Batterie nicht mehr aufgeladen werden, weil sie zu lange (unbenutzt) in der Kälte geblieben war, kann man sich an eine für E-Bikes spezialisierte Werkstatt wenden: es gibt sehr leistungsstarke Ladegeräte, welche sie vielleicht wieder zum "Leben" erwecken können.
  • Laden Sie die Batterie nicht im Freien auf. Oft trägt das Ladegerät den Hinweis "IP21 Indoor use only": das bedeutet, dass es nicht gegen Regen geschützt ist.
  • Da das Ladegerät beim Aufladen der Batterie sehr heiss werden kann, sollten Sie darauf achten, dass es an einem luftigen Ort sowie nicht neben einem Heizkörper steht.
  • Entfernen Sie die Batterie, wenn Sie an Ihrem Elektro-Fahrrad werkeln oder wenn Sie Ihr E-Bike auf dem Dach eines Autos transportieren.
  • Schützen Sie die Akkukontakte der Batterie vor Feuchtigkeit (nicht auf die Erde oder in feuchtes Gras legen) und vermeiden Sie den Kontakt mit Metallgegenständen (Ketten und Fahrradschloss): dies kann einen Stromkurzschluss auslösen (irreparable Schäden) oder sogar einen Brand oder eine Explosion.
  • Ist die Batterie beschädigt (nach einem Sturz zum Beispiel), laden Sie sie nicht auf, sondern fragen Sie einen Verkäufer um Rat.