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Wussten Sie schon?

Adapter, Netzteile oder Ladegeräte: Es ist von Vorteil, den Stecker zu ziehen um Stromverschwendung, Lärm und Elektrosmog zu vermeiden

Adaptateur/chargeur/transformateur

 

Man weiss kaum mehr, wie man sie alle nennen soll, so vielfältig sind ihre Bezeichnungen: Ladegerät, Stromadapter, Netzadapter, Stromwandler, Netzteil oder auch Netzgerät... Allerdings verursachen all diese Geräte zu Hause und in den Büroräumen einige Umweltbelastungen. Manche von ihnen dienen zum Aufladen unserer Elektrogeräte wie zum Beispiel Smartphone, Tablet-PCs, Notebooks, kabellose Lautsprecher, Photoapparate, Epiliergeräte, Rasierapparate etc. Es gibt aber auch Ladegeräte für Batterien oder Akkus für das Elektrovelo, den kabellosen Schraubenzieher, Taschenlampen oder verschiedene Spielzeuge. Und dann gibt es auch all die elektronischen Geräte und Lampen – alle nicht wieder aufladbar – welche ein externes Netzteil benötigen, das ständig in der Steckdose eingesteckt ist und oft völlig unnötig ein bisschen Strom verbraucht, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Und nicht zu vergessen sind auch die neuen Ladegeräte, sogenannte kabellose Induktionsladegeräte (auf Englisch: WPT Wireless Power Transfer) auf die man sein Smartphone auflegen kann, wo es ganz ohne Kabel- oder Steckerverbindung aufgeladen wird.

Um in diesem Dschungel von elektrischen Ladegeräten den Durchblick zu behalten, geben wir Ihnen hier einen Überblick über die drei wichtigsten Gerätefamilien und nennen natürlich auch (gute) Gründe, warum die Geräte nach dem Gebrauch vom Stromnetz getrennt werden sollten, also wenn die Batterie geladen ist, oder sobald das Gerät nicht mehr benutzt wird oder nicht mehr im Standby-Modus verweilen muss.

 

Induktionsladegeräte (kabellos oder WPT-Wireless Power Transfer)

WPT Wireless Power Transfer

Wie schon seit langem für elektrische Zahnbürsten bekannt, funktioniert die Technik der induktiven Energieübertragung ohne Kabel und ohne Metallkontakt zwischen dem Ladegerät und dem Apparat, dessen Batterie wieder aufgeladen werden soll. Das in der Stromsteckdose eingesteckte Induktionsladegerät enthält eine Kupferspule, durch welche der elektrische Strom fliesst, was ein Magnetfeld erzeugt. Dieses Magnetfeld wird von einer Kupferspule, die im aufzuladenden Gerät enthalten ist, "übernommen": das Magnetfeld des Ladegeräts induziert elektrischen Strom, der die Batterie auflädt.

Vorteile: kabellos, einfach in der Handhabung.

Nachteile: Das Laden eines Smartphones mit Induktionsladegerät verbraucht viel mehr Strom als wenn es mit Kabel geladen wird – rund 25% mehr. Hinzu kommt, dass wenn das Ladegerät allein, also ohne Smartphone, eingesteckt bleibt, es ebenfalls viel mehr Strom verbraucht als die neueren Adapter für Mobiltelefone. In einigen Fällen übersteigt der Stromverbrauch eines Ladegeräts ohne aufgelegtes Smartphone, das 24/24 Stunden an der Stromsteckdose eingesteckt bleibt, sogar die täglich benötige Strommenge zum Aufladen der Batterie! Dieser Stromverbrauch ist unnötig und er ist obendrein noch rund zehnmal höher, wenn das vollständig geladene Smartphone auf dem Ladegerät vergessen wird und dort liegen bleibt.
Ausserdem wird die Batterie durch die induktive Ladetechnik mehr erwärmt – vor allem wenn das Smartphone nicht genau ausgerichtet auf dem Ladegerät liegt – was ihre Lebensdauer verkürzen kann.

 

Ladegerät mit Schaltnetzteil (switching power supply)

Das ist das kleine, leichte Ladegerät, das von jetzt an unsere Smartphones und andere elektronische Apparate begleitet. Es enthält oft einen oder mehrere Steckeröffnungen, in die man ein (oder mehrere) UBS-Kabel einstecken kann. Technisch gesehen handelt es sich um einen Transformator, der den Strom durch einen Transistor, der im Hochfrequenzbereich betrieben wird (20 kHz oder höher), umwandelt.

Vorteile: klein, leicht, gibt eine genaue Spannung ab, wenig Leistungsverlust (da weniger warm als bei linearer Stromversorgung) und deshalb ein besserer Energiewirkungsgrad. Einige dieser Ladegeräte mit Schaltnetzteil verbrauchen praktisch keinen Strom, wenn sie in der Stromsteckdose eingesteckt bleiben (ohne angeschlossenes Gerät zum Aufladen).

Nachteile: hohe Spannungsspitzen beim Einstecken, verbreitet mehr Elektrosmog aufgrund der Hochfrequenzarbeitsweise, kann Lärm verursachen.

 

Lineares Netzteil mit gleichgerichteter, gesiebter Spannung (linear power supply)

Das ist der grosse, schwere Transformator, mit dem die meisten Geräte ausgestattet wurden, die vor 2013 in den Handel kamen. Es gibt ihn auch in kleinerer Ausführung, aber auch diese Transformatoren sind ziemlich schwer. Technisch gesehen besteht dieses Ladegerät aus einem Brückengleichrichter aus Dioden und Kondensatoren und es funktioniert linear mit der Frequenz des Stromnetzes (50 Hz) – deswegen hört man ein tiefes Brummen, wenn man ihn ans Ohr hält.

Vorteile: wenn man es einsteckt, erzeugt es nur eine schwache Spannungsspitzen und verursacht wenig störende Brummgeräusche, weshalb es sich hauptsächlich für Musikapparate und elektronische Instrumente eignet.

Nachteile: schwer, oft grosses Volumen, liefert wenig stabile Stromversorgung, erzeugt Wärme und weist einen versteckten Stromverbrauch von mehreren Watt auf, wenn es unnötigerweise in der Steckdose eingesteckt bleibt.

Seit 2013 dürfen elektronische Apparate und Haushaltsgeräte, die in der Schweiz verkauft werden, nicht mehr als 1 Watt im Standby-Modus verbrauchen (wenn sie zum Beispiel wie der Fernseher auf das Signal der Fernbedienung warten) und 0,5 Watt wenn sie ausgeschaltet sind. Diese europäische Norm hat die linearen Netzteile für neue elektronische Geräte fast zum Verschwinden gebracht.

 

4 Adapter/Ladegeräte von einer Wärmebildkamera fotografiert

4 Adapter/Ladegeräte in der Stromsteckdose eingesteckt (ohne Verbindung zu den aufzuladenden Geräten) mit einer Wärmebildkamera fotografiert. Je höher der unnötige, versteckte Stromverbrauch ist, desto mehr Wärme geben sie ab – was sich nicht nur sehen, sondern auch fühlen lässt, wenn man sie in die Hand nimmt.
A • Grosses lineares Netzteil, versteckter Stromverbrauch von 3 Watt.
B • Kleines lineares Netzteil, versteckter Stromverbrauch von 2 Watt.
C • Schaltnetzteil, versteckter Stromverbrauch von 0,5 Watt.
D • Kleines Schaltnetzteil, versteckter Stromverbrauch von ~0 Watt.

 

Ratschläge zum Aufladen von Batterien von Smartphones und anderen Geräten

  • Ziehen Sie den Stecker eines Ladegeräts oder Schaltnetzteils immer aus der Stromsteckdose, sobald es nicht mehr benutzt wird (oder trennen Sie es mit einer Mehrfachsteckdose mit Schalter vom Stromkreislauf).
  • Lassen Sie das Smartphone nicht die ganze Nacht über aufladen (auch nicht das Tablet oder den Computer...), um keinen Strom zu verschwenden. Meist reichen nämlich weniger als 2 Stunden, um die Batterie wieder zu 100% aufzuladen. So vermeiden Sie, dass das Ladegerät während der restlichen Nachtstunden unnötigerweise ein wenig Strom verbraucht.
  • Platzieren Sie wenn möglich ein Gerät, das aufgeladen wird, nicht neben dem Bett, so sind Sie weniger Elektrosmog ausgesetzt.
  • Kann das Gebäude Strom aus einer Photovoltaik-Anlage beziehen, ist es von Vorteil, wenn Sie Ihre Geräte während der Sonnenscheindauer laden.

 

Es gibt Nachttischlampen, die selbst dann Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind

Elektrosmog

 

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Durchzug stoppen und Heizkosten sparen

Junge Frau sitzt vor ihrem Computer in der Zugluft

 

Wir haben zwar alle unsere eigene Empfindlichkeit was unliebsamen Durchzug betrifft, aber in der Regel kann man davon ausgehen, dass wir den störenden Luftzug wahrnehmen, wenn die Luftgeschwindigkeit mehr als 0,2 Meter pro Sekunde beträgt, was in etwa viermal langsamer ist als eine gehende Person. Im Winter braucht es nicht viel, damit eine Ecke in der Wohnung oder im Büro als unangenehm empfunden wird – je kühler die Zugluft ist, umso unangenehmer wird der Durchzug empfunden, auch wenn er nur sehr schwach sein sollte. Es lohnt sich, Zugluft in einem beheizten Gebäude festzustellen und zu reduzieren, denn Durchzug erhöht den Energieverbrauch auf indirekte Weise: Der kühle Luftzug veranlasst die Bewohner, die Heizung hochzudrehen, um das Kältegefühl zu kompensieren.

 

Drei einfache Methoden, um Durchzug zu entdecken

Ein mit einem Wollfaden oder einem leichten Band versehener Stab

Mit einem leichten Bändchen

Dieses Verfahren besteht darin, eine Art Angelrute herzustellen, die aus einem Stöckchen besteht, an dem ein sehr, sehr leichter "Faden" angebracht ist: zum Beispiel ein Wollfädchen, ein Seidenband, ein Stückchen Magnetband (aus einer alten Audiokassette) oder ein Streifen mehrlagiges Toilettenpapier, von dem man eine Lage abgetrennt hat, oder etwas ähnlich leichtes.

Halten Sie das Stöckchen vor sich und bewegen Sie sich ganz langsam in den Räumen, um den Durchzug nicht zu unterbrechen bzw. um nicht selber Luftzug zu verursachen. Gehen Sie den Wände entlang und halten Sie den Stock in Raumecken, vor die Fenster, vor Steckdosen und Rollladenkasten...


Seifenblasen helfen bei der Erkennung von Zugluft.

Mit Seifenblasen

Die bunten Röhrchen zum Herstellen von Seifenblasen kann man am Kiosk oder in Läden kaufen, die eine Spielzeugabteilung haben. Seifenblasen sind sehr wirkungsvoll zum Erkennen grosser Luftbewegungen (z. Bsp. im Treppenlauf). Aber Vorsicht, sie können klebrige Reste hinterlassen, wenn sie platzen.


Der Rauch von einem Räucherstäbchen hilft, Zugluft zu erkennen.

Mit Räucherstäbchen

Da Räucherstäbchen sehr langsam brennen, erzeugen sie einen sichtbaren Rauchfaden, mit dem angezeigt werden kann, wo Durchzug durchströmt. Halten Sie das Räucherstäbchen auf Armeslänge und bewegen Sie sich langsam an Fenstern und Wänden entlang. Gehen Sie vorsichtig hin und her, um den Luftzug nicht zu beeinflussen. Diese Methode eignet sich auch dazu, die Funktionsfähigkeit der Lüftungsgitter für die Abluft aus Küche, Bad und WC zu überprüfen. Ist die Wohnung mit Brandmeldern ausgestattet, seien Sie vorsichtig, damit kein Alarm ausgelöst wird!

Der Grund, weshalb Räucherstäbchen sichtbaren Rauch abgeben, liegt unglücklicherweise darin, dass sie viele Feinpartikel freisetzen. Abgesehen vom Feststellen, wo der Durchzug herkommt, ist es Ihrer Gesundheit zuliebe besser, sie nicht im Haus abbrennen zu lassen.


Wissenschaftliche Instrumente

Digitales Anemometer zur Messung von Luftströmungen

Tragbares Anemometer

Zu den professionellen Instrumenten zählt auch das Anemometer (auf Deutsch Windmesser), das speziell für die Messung niedriger Luftgeschwindigkeiten im Innern von Gebäuden entwickelt wurde. Sie können zur Erfassung und zur Charakterisierung von Luftströmen oder zur Regulierung des Luftdurchsatzes von Lüftungsanlagen eingesetzt werden.


Eingangstür von einer Wärmekamera gesehen.

Aufnahme einer Eingangstür im Winter aus Sicht einer Wärmebildkamera. Die kalte Luft, die unter der Tür eindringt, kühlt die Bodenfliesen stark aus.

Wärmebildkamera

Im Winter kann man auch eine Wärmebildkamera benutzen, um das Eindringen der kalten Luft sichtbar zu machen, denn diese kühlt das Material rund um die Risse oder die undichten Stellen von Türen und Fenstern aus.

Aber auch ohne technische Hilfsmittel kann man Durchzug feststellen: Manchmal gibt es Spinnennetze an Stellen, wo die Luftströmungen am stärksten sind: Spinnen lassen sich dort nieder, weil die Luftbewegungen ihnen die Fliegen und Steckmücken direkt in die Falle treiben...


 

Entstehung von Durchzug und Mittel zur Abhilfe

  • Kalter Luftstrom, der durch undichte Fenster eindringt.
    Abhilfe: Bringen Sie selbstklebende Fensterdichtungen an (informieren Sie sich in einem guten Baumarkt, denn es gibt verschiedene Marken mit unterschiedlicher Lebensdauer). Ersetzen Sie die Fenster > Verglasung und Fenster.
  • Kalter Luftstrom, weil die Wand zu wenig isoliert ist.
    Abhilfe: Dämmen Sie die Fassade von aussen (bevorzugte Lösung) oder von innen.
  • Kalte Luft dringt durch unzureichend isolierte Rollladenkästen ein.
    Abhilfe: Die Luft kann entweder ungehindert eindringen, da ein Fehler der Schliessvorrichtung des Rollladenkastens vorliegt (wenn er im Gebäudeinnern angebracht ist) oder durch den Öffnungs- bzw. Schliessmechanismus von Gurt oder Kurbel (wenn der Kasten aussen angebracht ist). Das Dämmen und die Abdichtung eines Rollladenkastens kann den Komfort einer Wohnung erheblich verbessern. Diese Arbeiten sollten aber eher von Fachleuten vorgenommen werden.
  • Kalter Luftstrom kommt aus den elektrischen Steckdosen.
    Abhilfe: Luft strömt aus der Steckdose! Das ist gar nicht so ungewöhnlich: Die Kanäle, welche die elektrischen Leitungen führen, bringen manchmal auch kalte Luft von aussen in die Räume. Lassen Sie den Steckdosendeckel von einem Fachmann demontieren und den Sicherungskasten abdichten. Diese Arbeiten sollten wirklich nur von Elektrikern durchgeführt werden (vor Durchführung jedweder Arbeiten unbedingt die Stromversorgung der Steckdose im Sicherungskasten trennen!)
  • Durchzug kommt aus der ausgeschalteten Dunstabzughaube.
    Abhilfe: Dunstabzugshauben besitzen einen Abluftkanal, der die eingesaugte Luft nach draussen führt. Überprüfen Sie, ob der Kanal eine Klappe hat, die das Eindringen von Wind in den Dunstabzug bzw. in die Küche verhindert.
  • Durchzug aufgrund zu starker automatischer Raumlüftung.
    Abhilfe: Wenn das Problem in einer Mietwohnung auftritt, erkundigen Sie sich bei den Nachbarn, ob diese das gleiche Problem haben und wenden Sie sich dann an die Verwaltung oder den Vermieter. Ein Zustopfen der Lüftungsgitter ist keine gute Lösung: die Wohnung wird nicht mehr korrekt gelüftet und es kann sogar sein, dass die Lüftung der anderen Wohnungen gestört wird.
  • Durchzug, der durch einen sehr heissen Heizkörper erzeugt wird, der an einer kalten Aussenwand (oder unter kalten Fenstern) in einem Raum mit unzureichender Isolation angebracht ist.
    Abhilfe: Eigentlich erfüllt der Heizkörper seine Aufgabe perfekt. Durch seine Wärme erzeugt er eine rotierende Luftbewegung im Raum. Aber je wärmer der Heizkörper, umso stärker ist der Luftzug. Wird die Temperatur des Heizkörpers abgesenkt, indem man das Ventil etwas schliesst, wird die zwar Luftumwälzung reduziert, aber die Heizwärme ist dann möglicherweise nicht mehr ausreichend. Die Wärmedämmung des Gebäudes und der Austausch der Fenster kann das Problem lösen, da man dann mit weniger warmen Heizkörpern heizen kann.
  • Luftstrom, der über ein offenes Treppenhaus zwischen zwei Stockwerken entsteht.
    Abhilfe: In der Regel steigt die warme Luft aus dem unteren Raum ins Obergeschoss, indem sie sich an der Decke sammelt und dann durch das offene Treppenhaus in das obere Stockwerk zieht. Das Anbringen eines schweren Stoffvorhangs am unteren Ende der Treppe kann helfen, den Luftzug zu begrenzen. Achten Sie besonders auf eine gute Barrierewirkung des Vorhangs oben an der Decke.
  • Durchzug durch ein konventionelles Cheminee mit offener Feuerstelle.
    Abhilfe: Wenn das Feuer brennt, erzeugt ein Cheminee mit offener Feuerstelle einen starken Luftzug, denn gleichzeitig mit dem Abtransport des Rauchs durch den Schornstein saugt das Feuer warme Luft aus dem Raum an, welche durch kalte Luft (die durch undichte Stellen in das Gebäude eintritt) ausgetauscht wird. Aber selbst wenn kein Feuer brennt, erzeugt ein solches Cheminee oft Zugluft, sogar dann, wenn die Zugklappe geschlossen ist. Ein Cheminee zu modernisieren kann sehr vorteilhaft sein, sowohl in Bezug auf den Wohnkomfort als auch auf die Energieeinsparungen.

 

3 Gebäudetypen, 3 Arten von Durchzug

Altbau: Mängel an der Fensterdichtung sind Teil der Gebäudelüftung

In einem alten, nicht renovierten Gebäude wird die Luft teilweise durch undichte Stellen des Gebäudes erneuert. In den meisten Fällen gibt es keine Lüftungsgitter: "Frische" Luft tritt durch undichte Fenster und die nicht dicht schliessende Haustüre ein. Verbrauchte Luft wird durch die Dunstabzugshaube in der Küche oder Ansaugöffnungen in Bad und WC nach draussen geleitet. Im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Alter des Gebäudes lassen jedoch die Fenster immer mehr Luft durch, und kalte Luft tritt auch durch Risse in den Wänden oder entlang der Rohre ein. Luft kann sogar aus den elektrischen Steckdosen sowie aus den Öffnungen an der Decke strömen, aus denen die elektrischen Leitungen für die Lampen kommen.

In einer alten, nicht sanierten Wohnung von etwa 100 Quadratmetern kann die Summe aller Einlässe kalter Luft einem Luftaustausch entsprechen, der durch eine kleine, ständig geöffnete Dachluke von der Grösse einer A4-Seite stattfindet – was den normalen Lüftungsbedarf bei weitem übersteigt. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass die Luft in einem Wohnraum in einer Rate von 30 m3 pro Stunde und Person erneuert werden muss – was einem Luftstrom entspricht, der sanft durch ein Loch von 5 Zentimetern Durchmesser eintritt.

Lüftung

Modernes Gebäude (gut durchdacht und qualitätsvoll gebaut): Wände und Fenster schliessen dicht und der Luftaustausch wird durch ein automatisches Lüftungssystem gesteuert

Ein gut gebautes modernes Gebäude (oder ein gut sanierter Altbau) weist nicht nur eine sehr gute Wärmedämmung auf, sondern ist auch gegen Lufteinlass abgedichtet. Deshalb wird die Lufterneuerung meist durch ein Lüftungssystem vorgenommen, welches frische Luft durch Gittereinlässe in die Schlaf- und Wohnräume einleitet und die verbrauchte Luft durch andere Gitteröffnungen in Küche, Bad und WC absaugt – also aus den Räumen entfernt, in denen die meisten Schadstoffe sowie die höchste Luftfeuchtigkeit entstehen. Spricht man von "Komfortlüftungen", ist darin auch ein Wärmetauscher enthalten, der es ermöglicht, die Wärme der Abluft an die von aussen zugeführte, kalte Frischluft abzugeben. Aber auch in einem solchen Gebäude kann Durchzug auftreten, zum Beispiel wenn die Lüftungsanlage zuviel Luft liefert, oder wenn die Bewohner die Lüftungsgitter absichtlich verschliessen (oder unbeabsichtigt durch Möbel verstellen) und so die Zirkulation der Luft zwischen den Räumen stören. Wenn aber die Luftzirkulation in der Wohnung schlecht funktioniert, konzentriert sich der Luftstrom an bestimmten Stellen und erzeugt eine unangenehme Zugluft...

Lüftung

Teilweise sanierter Altbau ohne Komfortlüftung

Leider trifft man diese Lösung sehr häufig an: Das alte Gebäude wurde mit neuen gut isolierenden und dichten Fenstern versehen, aber es wurden keine neuen Lufteinlässe angebracht. Saugen die Abluftgitter in Küche, Bad und WC immer noch viel Luft ab, kann unter der Eingangstüre oder durch Risse Durchzug entstehen. Zugunsten der Gesundheit der Bewohner und natürlich auch um Probleme durch Feuchtigkeit zu vermeiden, welche Schimmelpilz an den kalten Wänden begünstigen können, sollten Lüftungsschlitze an den neuen Fenstern erwogen werden. Es gibt automatische, hygrostatisch gesteuerte Lüftungsregler (ohne Batterien, ohne Strom), die sich entsprechend der Raumfeuchtigkeit öffnen bzw. schliessen.

Allerdings löst nur eine Dämmung der Fassaden das Problem der kalten Wände und der Feuchtigkeit durch Kondensation.

Lüftung

 

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Weniger Elektrosmog durch anders herum eingesteckte Stromstecker (mit zwei Kontaktstiften)

Ein 2-poliger Stecker mit einem Marker

 

Die in der Schweiz üblichen elektrischen Steckdosen* (230 Volt/50 Hertz) besitzen drei Kontaktöffnungen:

  • Im Kontakt rechts befindet sich, wenn die Steckdose korrekt montiert wurde, die Phase (der Aussenleiter). Das ist der Kontakt, der den Wechselstrom mit 230 Volt führt. Auf keinen Fall berühren, denn es besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen elektrischen Schlages!
  • Im linken Kontakt befindet sich der Neutralleiter. Dieser Kontakt ermöglicht einen Stromkreislauf mit der Phase. In der Regel besteht keine Gefahr, diesen Kontakt zu berühren. Aber sicherheitshalber berührt fasst man ihn trotzdem niemals an, denn die Steckdose könnte falsch herum angeschlossen sein oder sie könnte Kriechstrom führen – das ist ein Leckstrom, der ausserhalb des stromleitenden Drahtes fliesst.
  • Im dritten, in der Mitte gegen unten versetzten Kontakt befindet sich die Erde (Schutzleiter). Dieser Kontakt ist dazu da, im Falle eines Kurzschlusses den Strom aus einem elektrischen Gerät abfliessen zu lassen. A priori ist dieser Kontakt ungefährlich, aber sicherheitshalber wird man auch ihn niemals anfassen (man denke an die falsch angeschlossene Steckdose sowie mögliche Kriechströme).

Es gibt zwei Arten, einen Stecker mit zwei Kontaktstiften in eine Steckdose einzustecken

Weist der Stecker* eines elektrischen Gerätes drei Kontaktstifte auf, so gibt es nur eine Art, ihn in eine Steckdose einzustecken. Hat er aber nur zwei Kontaktstifte – wie dies bei vielen Lampen und elektronischen Geräten vorkommt – kann man ihn in zwei verschiedenen Positionen einstecken, indem man ihn um eine halbe Umdrehung nach links oder nach rechts herumdreht. Und die Richtung, nach welcher man ihn ausrichtet, kann den Unterschied ausmachen...

Überprüfen Sie, in welche Richtung der Stecker Ihrer Nachttischlampe eingesteckt ist

Die meisten Nachttischlampen mit einer eingeschraubten Glühbirne haben einen Stecker mit zwei Kontaktstiften. Sie haben auch einen Schalter, der gewöhnlich auf einen der zwei elektrischen Drähte im Netzkabel einwirkt (siehe Zeichnung). Und deshalb kann, je nach dem in welche Richtung der Stecker eingesteckt ist, die gesamte Lampe unter Spannung stehen, wenn sie ausgeschaltet ist(!). Das bedeutet, dass man in so einem Fall einen lebensgefährlichen elektrischen Schlag erleiden kann, wenn man die Glühlampe austauscht und dabei in die Fassung greift. Aber die ausgeschalteten Lampe, die unter Spannung steht, weist noch einen anderen Nachteil auf: Sie erzeugt ununterbrochen ein elektrisches Feld (Elektrosmog) ganz nahe beim Kopf der im Bett schlafenden Person. Nach dem Vorsorgeprinzip ist es aber von Vorteil, solche elektrischen Felder zu vermeiden bzw. sich ihnen nicht auszusetzen.

Eine ausgeschaltete Nachttischlampe kann Elektrosmog freisetzen

Berühren Sie das Bild, um die Animation zu aktivieren

A. Der Stecker dieser Nachttischlampe ist falsch herum eingesteckt: Der einpolige Schalter unterbricht den Stromkreis der Lampe beim Zurückfliessen des Stroms (anstatt ihn am Anfang zu unterbrechen). Deshalb steht die ganze Lampe unter elektrischer Spannung, auch wenn sie eingeschaltet ist und sendet Elektrosmog nahe beim Kopf der schlafenden Person aus. Es besteht auch die Gefahr eines lebensgefährlichen elektrischen Schlages, wenn man beim Wechseln der Glühlampe in die Fassung greift.

B. Der Stecker wurde umgekehrt eingesteckt: Der Stromfluss wird vor dem Schalter unterbrochen, so dass die Lampe nicht unter Strom steht, wenn sie ausgeschaltet ist.

Wie man die richtige Richtung des Steckers herausfindet und markiert

Berührungslose elektrische Spannungsprüfer
  • Beschaffen Sie sich einen berührungslosen elektrischen Spannungsprüfer* mit dem Sie völlig gefahrlos prüfen können, ob eine Steckdose oder ein Kabel eines elektrischen Gerätes an das Stromnetz angeschlossen oder davon abgetrennt ist (ab CHF10.- im Baumarkt erhältlich). Lesen Sie die Bedienungsanleitung sorgfältig durch: diese Art Spannungsprüfer entdeckt ausschliesslich die Wechselstromspannung (~AC) in unseren gewöhnlichen Haushalts-Steckdosen, jedoch nicht die Gleichstromspannung (DC) wie sie von bestimmten Transformatoren oder von Autobatterien geliefert wird.
  • Vergewissern Sie sich, dass der Stecker der Nachttischlampe in der Steckdose eingesteckt und die Lampe ausgeschaltet ist.
  • Berühren Sie mit dem Spannungsprüfer zuerst den Kabelteil zwischen der Steckdose und dem Schalter. Funktioniert der Spannungsprüfer, zeigt er eine elektrische Spannung an.
  • Testen Sie anschliessend den Kabelteil nach dem Schalter. Gibt der Spannungsprüfer an, drehen Sie den Stecker um und stecken Sie ihn anders herum ein. Wiederholen Sie den Test, um sicherzugehen, dass der Spannungsprüfer dieses Mal keinen Strom anzeigt.
  • Ist der Stecker richtig herum eingesteckt, kann man ihn markieren, z.B. mit einem wasserfesten Filzstift (in weiss, silber oder gold erhältlich). So kann man den Stecker wieder in der richtigen Richtung einstecken, falls man ihn einmal vorübergehend ausstecken muss.
  • Hat man diese Methode einmal erfolgreich ausprobiert, kann man sämtliche Lampen testen und ihre Stecker richtig herum einstecken. Aus Neugierde kann man auch andere elektrische Geräte prüfen, die ständig (und manchmal unnötigerweise) eingesteckt sind. Das wäre auch die Gelegenheit, einige dieser Geräte auszustecken oder sie in eine Mehrfachsteckdose mit Schalter einzustecken.

Einpolige und zweipolige Schalter

Die meisten Lampenschalter sind einpolig, das heisst, sie unterbrechen nur einen der beiden elektrischen Drähte. Weniger häufig kommen zweipolige Schalter vor, die gleichzeitig beide Drähte unterbrechen: bei so einem Schalter spielt die richtige Richtung des Steckers keine Rolle. Zweipolige Stecker im Baumarkt zu finden ist schwierig, und zudem sollten sie von einem Elektriker ausgewechselt werden: Nimmt man selber Änderungen an einem elektrischen Gerät vor, so entfällt die Verantwortung des Herstellers im Falle eines Problems.

Einpolige und zweipolige Schalter

Einpoliger Stecker ist der häufigste Steckertyp. Er wirkt nur auf einen der zwei elektrischen Drähte ein. 
 Zweipoliger Stecker. Er wirkt auf beide elektrischen Drähte ein: Egal, in welche Richtung der Stecker eingesteckt ist, der Schalter unterbricht die Stromversorgung der Lampe oder des Gerätes vollständig.

Eine ausgeschaltete Lampe kann trotzdem Strom verbrauchen

Ist eine simple Nachttischlampe, die eine Glühlampe mit Schraubfassung besitzt, einmal ausgeschaltet, verbraucht sie keinen Strom, auch wenn der Stecker falsch herum eingesteckt ist, denn der Schalter unterbricht den elektrischen Stromfluss. Lampen hingegen, die mit Niedervoltleuchtmittel (12 oder 24 Volt) funktionieren oder solche mit integrierten LEDs, haben oft einen Stecker, in dem der Transformator integriert ist und einen Block bildet. Auch wenn die Lampe ausgeschaltet ist, bleibt dieser Transformator ständig unter Spannung und verbraucht in den meisten Fällen andauernd Strom (weniger als 1 Watt für neuere Lampen). Der versteckte Stromverbrauch (oder Stand-by-Verbrauch) macht sich durch Wärmeabgabe bemerkbar: Je mehr versteckten Strom ein solcher Transformator verbraucht, um so wärmer wird er. Er kann auch ein leichtes, aber hörbares Brummen abgeben, das den Schlaf stören kann.

Neuere Transformatoren (Schaltnetzteile) verbrauchen wenig Strom, geben aber aufgrund ihrer hochfrequenten Funktionsweise viel mehr Elektrosmog ab.

 

 

*Für die stromführenden Steckdosen im Haushalt verwendet man auch die Bezeichnung "Buchse" und manchmal auch "Kupplung". Sie haben nach innen weisende Kontaktöffnungen. An den Geräten selbst werden Stecker montiert, deren Kontaktstifte nach aussen weisen. Im allgemeinen Sprachgebrauch sollte man die Bezeichnungen Buchse/Kupplung und Stecker nicht vertauschen, auch wenn es bewegliche Kupplungen gibt, die als Anschlusskabel an einem fest im Gerät montierten Stecker eingesteckt werden.

* Ein berührungsloser elektrischer Spannungsprüfer ist ein Messgerät, das entdecken kann, ob eine elektrische Installation (Steckdose, Schalter, Wählschalter etc.) oder ein mit Kunststoff ummantelter Kupferdraht unter elektrischer Spannung steht (Achtung: gilt nur für Wechselspannung ~AC), ohne dass diese über einen Metallkontakt berührt werden müssen. Die Messung kann auf diese Weise ohne Gefahr eines Kurzschlusses oder eines lebensgefährlichen elektrischen Schlags durchgeführt werden. Für Berufsleute existieren verschiedene Arten von Spannungsprüfern. Für den Hausgebrauch findet man kleine Testgeräte in Form eines Kugelschreibers schon ab CHF 10.-. Sie funktionieren mit Batterien und unterscheiden sich durch Empfindlichkeit und Präzision. Sie zeigen durch ein akustisches und/oder ein optisches Signal eine elektrische Wechselspannung an (allerdings nicht die Gleichstromspannung, die von bestimmten Transformatoren oder Autobatterien geliefert wird). Je nach Empfindlichkeit des Spannungstesters kann man auch einen in der Wand eingelassenen elektrischen Stromkreis feststellen, um beim Heimwerken Bohrschäden zu vermeiden. Einige Spannungsprüfer können auch magnetische Felder ausfindig machen.
Alle Modelle sind geeignet um festzustellen, wie herum ein Stecker einer Nachttischlampe eingesteckt werden soll. Lesen Sie aber in jedem Fall die Bedienungsanleitung aufmerksam durch.

 

Es gibt Nachttischlampen, die selbst dann Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind

Elektrosmog

Elektrosmog in der Umwelt, Bundesamt für Umwelt BAFU

Faktenblätter zu verschiedenen Haushaltsgeräten, die elektromagnetische Felder erzeugen, Bundesamt für Umwelt BAFU

 

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