ConsoBat optimiert die Heizung und den Energieverbrauch eines Gebäudes in Verbindung mit den Temperaturen der Region

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ConsoBat 3.0

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Optimieren Sie Heizung und Energieverbrauch Ihres Gebäudes in Verbindung mit den Temperaturen in Ihrer Region.
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Das Web‑Tool ConsoBat ermöglicht die Optimierung und Überwachung des Heizungs- und Energieverbrauchs von Gebäuden unter Berücksichtigung der Strenge des Winters.

ConsoBat 3.0 ist mit 15 Wetterstationen in der Westschweiz verbunden, welche automatisch Informationen über die täglichen Temperaturen (Heizgradtage) senden. Hauseigentümer können sehen, ob die Heizung normal auf steigende oder fallende Aussentemperaturen reagiert (Überwachung der "Energiesignatur" des Gebäudes), wenn sie die Messwerte der Energie-Zähler ihres Gebäudes regelmässig in ConsoBat eintragen.

 

Ein Dashboard für die "Energie- und CO2-Performance"

Da ConsoBat das Wetter berücksichtigt, ermöglicht es eine "objektive" Überwachung der Entwicklung des Energieverbrauchs eines Gebäudes im Laufe der verschiedenen Etappen seiner energetischen Sanierung.

Dashboard Energie- und CO2-PerformanceEs kann nämlich vorkommen, dass ein Hausbesitzer, der die Fenster seines Gebäudes ersetzt hat, um eine bessere Wärmedämmung zu erzielen, nicht unbedingt eine Verringerung seines Energieverbrauchs feststellt, wenn der kommende Winter kälter ausfällt als der vorherige. ConsoBat hingegen zeigt auf, dass die Sanierungsmassnahmen dennoch greifen, und verbildlicht unter Berücksichtigung der gemittelten Temperaturunterschiede die neue "Energie- und CO2-Performance" des Gebäudes auf einem Dashboard mit 4 Tachodiagrammen. Die Performance wird nicht mehr nur nach der beheizten Fläche, sondern auch nach der Anzahl der Bewohner angezeigt.

 

Anteilmässige Heizkostenberechnung

Wer ConsoBat benutzt, kann gleichzeitig mehrere unterschiedliche Gebäude verwalten und nicht nur Heizenergie-Zähler, sondern auch Strom-, Wasser- und andere Zähler nachverfolgen. Für Hausverwaltungen und Wohngemeinschaften hält ConsoBat zudem auch ein Tool zur Berechnung der anteilmässigen Heizkosten bereit, das auf den Heizgradtagen der verbrauchten Heizenergie basiert.

ConsoBat kann mit einem Smartphone verwendet werden, insbesondere zur Eingabe der wöchentlichen Messwerte der Zähler, wenn man im Heizungsraum ist. Grundsätzlich ist es jedoch bequemer, das Web-Tool auf einem Desktop-Computer zu verwenden, um die Ablesetabellen einzusehen und zu verwalten, sowie auch um die von der Software im Laufe der Jahre erstellten Grafiken zu konsultieren.

www.consobat.ch

Adapter, Netzteile oder Ladegeräte: Es ist von Vorteil, den Stecker zu ziehen um Stromverschwendung, Lärm und Elektrosmog zu vermeiden

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Adapter, Netzteil oder Ladegerät

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Eingesteckte Adapter können heimlich Strom verbrauchen, wenn sie ungenutzt eingesteckt bleiben.
Adaptateur/chargeur/transformateur

Man weiss kaum mehr, wie man sie alle nennen soll, so vielfältig sind ihre Bezeichnungen: Ladegerät, Stromadapter, Netzadapter, Stromwandler, Netzteil oder auch Netzgerät... Allerdings verursachen all diese Geräte zu Hause und in den Büroräumen einige Umweltbelastungen. Manche von ihnen dienen zum Aufladen unserer Elektrogeräte wie zum Beispiel Smartphone, Tablet-PCs, Notebooks, kabellose Lautsprecher, Photoapparate, Epiliergeräte, Rasierapparate etc. Es gibt aber auch Ladegeräte für Batterien oder Akkus für das Elektrovelo, den kabellosen Schraubenzieher, Taschenlampen oder verschiedene Spielzeuge. Und dann gibt es auch all die elektronischen Geräte und Lampen – alle nicht wieder aufladbar – welche ein externes Netzteil benötigen, das ständig in der Steckdose eingesteckt ist und oft völlig unnötig ein bisschen Strom verbraucht, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Und nicht zu vergessen sind auch die neuen Ladegeräte, sogenannte kabellose Induktionsladegeräte (auf Englisch: WPT Wireless Power Transfer) auf die man sein Smartphone auflegen kann, wo es ganz ohne Kabel- oder Steckerverbindung aufgeladen wird.

Um in diesem Dschungel von elektrischen Ladegeräten den Durchblick zu behalten, geben wir Ihnen hier einen Überblick über die drei wichtigsten Gerätefamilien und nennen natürlich auch (gute) Gründe, warum die Geräte nach dem Gebrauch vom Stromnetz getrennt werden sollten, also wenn die Batterie geladen ist, oder sobald das Gerät nicht mehr benutzt wird oder nicht mehr im Standby-Modus verweilen muss.

Induktionsladegeräte (kabellos oder WPT-Wireless Power Transfer)

WPT Wireless Power Transfer

Wie schon seit langem für elektrische Zahnbürsten bekannt, funktioniert die Technik der induktiven Energieübertragung ohne Kabel und ohne Metallkontakt zwischen dem Ladegerät und dem Apparat, dessen Batterie wieder aufgeladen werden soll. Das in der Stromsteckdose eingesteckte Induktionsladegerät enthält eine Kupferspule, durch welche der elektrische Strom fliesst, was ein Magnetfeld erzeugt. Dieses Magnetfeld wird von einer Kupferspule, die im aufzuladenden Gerät enthalten ist, "übernommen": das Magnetfeld des Ladegeräts induziert elektrischen Strom, der die Batterie auflädt.

Vorteile: kabellos, einfach in der Handhabung.

Nachteile: Das Laden eines Smartphones mit Induktionsladegerät verbraucht viel mehr Strom als wenn es mit Kabel geladen wird – rund 25% mehr. Hinzu kommt, dass wenn das Ladegerät allein, also ohne Smartphone, eingesteckt bleibt, es ebenfalls viel mehr Strom verbraucht als die neueren Adapter für Mobiltelefone. In einigen Fällen übersteigt der Stromverbrauch eines Ladegeräts ohne aufgelegtes Smartphone, das 24/24 Stunden an der Stromsteckdose eingesteckt bleibt, sogar die täglich benötige Strommenge zum Aufladen der Batterie! Dieser Stromverbrauch ist unnötig und er ist obendrein noch rund zehnmal höher, wenn das vollständig geladene Smartphone auf dem Ladegerät vergessen wird und dort liegen bleibt.
Ausserdem wird die Batterie durch die induktive Ladetechnik mehr erwärmt – vor allem wenn das Smartphone nicht genau ausgerichtet auf dem Ladegerät liegt – was ihre Lebensdauer verkürzen kann.

Ladegerät mit Schaltnetzteil (switching power supply)

Das ist das kleine, leichte Ladegerät, das von jetzt an unsere Smartphones und andere elektronische Apparate begleitet. Es enthält oft einen oder mehrere Steckeröffnungen, in die man ein (oder mehrere) UBS-Kabel einstecken kann. Technisch gesehen handelt es sich um einen Transformator, der den Strom durch einen Transistor, der im Hochfrequenzbereich betrieben wird (20 kHz oder höher), umwandelt.

Vorteile: klein, leicht, gibt eine genaue Spannung ab, wenig Leistungsverlust (da weniger warm als bei linearer Stromversorgung) und deshalb ein besserer Energiewirkungsgrad. Einige dieser Ladegeräte mit Schaltnetzteil verbrauchen praktisch keinen Strom, wenn sie in der Stromsteckdose eingesteckt bleiben (ohne angeschlossenes Gerät zum Aufladen).

Nachteile: hohe Spannungsspitzen beim Einstecken, verbreitet mehr Elektrosmog aufgrund der Hochfrequenzarbeitsweise, kann Lärm verursachen.

Lineares Netzteil mit gleichgerichteter, gesiebter Spannung (linear power supply)

Das ist der grosse, schwere Transformator, mit dem die meisten Geräte ausgestattet wurden, die vor 2013 in den Handel kamen. Es gibt ihn auch in kleinerer Ausführung, aber auch diese Transformatoren sind ziemlich schwer. Technisch gesehen besteht dieses Ladegerät aus einem Brückengleichrichter aus Dioden und Kondensatoren und es funktioniert linear mit der Frequenz des Stromnetzes (50 Hz) – deswegen hört man ein tiefes Brummen, wenn man ihn ans Ohr hält.

Vorteile: wenn man es einsteckt, erzeugt es nur eine schwache Spannungsspitzen und verursacht wenig störende Brummgeräusche, weshalb es sich hauptsächlich für Musikapparate und elektronische Instrumente eignet.

Nachteile: schwer, oft grosses Volumen, liefert wenig stabile Stromversorgung, erzeugt Wärme und weist einen versteckten Stromverbrauch von mehreren Watt auf, wenn es unnötigerweise in der Steckdose eingesteckt bleibt.

Seit 2013 dürfen elektronische Apparate und Haushaltsgeräte, die in der Schweiz verkauft werden, nicht mehr als 1 Watt im Standby-Modus verbrauchen (wenn sie zum Beispiel wie der Fernseher auf das Signal der Fernbedienung warten) und 0,5 Watt wenn sie ausgeschaltet sind. Diese europäische Norm hat die linearen Netzteile für neue elektronische Geräte fast zum Verschwinden gebracht.

4 Adapter/Ladegeräte von einer Wärmebildkamera fotografiert

4 Adapter/Ladegeräte in der Stromsteckdose eingesteckt (ohne Verbindung zu den aufzuladenden Geräten) mit einer Wärmebildkamera fotografiert. Je höher der unnötige, versteckte Stromverbrauch ist, desto mehr Wärme geben sie ab – was sich nicht nur sehen, sondern auch fühlen lässt, wenn man sie in die Hand nimmt.
A • Grosses lineares Netzteil, versteckter Stromverbrauch von 3 Watt.
B • Kleines lineares Netzteil, versteckter Stromverbrauch von 2 Watt.
C • Schaltnetzteil, versteckter Stromverbrauch von 0,5 Watt.
D • Kleines Schaltnetzteil, versteckter Stromverbrauch von ~0 Watt.

Ratschläge zum Aufladen von Batterien von Smartphones und anderen Geräten

  • Ziehen Sie den Stecker eines Ladegeräts oder Schaltnetzteils immer aus der Stromsteckdose, sobald es nicht mehr benutzt wird (oder trennen Sie es mit einer Mehrfachsteckdose mit Schalter vom Stromkreislauf).
  • Lassen Sie das Smartphone nicht die ganze Nacht über aufladen (auch nicht das Tablet oder den Computer...), um keinen Strom zu verschwenden. Meist reichen nämlich weniger als 2 Stunden, um die Batterie wieder zu 100% aufzuladen. So vermeiden Sie, dass das Ladegerät während der restlichen Nachtstunden unnötigerweise ein wenig Strom verbraucht.
  • Platzieren Sie wenn möglich ein Gerät, das aufgeladen wird, nicht neben dem Bett, so sind Sie weniger Elektrosmog ausgesetzt.
  • Kann das Gebäude Strom aus einer Photovoltaik-Anlage beziehen, ist es von Vorteil, wenn Sie Ihre Geräte während der Sonnenscheindauer laden.

Es gibt Nachttischlampen, die selbst dann Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind

Elektrosmog

Durchzug stoppen und Heizkosten sparen

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Durchzug stoppen

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Drei einfache Methoden, um Zugluft aufzuspüren und teure Wärmeverluste zu vermeiden.

Junge Frau sitzt vor ihrem Computer in der Zugluft

Wir haben zwar alle unsere eigene Empfindlichkeit was unliebsamen Durchzug betrifft, aber in der Regel kann man davon ausgehen, dass wir den störenden Luftzug wahrnehmen, wenn die Luftgeschwindigkeit mehr als 0,2 Meter pro Sekunde beträgt, was in etwa viermal langsamer ist als eine gehende Person. Im Winter braucht es nicht viel, damit eine Ecke in der Wohnung oder im Büro als unangenehm empfunden wird – je kühler die Zugluft ist, umso unangenehmer wird der Durchzug empfunden, auch wenn er nur sehr schwach sein sollte. Es lohnt sich, Zugluft in einem beheizten Gebäude festzustellen und zu reduzieren, denn Durchzug erhöht den Energieverbrauch auf indirekte Weise: Der kühle Luftzug veranlasst die Bewohner, die Heizung hochzudrehen, um das Kältegefühl zu kompensieren.

Drei einfache Methoden, um Durchzug zu entdecken

Ein mit einem Wollfaden oder einem leichten Band versehener Stab

Mit einem leichten Bändchen

Dieses Verfahren besteht darin, eine Art Angelrute herzustellen, die aus einem Stöckchen besteht, an dem ein sehr, sehr leichter "Faden" angebracht ist: zum Beispiel ein Wollfädchen, ein Seidenband, ein Stückchen Magnetband (aus einer alten Audiokassette) oder ein Streifen mehrlagiges Toilettenpapier, von dem man eine Lage abgetrennt hat, oder etwas ähnlich leichtes.

Halten Sie das Stöckchen vor sich und bewegen Sie sich ganz langsam in den Räumen, um den Durchzug nicht zu unterbrechen bzw. um nicht selber Luftzug zu verursachen. Gehen Sie den Wände entlang und halten Sie den Stock in Raumecken, vor die Fenster, vor Steckdosen und Rollladenkasten...


Seifenblasen helfen bei der Erkennung von Zugluft.

Mit Seifenblasen

Die bunten Röhrchen zum Herstellen von Seifenblasen kann man am Kiosk oder in Läden kaufen, die eine Spielzeugabteilung haben. Seifenblasen sind sehr wirkungsvoll zum Erkennen grosser Luftbewegungen (z. Bsp. im Treppenlauf). Aber Vorsicht, sie können klebrige Reste hinterlassen, wenn sie platzen.


Der Rauch von einem Räucherstäbchen hilft, Zugluft zu erkennen.

Mit Räucherstäbchen

Da Räucherstäbchen sehr langsam brennen, erzeugen sie einen sichtbaren Rauchfaden, mit dem angezeigt werden kann, wo Durchzug durchströmt. Halten Sie das Räucherstäbchen auf Armeslänge und bewegen Sie sich langsam an Fenstern und Wänden entlang. Gehen Sie vorsichtig hin und her, um den Luftzug nicht zu beeinflussen. Diese Methode eignet sich auch dazu, die Funktionsfähigkeit der Lüftungsgitter für die Abluft aus Küche, Bad und WC zu überprüfen. Ist die Wohnung mit Brandmeldern ausgestattet, seien Sie vorsichtig, damit kein Alarm ausgelöst wird!

Der Grund, weshalb Räucherstäbchen sichtbaren Rauch abgeben, liegt unglücklicherweise darin, dass sie viele Feinpartikel freisetzen. Abgesehen vom Feststellen, wo der Durchzug herkommt, ist es Ihrer Gesundheit zuliebe besser, sie nicht im Haus abbrennen zu lassen.


Wissenschaftliche Instrumente

Digitales Anemometer zur Messung von Luftströmungen

Tragbares Anemometer

Zu den professionellen Instrumenten zählt auch das Anemometer (auf Deutsch Windmesser), das speziell für die Messung niedriger Luftgeschwindigkeiten im Innern von Gebäuden entwickelt wurde. Sie können zur Erfassung und zur Charakterisierung von Luftströmen oder zur Regulierung des Luftdurchsatzes von Lüftungsanlagen eingesetzt werden.


Eingangstür von einer Wärmekamera gesehen.

Aufnahme einer Eingangstür im Winter aus Sicht einer Wärmebildkamera. Die kalte Luft, die unter der Tür eindringt, kühlt die Bodenfliesen stark aus.

Wärmebildkamera

Im Winter kann man auch eine Wärmebildkamera benutzen, um das Eindringen der kalten Luft sichtbar zu machen, denn diese kühlt das Material rund um die Risse oder die undichten Stellen von Türen und Fenstern aus.

Aber auch ohne technische Hilfsmittel kann man Durchzug feststellen: Manchmal gibt es Spinnennetze an Stellen, wo die Luftströmungen am stärksten sind: Spinnen lassen sich dort nieder, weil die Luftbewegungen ihnen die Fliegen und Steckmücken direkt in die Falle treiben...


Entstehung von Durchzug und Mittel zur Abhilfe

  • Kalter Luftstrom, der durch undichte Fenster eindringt.
    Abhilfe: Bringen Sie selbstklebende Fensterdichtungen an (informieren Sie sich in einem guten Baumarkt, denn es gibt verschiedene Marken mit unterschiedlicher Lebensdauer). Ersetzen Sie die Fenster > Verglasung und Fenster.
  • Kalter Luftstrom, weil die Wand zu wenig isoliert ist.
    Abhilfe: Dämmen Sie die Fassade von aussen (bevorzugte Lösung) oder von innen.
  • Kalte Luft dringt durch unzureichend isolierte Rollladenkästen ein.
    Abhilfe: Die Luft kann entweder ungehindert eindringen, da ein Fehler der Schliessvorrichtung des Rollladenkastens vorliegt (wenn er im Gebäudeinnern angebracht ist) oder durch den Öffnungs- bzw. Schliessmechanismus von Gurt oder Kurbel (wenn der Kasten aussen angebracht ist). Das Dämmen und die Abdichtung eines Rollladenkastens kann den Komfort einer Wohnung erheblich verbessern. Diese Arbeiten sollten aber eher von Fachleuten vorgenommen werden.
  • Kalter Luftstrom kommt aus den elektrischen Steckdosen.
    Abhilfe: Luft strömt aus der Steckdose! Das ist gar nicht so ungewöhnlich: Die Kanäle, welche die elektrischen Leitungen führen, bringen manchmal auch kalte Luft von aussen in die Räume. Lassen Sie den Steckdosendeckel von einem Fachmann demontieren und den Sicherungskasten abdichten. Diese Arbeiten sollten wirklich nur von Elektrikern durchgeführt werden (vor Durchführung jedweder Arbeiten unbedingt die Stromversorgung der Steckdose im Sicherungskasten trennen!)
  • Durchzug kommt aus der ausgeschalteten Dunstabzughaube.
    Abhilfe: Dunstabzugshauben besitzen einen Abluftkanal, der die eingesaugte Luft nach draussen führt. Überprüfen Sie, ob der Kanal eine Klappe hat, die das Eindringen von Wind in den Dunstabzug bzw. in die Küche verhindert.
  • Durchzug aufgrund zu starker automatischer Raumlüftung.
    Abhilfe: Wenn das Problem in einer Mietwohnung auftritt, erkundigen Sie sich bei den Nachbarn, ob diese das gleiche Problem haben und wenden Sie sich dann an die Verwaltung oder den Vermieter. Ein Zustopfen der Lüftungsgitter ist keine gute Lösung: die Wohnung wird nicht mehr korrekt gelüftet und es kann sogar sein, dass die Lüftung der anderen Wohnungen gestört wird.
  • Durchzug, der durch einen sehr heissen Heizkörper erzeugt wird, der an einer kalten Aussenwand (oder unter kalten Fenstern) in einem Raum mit unzureichender Isolation angebracht ist.
    Abhilfe: Eigentlich erfüllt der Heizkörper seine Aufgabe perfekt. Durch seine Wärme erzeugt er eine rotierende Luftbewegung im Raum. Aber je wärmer der Heizkörper, umso stärker ist der Luftzug. Wird die Temperatur des Heizkörpers abgesenkt, indem man das Ventil etwas schliesst, wird die zwar Luftumwälzung reduziert, aber die Heizwärme ist dann möglicherweise nicht mehr ausreichend. Die Wärmedämmung des Gebäudes und der Austausch der Fenster kann das Problem lösen, da man dann mit weniger warmen Heizkörpern heizen kann.
  • Luftstrom, der über ein offenes Treppenhaus zwischen zwei Stockwerken entsteht.
    Abhilfe: In der Regel steigt die warme Luft aus dem unteren Raum ins Obergeschoss, indem sie sich an der Decke sammelt und dann durch das offene Treppenhaus in das obere Stockwerk zieht. Das Anbringen eines schweren Stoffvorhangs am unteren Ende der Treppe kann helfen, den Luftzug zu begrenzen. Achten Sie besonders auf eine gute Barrierewirkung des Vorhangs oben an der Decke.
  • Durchzug durch ein konventionelles Cheminee mit offener Feuerstelle.
    Abhilfe: Wenn das Feuer brennt, erzeugt ein Cheminee mit offener Feuerstelle einen starken Luftzug, denn gleichzeitig mit dem Abtransport des Rauchs durch den Schornstein saugt das Feuer warme Luft aus dem Raum an, welche durch kalte Luft (die durch undichte Stellen in das Gebäude eintritt) ausgetauscht wird. Aber selbst wenn kein Feuer brennt, erzeugt ein solches Cheminee oft Zugluft, sogar dann, wenn die Zugklappe geschlossen ist. Ein Cheminee zu modernisieren kann sehr vorteilhaft sein, sowohl in Bezug auf den Wohnkomfort als auch auf die Energieeinsparungen.

3 Gebäudetypen, 3 Arten von Durchzug

Altbau: Mängel an der Fensterdichtung sind Teil der Gebäudelüftung

In einem alten, nicht renovierten Gebäude wird die Luft teilweise durch undichte Stellen des Gebäudes erneuert. In den meisten Fällen gibt es keine Lüftungsgitter: "Frische" Luft tritt durch undichte Fenster und die nicht dicht schliessende Haustüre ein. Verbrauchte Luft wird durch die Dunstabzugshaube in der Küche oder Ansaugöffnungen in Bad und WC nach draussen geleitet. Im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Alter des Gebäudes lassen jedoch die Fenster immer mehr Luft durch, und kalte Luft tritt auch durch Risse in den Wänden oder entlang der Rohre ein. Luft kann sogar aus den elektrischen Steckdosen sowie aus den Öffnungen an der Decke strömen, aus denen die elektrischen Leitungen für die Lampen kommen.

In einer alten, nicht sanierten Wohnung von etwa 100 Quadratmetern kann die Summe aller Einlässe kalter Luft einem Luftaustausch entsprechen, der durch eine kleine, ständig geöffnete Dachluke von der Grösse einer A4-Seite stattfindet – was den normalen Lüftungsbedarf bei weitem übersteigt. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass die Luft in einem Wohnraum in einer Rate von 30 m3 pro Stunde und Person erneuert werden muss – was einem Luftstrom entspricht, der sanft durch ein Loch von 5 Zentimetern Durchmesser eintritt.

Lüftung

Modernes Gebäude (gut durchdacht und qualitätsvoll gebaut): Wände und Fenster schliessen dicht und der Luftaustausch wird durch ein automatisches Lüftungssystem gesteuert

Ein gut gebautes modernes Gebäude (oder ein gut sanierter Altbau) weist nicht nur eine sehr gute Wärmedämmung auf, sondern ist auch gegen Lufteinlass abgedichtet. Deshalb wird die Lufterneuerung meist durch ein Lüftungssystem vorgenommen, welches frische Luft durch Gittereinlässe in die Schlaf- und Wohnräume einleitet und die verbrauchte Luft durch andere Gitteröffnungen in Küche, Bad und WC absaugt – also aus den Räumen entfernt, in denen die meisten Schadstoffe sowie die höchste Luftfeuchtigkeit entstehen. Spricht man von "Komfortlüftungen", ist darin auch ein Wärmetauscher enthalten, der es ermöglicht, die Wärme der Abluft an die von aussen zugeführte, kalte Frischluft abzugeben. Aber auch in einem solchen Gebäude kann Durchzug auftreten, zum Beispiel wenn die Lüftungsanlage zuviel Luft liefert, oder wenn die Bewohner die Lüftungsgitter absichtlich verschliessen (oder unbeabsichtigt durch Möbel verstellen) und so die Zirkulation der Luft zwischen den Räumen stören. Wenn aber die Luftzirkulation in der Wohnung schlecht funktioniert, konzentriert sich der Luftstrom an bestimmten Stellen und erzeugt eine unangenehme Zugluft...

Lüftung

Teilweise sanierter Altbau ohne Komfortlüftung

Leider trifft man diese Lösung sehr häufig an: Das alte Gebäude wurde mit neuen gut isolierenden und dichten Fenstern versehen, aber es wurden keine neuen Lufteinlässe angebracht. Saugen die Abluftgitter in Küche, Bad und WC immer noch viel Luft ab, kann unter der Eingangstüre oder durch Risse Durchzug entstehen. Zugunsten der Gesundheit der Bewohner und natürlich auch um Probleme durch Feuchtigkeit zu vermeiden, welche Schimmelpilz an den kalten Wänden begünstigen können, sollten Lüftungsschlitze an den neuen Fenstern erwogen werden. Es gibt automatische, hygrostatisch gesteuerte Lüftungsregler (ohne Batterien, ohne Strom), die sich entsprechend der Raumfeuchtigkeit öffnen bzw. schliessen.

Allerdings löst nur eine Dämmung der Fassaden das Problem der kalten Wände und der Feuchtigkeit durch Kondensation.

Lüftung